Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Botanischer Steckbrief von Weißdorn

Ein Rosengewächs mit unangenehmem Geruch

Der Weißdorn (Crataegus monogyna und Crataegus laevigata) wird der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zugeordnet und kommt in Mitteleuropa verbreitet vor. Er wächst typischerweise als Busch oder kleiner Baum mit dornigen Ästen. Deswegen wurde der Strauch früher gerne zur Abgrenzung als Hecke gepflanzt. Zur Blütezeit bilden sich tausende kleiner weißer Blüten, deren seltsam unangenehmer Geruch zahlreiche Insekten anlockt. Im Mittelalter brachte man, vermutlich wegen dieses Geruchs, den Weißdorn mit Unglück, Pest und Tod in Verbindung. Die reifen Früchte sind meist rot und enthalten bis zu fünf Kerne.

Aussehen und Herkunft

Der Zweigrifflige Weißdorn (C. laevigata = C. oxyacantha) kommt aus Europa, den Eingriffligen Weißdorn (C. monogyna) findet man in Europa und Asien.

Medizinisch verwendet werden insbesondere der Eingriffelige und Zweigriffelige Weißdorn. Viele Weißdornarten kreuzen sich sehr leicht, was die genaue Bestimmung erschwert. Für die Verarbeitung verwendet man alle Arten der Gattung Crataegus.

Sowohl die getrockneten Blätter als auch die Blüten sind für die medizinische Anwendung gebräuchlich (Crataegi folium cum flore). Die Bestandteile können gemischt oder getrennt verwendet werden.

Gewinnung

In der modernen Phytotherapie werden definierte und standardisierte Spezialextrakte eingesetzt. Die Pflanzenteile werden wässrig oder wässrig-alkoholisch extrahiert. Um eine verlässliche Wirkung zu garantieren, wird der Extrakt für die Anwendung auf einen definierten Gehalt von oligomeren Procyanidinen eingestellt.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen