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Pflanzenprofil von Sibirischem Rhabarber

Phytoöstrogene

Im Rhapontik-Rhabarber sind Phytoöstrogene aus der Stoffgruppe der Stilbene enthalten, die im Menschen eine östrogenartige Wirkung ausüben. Typischerweise wirken Phytoöstrogene schwächer als menschliches Östrogen. Außerdem zeigen sie nur einen Teil von dessen Wirkungen. Präparate aus Rhapontik-Rhabarber werden als pflanzliche Alternative zu Östrogenen gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.

Einige Varianten der bei uns in Gärten angebauten Gemüserhabarbersorten (Rheum rhabarbum L.) enthalten wie der Sibirische Rhabarber in den Wurzeln ebenfalls Stilbene.

Aussehen und Herkunft

Sibirischer Rhabarber (Rheum rhapontikum) ist ein ausdauerndes Gewächs mit fleischiger Wurzel aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Seine eiförmigen Blätter mit dem welligen Rand sind für Knöterichgewächse ungewöhnlich groß. Die Blattspreite erreicht etwa 50 cm im Durchmesser und sitzt auf einem langen, kantigen, fleischigen Stiel. Die Blattnerven verlaufen handförmig. Der Rhapontik-Rhabarber entwickelt hohe rispige Blütenstände mit zahlreichen, kleinen, grünlichen Blüten. Daraus bilden sich unzählige geflügelte Samen.

Der Speiserhabarber leitet sich von Rheum rhabarbarum L. und Rheum rhaponticum L. ab und ist eine Mischung zwischen beiden Arten. Es wurde daher vorgeschlagen, Kulturrhabarber unter der Bezeichnung Rheum × cultorum Thorsrud et Reisaeter oder R. x hybridum Murray zu führen.

Rhabarber ist in den gemäßigten Zonen Asiens beheimatet. Man vermutet, dass der Sibirische Rhabarber ursprünglich in Bulgarien vorkam, eventuell ist er auch aus dem Anbau verwildert. Rhabarber wird als Gemüse- und Heilpflanze in vielen Erdteilen kultiviert (Europa, Russland, Assam, China, Japan, Indonesien und USA).

Gewinnung

Die Wurzel wird ausgegraben, gewaschen und zerkleinert. Dann lässt man eine wässrige Löschkalklösung durch das Material sickern. Das enthaltene Oxalat wird in diesem Prozess in unlösliches und ungiftiges Calciumoxalat überführt. Anschließend löst man das Rhaponticin mit gereinigtem Wasser aus den Wurzelschnitzeln. Dieser Extrakt wird durch Essigsäure angesäuert. Dabei fällt das Rhaponticin als gelblicher Kristall aus. Man filtriert die Kristalle ab und trocknet sie.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen