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Weißdorn zur Herzstärkung

© Prof. Dr. Schilcher

Wirksamkeit des Weißdorns

In zahlreichen Studien wurde festgestellt, dass die Wirksamkeit des Weißdorns von der jeweiligen Zubereitung abhängig ist.

Von: Prof. Dr. Schilcher

Traditionelle Anwendung optimiert durch neue Studien

Von den rund 10 Weißdorn-Arten kommen im Allgäu zwei Arten vor: der Eingriffelige (Crataegus monogyna) und der Zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata), von denen einerseits die Blüten zusammen mit den Blättern, andererseits die Früchte als Herzmittel verwendet werden können. Weißdorn ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass erst durch jüngere wissenschaftliche Studien die traditionelle Anwendung als Herzstärkungsmittel, insbesondere beim sog. Alterherz, optimiert werden konnte.

Wirksamkeit abhängig von der Zubereitung

In zahlreichen tier-experimentellen und humanmedizinischen Studien – zuletzt in 20 Medizinzentren in 15 Ländern – wurde festgestellt, dass die Wirksamkeit von der jeweiligen Zubereitung abhängig ist. Die schwächste Wirksamkeit besitzt der Weißdorn-Blüten-Blätter-Tee, stärker wirksam ist der Weißdorn-Frischpflanzen-Presssaft, insbesondere wenn dieser aus einer Kultur-Hochleistungs-Sorte stammt (z.B. Schoenenberger ® Presssaft) sowie die alkoholische-wässrige Tinktur. Bei diesen beiden Zubereitungs-Formen konnte eine Herzstärkung und eine Verbesserung der Herzleistung registriert werden.

Die stärksten Effekte wurden nach der Gabe von 450-900 mg standardisierten hochdosierten Trockenextrakten (Dragees, Apotheke!) beobachtet, wobei nicht nur der Herzmuskel besser durchblutet, sondern auch die Arbeitstoleranz (Herzleistung) gesteigert worden ist, und sich auch Herzrhythmusstörungen besserten.

Dennoch: Ärztlich verordnete Herzmittel können nicht durch Weißdorn-Präparate ersetzt werden, doch können diese zusätzlich eine positive Wirkung entfalten, insbesondere weil in den Studien keine Wechselwirkungen mit chemisch-synthetischen Herzmitteln beobachtet worden sind. Dies muss jeweils mit dem Arzt besprochen werden.