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Nebenwirkungen des Shiitake-Pilzes

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

In sehr seltenen Fällen kann der Verzehr von Shiitake-Pilzen eine besondere Dermatitis (Shiitake- oder Flagellanten-Dermatitis) an Körper, Armen, Beinen und Nacken verursachen, die sich in juckenden Striemen, wie nach Peitschenhieben, äußert. Die Erscheinung tritt vermehrt an Licht(UV)-exponierten Stellen auf. Diese Überempfindlichkeit ist durch das Polysaccharid Lentinan bedingt. Auch das vollständige Durchgaren des Pilzes schützt nicht vor der Reaktion.

In einer klinischen Studie zur Cholesterinsenkung durch Shiitake schieden 17 von 49 Teilnehmern wegen Nebenwirkungen aus. Eine andere Studie mit 10 gesunden Probanden stellte bei 5 Personen Magen-Darm-Beschwerden und Eosinophilie fest: Eine Vermehrung eosinophiler Blutzellen (einer bestimmten Art der weißen Blutzellen) weist auf eine Überempfindlichkeitsreaktion hin.

Bei chronischem Kontakt mit Shiitake (bei Arbeitern in der Shiitake-Produktion) treten häufig Überempfindlichkeitsreaktionen und allergische Kontaktdermatiden auf, die durch die Sporen des Shiitake-Pilzes verursacht werden. Eine hohe Sporenbelastung kann außerdem zu allergischen Lungenerkrankungen (eosinophile Alveolitis) führen.

Oral eingenommenes Lentinan zeigt keinerlei Giftwirkungen auf Blutbild, Leber und Niere. Intravenös verabreicht kann es zu verschiedensten heftigen Reaktionen (Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelstarre und/oder Rückenschmerzen) führen bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Wechselwirkungen

Im Tierversuch verstärkte gespritztes Lentinan die Ansprechbarkeit auf Medikamente, die eine Gefäßerweiterung bewirken. Dies kann zu Blutungen führen (Hämorrhagien). Bei Tumoren kann dies zum Absterben der Gewebe mit starken Einblutungen führen (hämorrhagische Nekrosen).