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Löwenzahn – schön und nützlich zugleich

© Prof. Dr. Schilcher

Frühjahrskur mit Löwenzahn

Frühjahrskur: Jetzt empfiehlt sich eine 3 bis 4-wöchige Kur mit einem Löwenzahn-Frischpflanzenpresssaft.

Von: Prof. Dr. Schilcher

Löwenzahnsaft gegen Verdauungsschwäche, Völlegefühl und Blähungen

Gegen Verdauungsschwäche, insbesondere bei altersbedingtem Enzymmangel sowie bei Störungen des Galleflusses, verbunden mit Völlegefühl und Blähungen empfiehlt sich eine drei- bis vierwöchige Kur mit einem Löwenzahn-Frischpflanzenpresssaft (selbst hergestellt oder als Fertigarzneimittel).

Saft selbst herstellen

Möchte man den Saft selbst herstellen, braucht man eine Graspresse. Da man solch ein Gerät wohl eher nicht in einem herkömmlichen Haushalt findet, kann man als Alternative auch einen guten Entsafter verwenden. Einfach Löwenzahnblätter zerkleinern und in den Entsafter geben.

Während der Kur werden 3 bis 4 x täglich jeweils vor den Mahlzeiten 10 ml eingenommen. Der Frischpflanzenpresssaft sollte immer im Verhältnis 1:5 zum Beispiel mit Wasser, Apfelsaft oder Milch verdünnt werden. Beim handelsüblichen Presssaft hat man den Vorteil, dass man die Kur 2 bis 3 Mal im Jahr wiederholen kann.

Die Empfehlung von sog. „Heilkräuter- Experten“, täglich 7 rohe Stängel zur Auflösung von Gallensteinen zu verzehren, konnte weder ärztlich bestätigt werden, noch ist diese Anwendung plausibel in Anbetracht der im Milchsaft vorhandenen Inhaltsstoffe. Dokumentiert sind dagegen Fälle von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, wenn Kinder den Milchsaft aussaugen.

Einen würzigen und aromatischen Wildkräutersalat, der allerdings keinen therapeutischen Effekt besitzt, kann man aus folgenden Bestandteilen herstellen:

50 Teile junge Löwenzahnblätter, 35 Teile junge Brennnesselblätter, 5 Teile junge Gierschblätter, 5 Teile Brunnenkresseblätter, 3 Teile junge Wiesensauerampferblätter und einige Blättchen Scharbockskraut, jeweils vor der Blüte gesammelt.