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Rosenwurz: Pflanzenprofil

Rhodiola rosea

Der alleinige Begriff „Rhodiola“ ist ungenau und irreführend. Denn dies ist lediglich der Name der Pflanzengattung, aber nicht der vollständige botanische Artname. Zum Beispiel können Produkte mit den Namen „Rhodiola spp.“, „Tibetische Rhodiola“ oder „Indische Rhodiola“ den Eindruck der Gleichheit mit Rhodiola rosea erwecken. Rhodiola rosea wurde von allen Arten bislang wissenschaftlich am intensivsten untersucht. Ausführliche toxikologische Studien wurden nur an Rhodiola rosea durchgeführt. Diese Pflanzenart wird daher als sicher für Tier und Mensch befunden.

Aussehen und Herkunft

Rosenwurz - auch als Rhodiola rosea bekannt - wird in Russland, Skandinavien und anderen Ländern seit Jahrhunderten als traditionelles Arzneimittel verwendet. Schon die Wikinger und Einwohner Sibiriens nutzten die positiven Eigenschaften der Pflanze: sie kann Kraft, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungen erhöhen, wird aber auch zur Steigerung der Fruchtbarkeit und Lebensdauer eingesetzt. In sibirischen Bergdörfern wird jungen Paaren vor der Hochzeit ein Bouquet aus Wurzeln dieser Pflanze geschenkt, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen und die Geburt gesunder Kinder zu gewährleisten.
Die Pflanze wurde entlang der Handelsrouten bis in die Mongolei und nach China verbreitet. Sie wächst hauptsächlich auf dem trockenen sandigen Grund - bevorzugt in den höher gelegenen arktischen Gebieten Europas und Asiens. Die Pflanze wird etwa 70 cm hoch und bildet gelbe Blüten aus. Sie bildet einen dicken Wurzelstock (Rhizom) aus, der frisch geschnitten nach Rosen duftet. Daher stammt auch der Name.

Gewinnung

Die Wirkstoffe von Rosenwurz werden aus dem Wurzelstock durch Extraktion gewonnen. Die Extrakte (in 40 % Ethanol) werden normalerweise auf ein Gehalt von 3 % Rosavinen und 0,8 – 1 % Salidrosid eingestellt.

Quellen

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