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Botanischer Steckbrief von Sonnentau

Sonnentau steht unter Naturschutz

Sonnentau wurde wegen der Zerstörung seines Lebensraums in vielen Ländern Europas unter Naturschutz gestellt (Deutschland, Österreich, Schweiz, Finnland, Ungarn, Frankreich und Bulgarien). Das Pflanzenmaterial für Medikamente wird daher häufig durch andere Arten der Gattung ersetzt: D. ramentacea (Madagaskar, Kapregion, Ostafrika), D. peltata (Ostasien von Indien bis Malaysia und China), Drosera madagascariensis (Madagaskar).

Die Wildsammlungen gefährden aber auch die Bestände dieser Arten. Sonnentau wird daher immer häufiger in kleinerem Maßstab kultiviert. Desweitern gibt es ganz neue Ansätze: Zellen von verschiedenen Sonnentau - Arten lassen sich auch unter Laborbedingungen züchten. Selbst dann produzierten die Zellen von Drosera communis die Wirkstoffe (Naphthochinone mit Plumbagin als Hauptprodukt).

Aussehen und Herkunft

Der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist ein ganz besonderer Spezialist: Er wächst nur auf nährstoffarmen, nassen und sauren Torfböden (z. B. Hochmooren). Die rundlichen gestielten frisch grünen Blätter tragen klebrige rötliche bewegliche Drüsenhaare. Damit fängt der Sonnentau kleine Insekten, die an den Sekrettropfen hängen bleiben. Das Blatt krümmt sich nach Kontakt mit einem Insekt und die Beute wird mit eiweißspaltenden Enzymen verdaut. Dadurch kann der Sonnentau auf den extrem stickstoffarmen Böden überleben. Die weißen Blüten stehen an langen Stängeln hoch über der Pflanze, damit die bestäubenden Insekten nicht an den Blättern hängen bleiben.

Verwendet wird die ganze Pflanze, einschließlich unterirdischer Teile (Sonnentaukraut – Droserae herba). Die Homöopathie bevorzugt die frische, blühende Pflanze.

Da verschiedene Arten der Gattung verwendet werden, ist es häufig unklar, um welche Pflanze es sich handelt und wie die Gewichtung der Inhaltsstoffe ist. Die Artbestimmung des getrockneten Rohmaterials ist nicht immer einfach.

Gewinnung

Gewöhnlich wird die ganze Pflanze während der Blütezeit im Juli oder August gesammelt und bei Raumtemperatur getrocknet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen