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Thymian

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Würzen und heilen mit Thymian

Sowohl Thymianöl als auch der Inhaltsstoff Thymol wirken antibiotisch und antiviral. Thymian eignet sich daher zur Behandlung von Bronchitis, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute sowie kleineren Wunden.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Die Blätter und Blüten des Thymians (Thymus vulgaris) sind reich an ätherischen Ölen und werden in der Pflanzenheilkunde gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt. Die Wirkstoffe haben antivirale und antibakterielle Eigenschaften und wirken darüber hinaus schmerzlindernd. Daneben sind eine krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften des Thymians belegt. Bei Beschwerden der Mund-/ Rachenschleimhäute ist Thymian ebenso empfehlenswert, wie bei Katarrhen der oberen Luftwege, Bronchitis oder Keuchhusten. Weitere traditionelle Anwendungsgebiete des Thymians sind unter anderem rheumatische Beschwerden und Verdauungsprobleme. Unterschiedliche Produkte wie Öle, Extrakte, Tabletten, Kapseln, Hustensäfte oder Salben werden zur Anwendung angeboten.

Wogegen hilft Thymian?

Die Anwendung von Thymian wird vorwiegend durch Laborversuche und Anwendungsbeobachtungen der traditionellen Medizin gestützt.

Anwendungen, die auf der antiseptischen, entzündungshemmenden, krampflösenden und sekretionsfördernden Wirkung beruhen, wurden wegen mangelhafter Datenlage in den Neunziger Jahren von der Kommission E nicht in den Anwendungskatalog aufgenommen.

Klinische Untersuchungen für die Wirkung von Thymol gibt es zu wenig. Laborversuche zeigen aber, dass Thymol zu den am stärksten antibakteriell und antiviral wirkenden Einzelkomponenten etherischer Öle zählt. Thymian wirkt nach ärztlichen Erfahrungen auch schmerzlindernd.

Die Kommission E erkennt die lange Erfahrungstradition an und befürwortet die Anwendung bei Katarrhen der oberen Luftwege, Bronchitis und Keuchhusten.

Heilwirkung von Thymian

Sowohl Thymianöl als auch der Inhaltsstoff Thymol wirken im Laborversuch antibiotisch. Thymol zählt zu den am stärksten antibakteriell und antiviral wirkenden Einzelkomponenten etherischer Öle. Unter bestimmten Versuchbedingungen wird auch das Pilzwachstum gebremst und die Produktion von Pilzgiftstoffen gehemmt. Thymian eignet sich daher zur Behandlung von Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute, Mundgeruch sowie kleineren Wunden.

Thymol wirkt nach Laborversuchen, Erfahrungsberichten und klinischen Studien schmerzlindernd. Auch die entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften von Thymol tragen vermutlich zu einer Schmerzlinderung bei. Diese Wirksamkeit sollte künftig noch umfangreicher belegt werden.

Den Polymethoxyflavonen und Monoterpenen aus dem Thymian werden außerdem eine krampflösende und hustenreizstillende Wirkung zugesprochen. Er fördert außerdem den Auswurf von Schleim. Die traditionelle Medizin setzt Thymian gegen Husten, Erkältung, Bronchitis und Entzündungen der oberen Atemwege ein.

Thymian reduziert auch die Symptome bei Magen/Darmbeschwerden. Die traditionelle Volksmedizin überliefert eine speichel- und magensaftanregende Wirkung und empfiehlt Thymian bei Appetitlosigkeit sowie Verdauungsbeschwerden.

Für die äußerliche Anwendung wird Thymian häufig mit anderen Kräuterprodukten wie Salbeiextrakt gemischt. Als Badezusatz bei Bronchialkatarrh und Hautjucken verwendet man das ätherische Öl.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Katarrhe der oberen Luftwege
  • Bronchitis, Keuchhusten

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Appetitlosigkeit, Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion
  • Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhäuten
  • Krämpfe (spasmolytisch, für Thymol belegt)
  • Mandelentzündung
  • Mundgeruch
  • Rheumatische Beschwerden (Bad)
  • Verdauungsbeschwerden, dyspeptische Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen (nicht belegt)

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • Wundbehandlung: Antiseptikum (Mittel zur Hemmung von Bakterienwachstum, Vorbeugung von Infektionen)

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Thymianprodukte sind als Tee, Öl sowie Flüssig- und Trockenextrakte im Handel. Es gibt außerdem zahlreiche Kombinationspräparate, die Thymian enthalten (lösliche Hustentees, Dragees, Hustentropfen, Hustensäfte, Gurgellösungen und antiseptische Salben).

Dosierung

Innerliche Anwendung

Tee: 1–2 g Droge pro Tasse

  • mehrmals täglich trinken zur Förderung des Auswurfs
  • vor und bei Mahlzeiten zur Förderung der Verdauung

Tinktur (1:10 in 70%igem Alkohol): 40 Tropfen drei Mal täglich einnehmen

Äußerliche Anwendung

für Umschläge oder zum Gurgeln verwendet man einen 5%igen Aufguss

Wirkstoffe

Der Gehalt an etherischem Öl kann sehr stark variieren.

Öl von guter Qualität besitzt einen hohen Thymol- (30–50%) und Carvacrolgehalt (1–5%).

In kleineren Mengen sind enthalten:

  • weitere Monoterpene: Linalool, p-Cymen, Cineol, Thujan-4-ol und α-Pinen
  • Lamiaceengerbstoffe (= Labitatengerbstoffe, bis zu 7%)
  • Flavone: Polymethoxyflavone
  • Triterpene
  • Polysaccharide