Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Walderdbeerblätter: Mehr als ein „Haustee“

© Inga F - Fotolia.com

Erdbeerblätter für das Herz

Walderdbeerblätter wirken antioxidativ und ähnlich wie der Weißdorn blutgefäßerweiternd, wodurch eine bessere Durchblutung des Herzens erreicht werden kann.

Von: Prof. Dr. Schilcher

Studien weisen arzneiliche Wirkung der Walderdbeerblätter nach

Durch den weltweit geforderten Nachweis der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Heilkräutern werden erfreulicherweise, oder auch notgedrungen, immer mehr traditionell angewendete Heilkräuter unter die „wissenschaftliche Lupe“ genommen. So auch die Blätter der Walderdbeere mit einem sehr erfreulichen Untersuchungsergebnis.

Antioxidativ und blutgefäßerweiternd

Blätter der Walderdbeere werden in der Volksmedizin alleine oder zusammen mit Himbeerblättern und fermentierten Brombeerblättern als koffeinfreier „Haustee“ verwendet.

Jüngste experimentelle Studien einer interdisziplinär zusammengesetzten Universitäts-Forschergruppe zeigen, dass wässrige Erdbeerblätterextrakte interessante, dosisabhängige arzneiliche (!) Wirkungen besitzen. Aufgrund des hohen Gehaltes an phenolischen Inhaltsstoffen konnten nicht nur eine beachtliche antioxidative Wirkung beobachtet werden, sondern auch ein blutgefäß-erweiternder Effekt (Vasodilatation). Die Durchblutung des Herzens wurde um 45 % verbessert, und auch eine Steigerung der Sauerstoff-Verwertung konnte experimentell nachgewiesen werden. Die Effekte wurden mit denen des Weißdorns verglichen und waren nahezu gleich.

Für Weißdornextrakte liegen allerdings zahlreiche klinische Studien vor, die bei Erdbeerblätter-Extrakten noch fehlen. Aus den experimentellen Studienergebnissen kann man aber bereits ableiten, dass für eine arzneiliche Wirksamkeit die längerfristige Einnahme von täglich rund 15 g (!) Erdbeerblättern als Teeaufguss notwendig sind. Mit der üblichen Dosierung der Erdbeerblätter als „Haustee“ wird nur eine leichte antioxidative Wirkung zu erreichen sein, was für die prophylaktische Reduzierung der gewebsschädigenden Sauerstoff-Radikale durchaus von Bedeutung sein kann.