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Vitamin B2

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Vitamin-B2-Mangel?

Vitamin B2 kann bei Entzündungen der Mundschleimhaut und Zunge, schuppigem Ausschlag oder Blutarmut helfen. Lesen Sie hier mehr zu Vitamin B2 und der Wirkung.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Einen geringen Teil verschiedener Vitamine kann der Körper selbst synthetisieren, einige auch nicht. Den Bedarf kann er bei Weitem jedoch nicht decken, weshalb es wichtig ist, diesen Mangel über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen. Aus einem stetigen Vitaminmangel können verschiedene Erkrankungen und Beschwerden entstehen. Ein Vitamin B2-Mangel kann zu Störungen der Haut, Schleimhaut und Blutbildung führen. Außerdem wirkt er sich negativ auf den Energiehaushalt des Körpers aus, da die Eisenaufnahme aus der Nahrung beeinträchtigt wird. Vitamin B2 oder auch Riboflavin genannt, kann unter anderem bei folgenden durch Vitamin-Mangel verursachten Beschwerden empfohlen werden: Entzündungen der Mundschleimhaut oder Zunge, schuppigem Ausschlag im Gesicht oder Blutarmut. Laut Ärzteerfahrung hilft Vitamin B2 auch bei brüchigen Fingernägeln oder Muskelkrämpfen. Wird nicht ausreichend Vitamin B2 mit der Nahrung, beispielsweise Vollkornprodukte, Fleisch oder Milchprodukte aufgenommen, so können Vitaminpräparate ein Defizit aufheben.

Wobei hilft Vitamin B2?

Vitamin B2 (Riboflavin)-Mangel tritt selten alleine, in der Regel in Kombination mit Mangelerscheinungen an anderen Vitaminen aus der B-Gruppe vor. Das führt zu Störungen der (Schleim-)Haut und der Blutbildung. Auch die Eisenaufnahme aus der Nahrung ist beeinträchtigt. Da es an der Energiegewinnung des Körpers beteiligt ist, raubt B2-Mangel Kraft und Elan. Erwähnenswert ist auch die Schutzfunktion von Riboflavin gegenüber oxidativen Schäden.

Ein Vitamin B2 Mangel in Europa ist selten, da es in Cerealien und Milchprodukten vorkommt. Bei veganer/vegetarischer und reisbasierter Nahrung findet man allerdings häufig sehr niedrige Werte. Betroffen sind meist alte Menschen, Kinder oder Schwangere. Auch bei Störungen der Nährstoffaufnahme, wie bei Alkoholikern und Personen mit schweren Darmkrankheiten, wird zu wenig Vitamin B2 aufgenommen. Daneben beeinträchtigen Medikamente den Stoffwechsel von Vitamin B2 (Antidepressiva aus der Gruppe der Phenothiazine und tricyclische Antidepressiva). Gelegentlich verwendet man Vitamin B2 auch in der Migräneprophylaxe.

Lebensmittel mit sehr hohen Riboflavinwerten sind: Vollkornprodukte, Fleisch insbesondere Leber, Milchprodukte, fetter Fisch (Makrele, Aal), dunkelgrünes Gemüse sowie Eier. Daneben ist Vitamin B2 in pharmazeutischen Präparaten enthalten, sinnvoller Weise in Kombination mit anderen Vitaminen der B-Gruppe.

Wozu benötigt der Körper Vitamin B2?

Riboflavin ist an einer Reihe von Reaktionen beteiligt, die für den Abbau von Fettsäuren und Purinen verantwortlich sind. Dabei sind sie oftmals an der Energiegewinnung aus den Nährstoffen in der Atmungskette beteiligt.

Mangelerscheinungen
Ein Mangel an Vitamin B äußert sich durch Hautveränderungen (wie Rötungen oder Schuppen in den Augenwinkeln), brüchigen und stumpfen Fingernägeln, Eintrübungen der Augenlinse (Katarakt, Keratitis), urogenitale Störungen, neuroregulatorische Störungen und Veränderungen des Nervensystems.

Medizinische Anwendungsgebiete

Anerkannte Anwendungsgebiete, die durch Studien belegt sind

Maßgebliche Bewertungskommissionen: Kommission E, ESCOP, HMPC, WHO.

  • Vitamin B2-Mangel

Traditionelle Anwendungsgebiete in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin

  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • wunde Mundwinkel
  • schmerzhafte Rötung und Schwellung der Lippen
  • spaltförmige Einrisse der Haut (Rhagden)
  • Entzündung der Zunge (Glossitis)
  • schuppiger Ausschlag im Gesicht (seborrhoisches Ekzem)
  • Juckreiz auf der Schleimhaut der Geschlechtsorgane (Genitalpruritus)

Bildergalerie zu den genannten Erkrankungen

Anwendungsgebiete mit nicht gesicherter Wirksamkeit

  • brüchige Fingernägel
  • Empfindungsstörungen in Händen und Füßen
  • Muskel- und Wadenkrämpfe
  • Augenkrankheiten: Trübung der Augenlinse (grauer Star), Hornhautentzündung des Auges (Keratitis), Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Vitamine müssen in ausreichender Menge eingenommen werden, damit sie intrazellulär in ausreichend hohen Konzentrationen vorliegen. Durch Experimente wurde für die meisten Vitamine eine minimale Tagesdosis ermittelt, die gerade genügt, um das Auftreten von Mangelerscheinungen zu verhindern. Um eine optimale Versorgung des Menschen zu erreichen, die je nach Alter, körperlicher Verfassung, körperlicher Anstrengung, Schwangerschaft etc schwankt, wurden ebenfalls Erfahrungswerte erarbeitet.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 1,7 mg bei Männern und 1,5 mg bei Frauen. Die die Tagesdosis jedoch im engen Zusammenhang mit der Engergieaufnahme steht gilt als Grundwert: pro aufgenommenen 1000 kcal. sollten 0,6 mg Riboflavin zugeführt werden. Der Bedarf an Riboflavin steigt bei der Zufuhr von bestimmten Medikamenten.
Während Schwangerschaft, Stillzeit und bei fiebrigen Erkrankungen ist ein erhöhter Bedarf vorhanden (> 3 mg/Tag) zu empfehlen, unterhalb von 0,6 mg Riboflavin /Tag treten Mangelerkrankungen auf.
Berücksichtigt werden sollte bei der Lagerung, dass Vitamin B2 zwar ein hitzestabiles Vitamin, jedoch ein licht- und sauerstoffempfindliches Vitamin ist.