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Nebenwirkungen von Pestwurz

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Es können gelegentlich (bei etwa 2 % der Anwender) Beschwerden im Magen-Darmtrakt auftreten (wie zum Beispiel Aufstoßen oder leichte Übelkeit). Sehr selten beobachtet man Müdigkeit, in Einzelfällen wurden Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautauschlag und Schwellung beschrieben.

Pestwurz nicht bei Leberschäden anwenden

Pyrrolizidinalkaloide und ihre N-Oxide sind für die Leber giftig, wenn sie regelmäßig aufgenommen werden. Diese Stoffe sind außerdem erbgutverändernd, fruchtschädigend und krebserregend. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass nur gereinigte Präparate und nicht das Rohmaterial oder ganze Pflanzenteile der Pestwurz eingesetzt werden. Einige der neueren Fertigpräparate gehen auf CO2-Extraktion zurück, bei denen keine Pyrrolizidinalkaloide extrahiert werden (Gewinnung von Pestwurz-Präparaten).

Schwerwiegende Leberschädigungen mit Präparaten mit einem CO2-Extrakt könnten dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei vorbestehender Leberschädigung wird deshalb grundsätzlich von der Einnahme von pestwurzhaltigen Arzneimitteln abgeraten.

Bei Anzeichen einer Leberschädigung mit Leistungsabfall, Gelbfärbung der Bindehaut im Auge oder der Haut, dunklem Urin oder hellem Stuhl sollte man einen Arzt zur Rate ziehen.

Erhöhte Aufmerksamkeit gefordert

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hält die modernen Pestwurzpräparate für sicher und empfiehlt lediglich eine verstärkte Aufmerksamkeit bei der Verwendung von Präparaten mit Pestwurz. Die vorhandenen klinischen Studien haben nämlich eine gute Verträglichkeit dokumentiert. Allerdings war die Anzahl der Probanden gering und die Anwendungszeit zu kurz. Sehr seltene Nebenwirkungen der Gewöhnlichen Pestwurz in einigen Fällen kann man nicht gänzlich ausschließen. Darum gilt hier erhöhte Aufmerksamkeit.

Gegenanzeigen

Nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen. Für Kinder unter 6 Jahren ist Pestwurz nicht geprüft und sollte nicht zur Anwendung kommen. Bei einigen gängigen Mittel empfehlen die Hersteller erst eine Verwendung ab einem Alter von 12 Jahren.