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Pflanzenprofil von Tausendgüldenkraut

Tausendgüldenkraut - Tausend Gulden wert…

Die Bitterkeit ist gewöhnungsbedürftig, als Magenbitter ist das Kraut sein Geld wert – darauf spielt auch der deutsche und lateinische Name an (centum = hundert, aurum = Gold). Man verwendet Tausendgüldenkraut in geringer Dosis als Bitterstoff in Nahrungsmitteln, wie auch in alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken.

Aussehen und Herkunft

Im ersten Jahr bildet das zweijährige Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) aus der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) meist nur eine kleine Rosette im Durchmesser von 2 bis 10 cm. Erst im folgenden Jahr wächst der aufrechte, etwa 50 cm hohe verzweigte und kantige Blütenstängel mit kleinen rosaroten Blüten. Auch am Stängel stehen kreuz-gegenständige Blätter, die aber kleiner sind als die grundständigen.

Die Blütenglocken aus 5 verwachsenen Blütenblättern bilden eine mehr oder weniger dichte Trugdolde. Die winzigen und zahlreichen Samen des Tausendgüldenkrauts reifen in spindelförmigen Kapseln heran, die von den verwachsenen Kelchblättern geschützt sind. Centaurium repräsentiert einen Artkomplex, der aus mindestens 12 Unterarten besteht.

Tausendgüldenkraut ist in Europa und im Mittelmeergebiet verbreitet, allerdings ist die Art sehr wärmeliebend. Sie bevorzugt sonnige, halbtrockene bis frische Wiesen und auch Waldlichtungen. In Deutschland ist das Tausendgüldenkraut und auch alle anderen Centaurium -Arten streng geschützt. Die Handelsware stammt daher aus dem Ausland, vorwiegend aus Osteuropa (Ungarn, Rumänien, Jugoslawien) und Nordafrika. Verwendet werden die getrockneten, oberirdischen Teile der blühenden Pflanze (Centaurii herba).

Anwendung bei Tieren

Im Heu verfüttert soll Tausendgüldenkraut auch den Appetit von Tieren wie Pferd, Rind und Huhn anregen.

Gewinnung

Tausendgüldenkraut steht unter Schutz und darf in Deutschland nicht gesammelt werden.

Die Bitterstoffe sind in den Blüten enthalten. Gesammelt wird das blühende Kraut im Juli bis September. Ein hoher Stängelanteil ist qualitätsmindernd.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen