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Salbei

© C. Heyer/PhytoDoc

Salbei heilt mit antiseptischen Kräften

Salvia stammt vom lateinischen Wort "salvare", also heilen, und deutet auf dessen Heilkraft hin. Salbei ist krampflösend, blähungslindernd, schweißhemmend und antibiotisch.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Echter Salbei (Salvia officinalis) unterscheidet sich von anderen Salbei-Arten, wie beispielsweise dem Griechischen Salbei (Salvia triloba), anhand seines Gehalts an Thujon. Echter Salbei enthält einen besonders hohen Anteil des Inhaltsstoffes und ist deshalb als Heilpflanze sehr geschätzt. Nachgewiesen sind seine antiseptischen Kräfte gegen Bakterien, Viren und Pilze. Eingesetzt wird Salbei bei Entzündungen im Mund-Rachenraum, bei Verdauungsbeschwerden und übermäßigem Schwitzen. Anwendungsgebiete der traditionellen Medizin sind darüber hinaus rheumatische Schmerzen, Kopf- und Menstruationsschmerzen. Je nach Beschwerde können verschiedene Salbeiprodukte angewendet werden. Zum Gurgeln, Spülen oder Einnehmen stehen unter anderem Tee’s, Extrakte oder Presssäfte zur Verfügung. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte die vorgeschriebene Dosis nicht überschritten werden.

Wogegen hilft Salbei?

Salvia stammt vom lateinischen Wort "salvare", also heilen, und deutet auf dessen Heilkraft hin. Seine antibiotischen Eigenschaften machen ihn zu einem sehr guten Heilmittel gegen Entzündungen der Schleimhäute und Magen-Darmbeschwerden. Er ist nachweislich schweißhemmend und wurde traditionell auch gegen Schweißgeruch eingesetzt.

Ob Salbei auch schmerzlindernd, antidiabetisch und anregend auf die geistige Leistungsfähigkeit wirkt, wird diskutiert und ist nicht abschließend geklärt.

Heilwirkung von Salbei

Salbei soll krampflösend, blähungslindernd, schweißhemmend und sekretionsfördernd wirken. Er ist dadurch ein beliebtes und traditionelles Heilmittel, insbesondere bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mundschleimhaut und Rachen. In Laborversuchen konnte eine eindeutig antiseptische Wirkung des Salbeis gegen Bakterien, Pilze und Viren nachgewiesen werden. Dem alkoholischen Extrakt und dem Öl wird eine sehr gute Wirksamkeit bescheinigt, der Tee ist deutlich weniger aktiv. Das Salbeiöl verminderte auch die Anzahl von Zahnplaque-Bakterien. Das Kauen von frischen Salbeiblättern soll Mundgeruch vertreiben. Neben der antibiotischen Wirkung unterstützt Salbei, durch seine adstringierenden Eigenschaften, zudem die Wundheilung.

Im Tierversuch erweist sich der Salbei als krampflösend bei Darm-, Gallenblasen- und Bronchialkrämpfen. Daneben verstärkt er den Gallenfluss. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass Salbei bei Verdauungsbeschwerden mit Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall die Symptome lindern kann. Traditionell verwendete man Salbei auch bei verdorbenem Magen.

Der Inhaltsstoff α-Thujon zeigte im Tierversuch eine schmerzlindernde Wirkung. Das Salbeiöl wurde früher auch äußerlich, bei rheumatischen Schmerzen, angewandt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt fehlen aber systematische Studien am Menschen.

Ferner gilt die Heilpflanze als effektives schweißhemmendes Mittel bei Nachtschweiß und übermäßigem Schwitzen sowie übel riechendem Schweiß. Diese Wirkung der Salbeitinktur und des Salbeifluidextrakt wurde in mehreren kleineren Versuchen am Menschen bestätigt.

Einige Versuche an Mensch und Tier zeigen eine antidiabetische Wirkung des Salbeis: Er soll bei Diabetikern den Glukosespiegel im Blut senken. Dieser Befund muss wissenschaftlich noch sorgfältig abgesichert werden.

In einer kleineren Studie war der Salbeiextrakt in der Lage, die Rötungsreaktion bei Sonnenbrand signifikant zu mindern. Eine antioxidative und eine entzündungshemmende Eigenschaft gehören ebenfalls nachweislich zu dem Wirkspektrum der Heilpflanze.

Salbei ist darüberhinaus ein beliebtes Küchengewürz für Fleischgerichte. Frisch oder getrocknet, gemahlen oder gehackt werden zahlreiche Lebensmittel damit gewürzt: Geflügel, Leber, Schweinefleisch und Wurst. Salbei enthält nachweislich Substanzen, die vor dem Fettverderb schützen (Carnosolsäure/Carnosol und Rosmarinsäure). Daneben begünstigt er auch die Farbstabilität und Haltbarkeit von Lebensmitteln. Er hat einen intensiven Duft und unterbindet daher auch unangenehmen Fischgeruch.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Halsschmerzen, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (äußere Anwendung)
  • Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie)
  • Schwitzen, übermäßiges (innerlich)

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Bronchialkatarrhe (traditionell)
  • Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall, Magenbeschwerden
  • Hautprobleme, Akne
  • Herpes simplex (experimentell)
  • Mundgeruch (traditionell)
  • Schwitzen in den Wechseljahren
  • Verdauungsschwäche
  • Wundbehandlung, Hautentzündungen

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • Diabetes (experimentell)
  • rheumatische Schmerzen (nicht belegt)
  • Schmerzen, Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden (nicht belegt)
  • Stärkung der geistigen Leistungsfähigkeit, Alzheimer (traditionell, experimentell)
  • Sonnenbrand

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Verfügbar sind die getrockneten Blätter zur Zubereitung als Tee, alkoholische Auszüge, das ölige Destillat oder auch Frischpflanzenpresssaft.

Dosierung

Empfohlene Tagesdosis für die innerliche Anwendung:
  • 4–6 g der getrockneten Blätter, in Dosen von 1-1,5g pro Tasse, mehrmals täglich trinken
  • 0,1 bis 0,3 g des etherischen Öls, in Dosen von 1-2 Tropfen pro Tasse, mehrmals täglich trinken
  • 1,5-3g Fluidextrakt
  • 2,4 bis 7,5 ml der Tinktur

Äußerliche Anwendung

Zum Gurgeln und Spülen:

  • 2,5 g Blätter oder auf eine kleine Tasse (100 ml) Wasser.
  • 2-3 Tropfen etherisches Öl auf eine kleine Tasse (100 ml) Wasser
  • 5g alkoholischer Auszug auf ein Glas Wasser

Zum Pinseln: unverdünnter alkoholischer Auszug

Wirkstoffe

Das ätherische Öl des Echten Salbei (syn. Dalmatinischer Salbei) enthält

  • α-Thujon (Hauptwirkstoff)
  • β-Thujon (mit α-Thujon 40-60%)
  • Campher,
  • 1,8-Cineol (12 bis 15%) und anderen Monoterpene
  • Phenolcarbonsäuren (6%), wie Rosmarinsäure (Labiatengerbstoff)
  • Flavonoide
  • Diterpene wie Carnosol (= Picrosalvin, Bitterwert 14 000) und Rosmanol
  • Triterpene (Oleanolsäure, Ursolsäure und Derivate)

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bei den beiden anderen erwähnten Salbeiarten ist wie folgt:

  • Spanischer Salbei (Salvia lavandulifolia) ist Thujon-frei; enthält 30-35% Cineol und 30% Campher.
  • Griechischer Salbei (Salvia fruticosa=triloba) enthält 5% Thujon und 60- 70% Cineol.