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Pflanzenprofil der Rosskastanie

Arzneipflanze des Jahres 2008

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) hat eine lange und interessante Geschichte als Arznei- und Nutzpflanze. Darum wurde sie vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2008 gekürt.

Aussehen und Herkunft

Der Laubbaum wächst sehr schnell und ist daher ein beliebter Baum in Biergärten, Alleen und Parks. Die großen gefingerten Blätter sind beim Aufbrechen der Knospen stark behaart. Die Blüten sitzen in auffälligen Kerzen mit weißen, rot gefleckten Blüten. Im Herbst entwickeln sich die Kastanien mit ihren braunen glänzenden Samen in einer hellgrünen, stacheligen Kapsel. Die Homöopathie verwendet neben der Gewöhnlichen Rosskastanie weitere Arten (A. glabra, A. octandra, A. pavia und A. x rubicunda). Die Rosskastanie ist nicht mit der essbaren Edelkastanie (Castanea sativa) verwandt

Vorwiegend werden die Samen der Rosskastanie (Hippocastani semen) genutzt, wesentlich seltener die Blätter (Hippocastani folia), die Rinde (Aesculus cortex) oder die Blüten (Flores hippocastani albi).

Man findet die Kastanie von Osteuropa (Balkangebiet) bis Zentralasien (Himalajagebiet). Vielerorts wurde der Baum eingebürgert. Neben den natürlich vorkommenden Arten hat man zahlreiche Hybridformen gezüchtet.

Die Samen nutzt man auch als Futter für Haustiere und Wild. Das Samenmehl wurde früher wegen der schäumenden Eigenschaft als Waschmittel verwendet (Saponine - Sapo = Seife).

Gewinnung

Zur Herstellung eines Rosskastaniensamenextrakts werden die frischen Samen zerkleinert und mit einer Alkohol-Wasser-Mischung extrahiert. Den Trockenextrakt erhält man durch Sprühtrocknung. Danach wird eine Standardisierung auf Aescin (16–21%) vorgenommen.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen