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Pflanzenprofil von Wermut

Der sprichwörtliche Wermutstropfen

Der sprichwörtliche Wermutstropfen ist auf den bitteren Geschmack des Wermuts zurückzuführen. Absinth war früher ein beliebtes alkoholisches Getränk, das mit Wermut zubereitet wurde. Die französiche Kunstszene um Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Edouard Manet und Henri de Toulouse-Lautrec wird noch heute mit Absinthgenuss in Verbindung gebracht. Doch insbesondere wegen des in Wermut enthaltenen Nervengifts Thujon wurde Absinth eine schädigende Wirkung auf Körper und Psyche zugeschrieben. Vermutlich waren aber noch andere giftige Inhaltsstoffe im Spiel wie Methanol, Kupfersulfat, Antimonchlorid und Indigo.

Aussehen und Herkunft

Wermut (Artemisia absinthium L., Familie der Korbblütler) ist eine kräftige, mehrjährige Pflanze, die eine etwa 1 m hohe Staude bildet und würzig duftet. Sie trägt silbrige, mehrfach gefiederte Blätter. Spross und Blätter sind weiß behaart und haben mit dem bloßen Auge als „Pünktchen“ erkennbare Ölbehälter. Die zahlreichen kleinen, kugeligen, gelben Blütenköpfchen bilden eine Rispe.

Das getrocknete Kraut (Absinthii herba) wird als Heilmittel eingesetzt.

Ursprünglich wuchs die Pflanze in ganz Europa bis Westasien, wurde jedoch später in anderen Gegenden eingebürgert (Nordamerika). Der gehandelte Wermut stammt vorwiegend aus Osteuropa.

Artemisia-Arten

Die traditionelle Medizin kennt mehrere Artemisia-Arten (siehe A. afra, A. vulgaris und A. annua). Die europäische A. abrotanum (Eberraute) verwendete man früher häufig als bitteres Tonikum; Diese Wermut-Art wurde auch zur Behandlung von Menstruationsproblemen und als Entwurmunsgmittel für Kinder verwendet.

Gewinnung

Verwendet werden getrocknete, zur Blütezeit gesammelte obere Sprossteile und Laubblätter oder die getrockneten unteren Laubblätter bzw. eine Mischung dieser Teile.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen