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Qualitativ hochwertige ätherische Lavendelöle erkennen

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Lavendelöl: Qualitätsunterschiede erkennen

Lavendelöle weisen enorme Qualitätsunterschiede auf: So erkennen Sie qualitativ hochwertige Lavendelöle.

Von: Prof. Dr. Schilcher

Enorme Qualitätsunterschiede

Lavendelöle weisen enorme Qualitätsunterschiede auf, und sie zählen zu denjenigen ätherischen Ölen, die am häufigsten „ verschnitten“ bzw. durch Zugabe von synthetischem Linalylacetat und Linalool geruchlich „aufgebessert“ werden.

Inhaltsstoffe und Wirksamkeit

Bei der Gewinnung von Lavendelöl wird nicht nur die im Arzneibuch vorgeschriebene Lavendel-Art Lavandula angustifolia MILL. verwendet, sondern auch die qualitativ schlechteren Arten Lavandula hybrida (syn. intermedia) und Lavandula latifolia, die sich leichter kultivieren lassen und höhere Erträge an ätherischem Öl ergeben.

Qualitativ hochwertige Lavendelöle enthalten bis zu 46 % Linalylacetat und bis 45 % Linalool , aber nur rund 1 % Campher (z. B. Barreme- oder Mont- Blanc-Qualität). Die hochwertigen Öle sind sowohl entzündungs- und keimhemmend, z. B. zur Hautpflege bei Wundliegen (20 Tropfen Lavendelöl auf 100 ml Johanniskrautöl ) und vielseitig verwendbar im Hebammen-Alltag, als auch, laut einer jüngsten klinischen Studie, geeignet zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung. Die Patienten müssen dabei täglich 1 Kapsel mit 80 mg Spezial- Lavendelöl (WS 1265; Lasea® Kapseln) einnehmen. Nur von diesem Lavendelöl ist die Wirksamkeit als Phyto-Anxiolytikum eindeutig nachgewiesen.

Die volksmedizinische Anwendung von 1 – 4 Tr. Lavendelöl auf ein Stück Würfelzucker ist bei Unruhezuständen – mit wenigen Ausnahmen, bei denen ein psychologischer Beruhigungseffekt zum Tragen kommen dürfte – nur unzureichend wirksam.