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Pflanzenprofil der Pfingstrose

Die Milchweiße oder Chinesische Pfingstrose

Sehr poetisch klingt die Übersetzung des lateinischen Namens Paeonia lactiflora. Der lateinischer Name der europäischen Variante P. officinalis weist die Echte Päonie noch eindeutig als Heilpflanze aus. Die Verwendung der Pfingstrose kann man bis ins Altertum zurückverfolgen. Aber nicht nur die Medizin, auch die Religion begeisterte sich für die Pflanze. In der christlichen Mystik ist die Pfingstrose mit Reichtum, Heilung und der weiblichen Schönheit verbunden. Als „Rose ohne Dornen“ stand sie in der sakralen Kunst für die unbefleckte Empfängnis Mariens.

Aussehen und Herkunft

Die Chinesische Pfingstrose ist etwa 50-80 cm hoch. Sie trägt glänzende Blätter mit komplex zusammengesetztem Aufbau: Drei dreizählig gefiederte Blätter bilden die Blattspreite. Jeder Stiel trägt eine oder mehrere, weiße bis purpurfarbene Blüten. Auch die meisten gefüllten Formen gehen auf diese Urform zurück. Im Wonnemonat Mai ziert sie viele Gärten. Die winterharte Pflanze ist sehr beliebt, denn die Staude bleibt Dauergast: Mit der fleischigen, stark verzweigten Wurzel kann die Pfingstrose den Winter überdauern. Damit ist die pflegeleichte Pflanze auch für trockene Standorte, Böschungen und Lichtungen gut geeignet. Wenn die Pflanze nach einigen Jahren das Blühen einstellt, profitiert sie vom Umsetzen. Doch Achtung die Wurzeln reichen tief und man bringt sie selten unbeschädigt aus der Erde. In diesem Fall braucht sie im nächsten Jahr viel Pflege und Wasser. Der Fruchtstand ist am ehesten mit dem einer Akelei oder Sternanis zu vergleichen. Zur Reife platzt die Naht der Balgfrüchte auf und setzt zahlreiche schwarze, ovale Samen frei. Pharmakologische Bedeutung hat heute die Wurzel, früher wurden auch die Samen genutzt. Weniger bedeutend sind die Blütenblätter.

Das ursprüngliche Zuhause der Chinesischen Pfingstrose sind lichte Wälder in China, Japan, Indien. Die Echte Pfingstrose (L.) emend. WILLD. ist in Südeuropa heimisch. Heutzutage sind die Heilpflanzen in vielen anderen Ländern als Zierpflanze eingebürgert.

Angewendet werden verschieden Arten. Bei uns wurde überwiegend die Echte Pfingstrose (auch Gemeine-, Bauern-, Garten-P. oder Gichtrose) genutzt. In China kennt die Medizin neben P. lactiflora Pallasnoch P. veitchii LYNCH(mit ihren nickenden Blüten) und die verholzendeStrauch-Pfingstrose P. suffuticosa ANDR.

Gewinnung

Die Wurzel kann man im Frühjahr oder Herbst ausgraben und danach an der Sonne trocknen. Dabei verfärbt sich das Material rötlich (Paeoniae radix rubra).

Bei einer aufwändigeren Methode wird die Wurzel vor dem Trocknen gekocht und geschält (Paeoniae radix alba). Diese Form der Pfingstrosenwurzel wird in der Chinesischen Medizin sehr häufig verwendet.

Der Gehalt eines wichtigen Inhaltsstoffes (Paeoniflorin) hat im Jahr zwei Maxima (Juni und November/Dezember).

Die Blütenblätter der Pfingstrose werden zur Blütezeit im Mai oder Juni geerntet und getrocknet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen