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Pflanzenprofil von Rotem Weinlaub

Schöne Beine durch Traubenstampfen

Schon früh war aufgefallen, dass die Winzerinnen schöne Beine hatten. Beim Zerstampfen der Trauben kamen sie mit den Wirkstoffen in Berührung. Später entdeckte man in Südfrankreich, dass auch das Rote Weinlaub wirksam ist. Man bereitete daraus einen Brei und strich ihn auf die Beine.

Die Wildform des Weins existiert auch heute noch in den Flussauen der Mittelmeerländer und rund um das Schwarze Meer. Wein wurde ursprünglich im Mittelmeergebiet domestiziert und wird heute weltweit in sämtlichen gemäßigten Klimazonen angebaut.

Aussehen und Herkunft

Die Weinrebe (Vitis vinifera) aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) ist eine mehrjährige Liane. Sie trägt Sprosse, die zu Ranken umgebildet sind, so dass die Weinrebe unbeschnitten in eine Höhe von über 10 Metern klettern kann.

Das langgestielte Weinlaub hat 3 bis 5 Lappen und ist im Umriss etwa herzförmig. Im Mai bis Juni bilden sich die rispigen Blütenstände. Zur Blüte werfen sie die Kronblätter ab, so dass Narbe und Staubblätter frei stehen. Dies erleichtert die Windbestäubung, die duftende Nektardrüsen am Fruchtknotenboden locken aber zusätzlich Insekten an.

Im September reifen die Trauben, je nach Sorte grün, gelb, dunkelpurpur oder blauviolett. Auch die Größe ist sehr variabel. Gezüchtet wurden auch kernlose Trauben, die nur noch durch Stecklinge vermehrt werden können. Damit deren winzige Trauben normale Größe erreichen, werden sie mit dem Pflanzenhormon Gibberellinsäure besprüht.

Rotes Weinlaub sind Blätter einer besonderen Traubensorte, dem Teinturier oder Färberrebe, einer sehr alten Rebsorte. Die Sorte enthält besonders viele rote Farbstoffe (Anthocyane) und zwar nicht nur in der Schale, sondern auch im Fruchtfleisch, weswegen man ihn zum Verschneiden mit helleren Weinen verwendet. Auch die Blätter sind reich an roten Farbstoffen und färben sich vergleichsweise früh. Um Rebstock und Trauben nicht zu schwächen, wird das Rote Weinlaub erst deutlich nach der üblichen Lese geerntet.

Gewinnung

Die Blätter werden von den Weinstöcken per Hand 2-8 Wochen nach der Weinlese geerntet. Sie werden zerkleinert und mit Wasser extrahiert. Nach dem Eindampfen entsteht der als Arzneimittel zugelassene Trockenextrakt. Er wird auf einen Flavonoidgehalt von 3-7 % eingestellt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen