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Pflanzenprofil und Eigenschaften der Traubensilberkerze

Alte Heilpflanze der Indianer Nordamerikas

Die Heilpflanze wird sowohl wegen der schmucken Blüte als auch ihrer pharmakologischen Eigenschaften angepflanzt. Schon die Indianer setzten die Traubensilberkerze bei Frauenleiden ein. Das Wissen ging zwar vorübergehend verloren, wurde jedoch vor etwa 50 Jahren wieder entdeckt; die Pflanze wird seitdem in zahlreichen Medikamenten verarbeitet (hierbei sollten jedoch auch die Nebenwirkungen von Cimicifuga racemosa beachtet werden).

Aussehen und Herkunft

Illustration von Cimicifuga racemosa aus: American medicinal plants by Charles Frederick Millspaugh

Pflanzenprofil

Die mehrjährige Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa (L.) NUTT.) aus der Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse) wird bis zu zwei Meter hoch und trägt große, doppelt bis dreifach gefiederte Blätter. Die kleinen silbrig-weißen Blüten der Traubensilberkerze stehen, wie der Name bereits andeutet, in langen Trauben. Sie hat die Eigenschaften zunächst kerzengerade, im weiteren Vegetationsverlauf auch bogig überhängend zu wachsen.

Was Botaniker unter einer Traube verstehen

Der Begriff „Traube“ ist übrigens ein Fachbegriff aus der Botanik und bezeichnet einen Blütenstandstyp. Traube heißt, dass die Blüten einzeln gestielt sind und seitlich an einer Sprossachse stehen. Die bekannte „Weintraube“ ist dagegen keine Traube im botanischen Sinn, sondern stellt den Blütenstandstyp der „Rispe“ dar.

Wo kommt die Pflanze ursprünglich her?

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Traubensilberkerze ist Kanada und die nordöstliche USA. Dort wächst die Pflanze bevorzugt in schattigen Höhenlagen von 0 bis 1.500 Metern Höhe. Der Boden ist feucht, durchlässig und kühl und es herrscht eine leichte Luftfeuchtigkeit. Seit sie im 19. Jahrhundert nach Europa gebracht wurde, ist sie vor allem als Zierpflanze in Gärten beliebt. Auch hier wächst sie am liebsten in schattigen oder halbschattigen Bereichen und kann so als attraktive Staude den Schatten-Garten aufwerten.

Was bedeutet der Name Cimicifuga racemosa?

Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen cimex (Wanze), fuga (Flucht) und racemus (Traube) ab. Er weist auf eine besondere Eigenschaft der Pflanze hin: der Geruch der Blüten, Blätter und auch Wurzeln der Pflanze soll Wanzen vertreiben. Neben der Bezeichnung „Wanzenflucht“ sind auch noch die Namen Frauenwurzel, Amerikanisches Christophskraut und Wilde Schlangenwurzel geläufig.

Weitere Arten

Ebenfalls medizinisch eingesetzt werden C. dahurica, C. heracleifolia, C. foetida aus Asien. Sie gelten traditionell als leberschützend, cholesterinsenkend, beruhigend, krampflösend und blutdrucksenkend. Studien fehlen jedoch.

Gewinnung

Verwendet werden die unterirdischen Teile: der getrocknete Wurzelstock samt Wurzeln (Cimicifugae racemosae rhizoma). Der Wurzelstock wird nach der Fruchtreife ausgegraben, zerkleinert und getrocknet. Meist wird an Wildstandorten gesammelt.

Daraus extrahiert man die Inhaltsstoffe mit 40-60 % Alkohol oder Isopropylalkohol.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen