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Pflanzenprofil der Ringelblume

Die Ringelblume als Schmuck- und Heilpflanze

Wegen der leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten ist die Ringelblume in Mittel-, Ost-, und Südeuropa eine beliebte Gartenpflanze. Das pharmakologisch verwendete Material stammt von Plantagen aus Nordamerika, dem Balkan und Deutschland. Bei den Blüten aus Osteuropa und Nordafrika (Ägypten) handelt es sich meist um Wildsammlungen.

Die Heilpflanze steht im Volksglauben für Liebe, Treue und Anmut und wurde zum Schmücken von Kränzen und Körben verwendet. Hildegard von Bingen beschreibt sie als „kalt und feucht“. Sie soll gegen „Vergiftungen durch üble Speisen bei Mensch und Tier“ hilfreich sein und äußerlich gegen Grind am Kopf helfen.

Aussehen und Herkunft

Die ein- oder zweijährige Ringelblume (Calendula officinalis) hat einen charakteristischen Geruch, denn die Blätter tragen klebrige Drüsen; die Blüten bestehen aus vielen kleinen Einzelblüten, was typisch für Korbblütler (Asteraceae) ist. Dabei fassen leuchtend gelbe oder orangefarbene Zungenblüten die kleineren, zentralen Röhrenblüten ein. Es gibt zahlreiche Züchtungen, die von dieser Grundform abweichen (weiß, gefüllt). Der Name „Ringelblume“ bezeichnet die seltsam gekrümmten und „geringelten“ Samen.

Meist werden die Blütenköpfe (Ringelblumenblüten mit Kelch – Calendulae flos oder genauer Calendulae flos cum calyce) verwendet. Gelegentlich setzt man auch nur die Blütenblätter ein (Calendulae flos sine calyce, ohne Kelch), da offensichtlich allergische Reaktionen gegen Präparate ohne Kelchblätter seltener sind.

Kleine Mengen der Blätter und Blüten sind zum Verzehr geeignet

Blätter und Zungenblüten der Ringelblume sind essbar, man sollte sie jedoch aufgrund der Gefahr der Allergisierung, der leberbelastenden Wirkung durch Cumarin, toxischer Wirkungen größerer Mengen von Saponinen (Blutauflösung: Hämolyse) und wegen der Effekte auf das Immunsystem nicht übermäßig verzehren.

Gewinnung

Die Aussaat erfolgt von März bis April direkt ins Freiland. Nach 40 Tagen beginnt die Blütezeit, geerntet wird meist ab Anfang Juli (ein bis zwei Monate lang).

Die Blüten werden entweder im Schatten oder bei einer Temperatur von 35° bis 45°C getrocknet. Bei Verwendung zur Schönung von Kräutertees trocknet man die Blüten bei 80°C getrocknet, um die Blütenfarbe zu erhalten.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen