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Spargel

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Spargel: Nicht nur geschmacklich eine Delikatesse

Spargel kennt man vor allem als begehrtes Gemüse. Doch Spargel ist nicht nur eine Delikatesse - er ist auch eine Heilpflanze, denn Asparagus ist entwässernd und harntreibend.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Spargel (Asparagus officinalis) ist nicht nur ein beliebtes Frühlingsgemüse, er hat auch heilende Wirkung. Relevant für medizinische Zwecke ist allerdings nur der getrocknete Wurzelstock (Rhizom mit Wurzeln – Asparagi radix). Spargel wirkt im Wasserhaushalt des Körpers, indem er die Harnausscheidung erhöht. Empfohlen wird Spargel als Durchspültherapie bei Harnwegsinfekten. Traditionell kann er aber beispielsweise auch bei Bluthochdruck, Krampfadern oder Gicht angewendet werden. Die harntreibende Wirkung könnte vermutlich präventiv die Bildung von Nierensteinen verhindern. Während einer Behandlung mit Spargel ist darauf achtzugeben, dass ausreichend viel getrunken wird. Neben den Varianten, Spargel als Tee oder Abkochung zuzubereiten, sind auch Pulvertabletten erhältlich. Bei entzündlichen Nierenerkrankungen oder Ödemen, die auf eine verminderte Herz- oder Nierenaktivität zurückzuführen sind, sollte Spargel nicht angewendet werden.

Wogegen hilft Spargel?

Die Kommission E hat für die unterirdischen Sprosse (Rhizome) eine positive Empfehlung für die Durchspültherapie bei Harnwegsinfekten ausgesprochen. Diese diuretische, also die Harnausscheidung anregende, Wirkung ist durch Tierversuche bestätigt worden. Doch auch jeder, der die weißen Stangen mit Genuss verspeist, kann diesen harntreibenden Effekt bestätigen – nur ist dies bisher nach strengen wissenschaftlichen Kriterien noch nicht ausreichend dokumentiert worden. Bereits 1 Pfund Spargel zeigt bereits deutliche diuretische Effekte.

Auch die ayurvedische Medizin kennt den Spargel. Verwendet werden Asparagus racemosa Willd., A. falcatus L. und A. ascendens Roxb. Ihm werden Eigenschaften wie kühlend, aphrodisierend, nervenstärkend und krampflösend zugeschrieben.

Heilwirkung von Spargel

Die Wirkung des Spargels auf den Wasserhaushalt des Körpers ist seit langem bekannt: Bereits in der Antike setzte man die Spargelwurzel zur Erhöhung der Harnausscheidung ein. Der schnelle Durchsatz von Flüssigkeit hat außerdem einen günstigen Effekt bei Harnwegsinfekten (Durchspülungstherapie) und bei Bluthochdruck. Dieser harntreibende Effekt wurde auch in Tierversuchen bestätigt. Man vermutet, dass der Inhaltsstoff Asparagin für diese Wirkung verantwortlich ist.

Es wird außerdem überliefert, dass Spargel die Bildung von Nierensteinen verhindern könne. Geprüft wurde dies allerdings nicht.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen des Harntraktes
  • vorbeugend bei Nierengrieß

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Bluthochdruck, leicht (schwach blutdrucksenkend)
  • Gewichtsreduktion (unterstützend)
  • Nierensteine (vorbeugend)
  • Schwellungen (Ödeme, z.B. Lymphödem): entwässernd, harntreibend
  • Venenleiden (Venenerkrankungen, Krampfadern und die dabei häufig auftretenden Schwellungen, insbesondere im Knöchel- und Unterschenkelbereich

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

Die Hinweise aus traditioneller Anwendung oder Laborversuchen sind zu wenig überzeugend und gehen über einen experimentellen Status nicht hinaus. Es gibt bisher keine korrekten oder positiven klinischen Studien.

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Man bereitet den Spargel üblicherweise als Tee oder Abkochung in reichlich Wasser zu. Daneben sind Pulvertabletten erhältlich.

Dosierung

Innerliche Anwendung:

Die Kommission E empfiehlt als Tagesdosis 45–60 g Wurzelstock (Rhizom oder entsprechende Zubereitungen). In klinischen Studien wurde ermittelt, dass 2-2,8 g getrocknetes Spargelpulver den Harnfluss ausreichend anregen.

Bitte beachten Sie: Während der Behandlung soll viel Flüssigkeit (zwei Liter pro Tag) getrunken werden.

Wirkstoffe

  • Terpene: Steroidsaponine (Derivate von Sarsasapogenin und Diosgenin)
  • Flavonoide: Flavonolglykoside (Rutin und andere)
  • Kohlenhydrate: Fructose, Glucose, Saccharose, Pentasaccharide, Hexasaccharide und Fructooligosaccharide, Polysaccharide (Inulin-ähnliche Fructane).
  • Aminosäuren: z.B. viel Asparaginsäure, ferner Tyrosin, Arginin und ein Methylsulfoniumderivat des Methionins.