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Nebenwirkungen von Vitamin C

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Normalerweise sind hohe Dosen (mehrere Gramm pro Tag) an Vitamin C nicht schädlich. Aber je mehr man davon schluckt, umso weniger nimmt der Darm auf. Bei 200 mg findet noch fast die gesamte Menge den Weg in das Blut, bei 1 g Vitamin C sind es gerade noch 65-75 %, bei 3 g rechnet man mit 40 %. So bleibt der Stoff im Darm und bindet dort Wasser, was abführend wirkt. Die Bakterien setzen es zu Gas (C02) und organischen Säuren um. Das löst mitunter Bauchbeschwerden aus.

Wer eine Hochdosis Therapie absetzen will, soll die Mengen langsam reduzieren, da der Körper einige Zeit braucht, um die Aufnahmekapazität wieder zu erhöhen.

Gegenanzeigen

Bei hohen Vitamin C Dosen steigen die Oxalatwerte im Urin. Zusammen mit Kalzium und diversen anderen Stoffen bilden sich in der Niere und Blase unlösliche Steine. Personen mit der Neigung zu Nieren- und Blasensteinen sollten keine höheren Dosen (über 1 g/Tag) einnehmen. Neben dem Risiko ist bisher kein Nutzen von hochdosiertem Vitamin C nachgewiesen.

Personen mit einem genetischen Defekt des Enzyms Glucose-6-phosphate Dehydrogenase (G6PD) sollten keine hochdosierten Vitamin C Infusionen bekommen. Dies kann zum Platzen der roten Blutzellen führen (Hämolyse).

Es gibt den Verdacht, dass höhere Vitamin C-Mengen (ab 300 mg/Tag) bei Frauen nach den Wechseljahren mit Diabetes und Gefäßschäden eher zu einer Progression der Arteriosklerose führen könnte. Das Vitamin schützt zwar vor der oxidativen Veränderungen am Cholesterin, jedoch werden bereits vorhandene Schäden verstärkt. Bei bereits bestehender schwerer Arteriosklerose erscheint eine künstliche Einnahme über das natürliche Maß hinaus als wenig sinnvoll.

Wechselwirkungen

Vitamin C erhöht die Absorption von Eisen. Menschen mit einer Eisenspeicherkrankheit sollten das künstliche Vitamin meiden, um nicht noch mehr Eisen anzusammeln. Auf der anderen Seite verändert Eisen die Eigenschaft von Vitamin C von einer antioxidativen zu einer pro-oxidativen. Das ist bei Eisenüberschuss relevant, da dann ungebundenes Eisen vorliegt. Im Normalfall ist Eisen durch Bindung an Proteine vor dieser Reaktion geschützt.

Es wird diskutiert, ob überhöhte Vitamin C-Mengen Eisen aus den Verbindungen löst und auf diese Weise Schaden anrichtet. Um die prooxidative Kapazität des Stoffs zu umgehen, sollte nur moderate Werte eingenommen werden (unter 200-300 mg).

Aus dem gleichen Grund sollte man keine Eisen- oder Kupferpräparate mit Vitamin C einnehmen.

Unter Laborbedingungen kann Vitamin C das Vitamin B12 zerstören. Ob das in der Praxis von Bedeutung ist, wurde nicht hinreichend geklärt. Zur Sicherheit sollten Menschen mit Vitamin B12 Mangel diese beiden Vitamine nur mit zeitlichem Abstand einnehmen.

Hohe Vitamin C Mengen (über 1 g/Tag) könnten die Ausscheidung verschiedener Medikamente führen, da sie im sauren Harn der Blase Kristalle bilden (z.B. die Antibiotika p-Aminosalicylsäure und Sulphonamide).

Auch einige Tage vor einer Blutentnahme sollten hohe Vitamin C-Mengen vermieden werden, da sie die Ergebnisse von Bluttests verfälschen könnten.