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Pflanzenprofil von Spitzwegerich

Geselle der Wanderer

Spitzwegerich wächst häufig auf Wiesen und Wegrändern und war eine Medizin für Wanderer und Leute, die unterwegs sind. Die Blätter wurden zerkaut und direkt auf die Wunde gelegt. Man nutzte ihn auch als Nahrungs- und Stärkungsmittel.

Aussehen und Herkunft

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine mehrjährige Rosettenpflanze mit lanzettlichen, parallelnervigen Blättern aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Alle Blätter stehen in einer grundständigen Rosette, die Blütenstängel sind unverzweigt und blattlos. Zahlreiche, unscheinbare Blüten bilden eine walzige Ähre. Zur Blütezeit entwickeln sich lang gestielte gelbliche Staubbeutel. Die Ähre ist zunächst grün und wird mit dem Abblühen braun.

Auch andere Vertreter der Gattung Plantago werden als Heilpflanzen genutzt: Breit-Wegerich (P. major, weniger Wirkstoff!) und Mittlerer Wegerich (P. media) oder das Sand-Flohkraut (P. indica) aus der Mittelmeerregion.

Der Spitzwegerich war ursprünglich in Europa, Zentral- und Nordasien heimisch, ist aber jetzt in vielen Teilen der Erde eingebürgert (Amerika, Brasilien, Chile, Feuerland, Neuseeland, Australien, Ceylon, Nordafrika).

Verwendet werden Blätter (Plantaginis lanceolatae folium) oder alle oberirdischen Teile (Plantaginis lanceolatae herba), beim Flohkraut die Samen („Flohsamen“). Spitzwegerich wird in Holland und Osteuropa gewerbsmäßig angebaut.

Gewinnung

Von Sommer bis Herbst werden die oberirdischen Pflanzenteile gesammelt und getrocknet.

Die enthaltenen Wirkstoffe variieren stark, je nach Alter der Pflanze.

Es ist von Vorteil, die Pflanzen schnell, aber nicht bei erhöhter Temperatur zu trocknen.

Die getrockneten Pflanzenteile sollten nicht feucht gelagert werden. Das Material verdirbt leicht und die Wirkstoffe werden unwirksam. Erkennbar ist dies an einer dunkelbraunen Verfärbung.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen