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Rosmarin bei Blähungen, Magenverstimmung und Co.

Rosmarin eignet sich nicht nur zum Würzen

Rosmarin kommt in verschiedenen Formen (Tee, Frischpflanzenpresssaft, Öl) zum Einsatz und kann Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und andere Leiden lindern.

Von: Prof. Dr. Schilcher

Zu Hause im Mittelmeerraum

Rosmarin kommt wild nur in Mittelmeerländern vor und muss bei uns in Blumentöpfen herangezogen werden. Dennoch zählt Rosmarin seit dem Mittelalter auch in unseren Breiten als hoch geschätzte Heilpflanze und vielseitig verwendbares Gewürz mit appetitanregenden und verdauungsfördernden Eigenschaften.

Anwendungsmöglichkeiten von Rosmarin

Die mittelalterlichen Anwendungen der verschiedenen medizinischen Rosmarin-Zubereitungen (Tee, Rosmarinwein, Rosmarinöl) bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenverstimmung mit leichten Krämpfen im Magen-Darmtrakt sowie als Bad bei Kreislaufbeschwerden, niedrigem Blutdruck und rheumatischen Beschwerden gelten auch noch heute.

Keine Wirksamkeitsbeweise existieren allerdings für mehrere volksmedizinische Anwendungsgebiete, wie z. B. „Krankheiten der Unterleibsorgane, Gicht, Wassersucht, Nierenleiden etc.“.

Die schwächste Zubereitung, der Tee-Aufguss aus den Blättern (vor der Blütezeit geerntet), genügt in der Regel bei leichten Magen-Darm-Beschwerden. Man trinkt 3-4 Tassen pro Tag und zwar zwischen den Mahlzeiten. Bei Kreislaufbeschwerden und niedrigem Blutdruck empfiehlt sich die innerliche Einnahme von 2 Likörgläsern Rosmarinwein über den Tag verteilt oder besser noch eines arzneimittelrechtlich zugelassenen Frischpflanzen-Presssaftes. Der Schoenenberger Rosmarin-Frischpflanzenpresssaft erfüllt die strengen EU- Anforderungen für traditionell angewendete Arzneimittel und erhielt kürzlich den „Segen“ der Arzneimittelbehörde für die Indikation: „Traditionell angewendet zur Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion“.

Gegen Rheumabeschwerden, aber auch bei niedrigem Blutdruck empfiehlt sich das Rosmarinbad, das mindestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen vorgenommen werden muss. Für ein Vollbad werden rund 5 g getrocknete Rosmarinblätter benötigt. Wirksamer ist ein Bad mit ätherischem Rosmarinöl. Dazu werden 20-25 Tropfen Rosmarinöl mit einem Becher Sahne gemischt und dem Badewasser zugesetzt.

Frische Rosmarinblätter sind ein köstliches Gewürz, das allerdings auf Grund einiger geruch- und geschmacklich dominierender Inhaltsstoffe sehr zurückhaltend dosiert werden muss. Rosmarin passt gut zu Gemüsesuppen, Gemüse- und Fleischeintöpfen, zu Braten und Soßen, zu Geflügel und insbesondere zu Pilzen sowie zu verschiedenen Käsesorten.