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Pflanzenprofil von Wildem Stiefmütterchen

Schön für's Auge und gut für die Gesundheit

Die Pflanze mit dem zarten Kraut blüht meist schon im ersten Jahr. Die Samen reifen in den dreiklappigen Kapselfrüchten, die beim Trocknen und Öffnen die Samen in alle Richtungen springen lassen. Sie tragen darüber hinaus ein kleines, nahrhaftes Anhängsel, das Ameisen magisch anzieht. Sie fressen es und nehmen dabei die Samen mit. So verbreitet sich die Saat in einem weiten Umkreis. Hat sich eine Pflanze angesiedelt, wird sich auch eine ganze Population etablieren.

Aussehen und Herkunft

Viola tricolor heißt der lateinische Name für das Wilde Stiefmütterchen (= Feldstiefmütterchen). Übersetzt bedeutet das „dreifarbiges Veilchen“. Gemeint sind die auffallenden Farben der attraktiven Blüte Violett, Weiß und Gelb. Die obersten beiden Blütenblätter sind meist violett gefärbt, die andern Blätter zeigen eine erstaunliche Variabilität. Nur eines ist konstant: In der Mitte der Blüte liegt das kräftig gelbe Saftmal als Lockpunkt für die Insekten. Daneben markieren sehr feine dunkle Streifen das Landefeld.

Kreuzungsfreudig und vielgestaltig

Diverse Viola-Arten lassen sich untereinander kreuzen. Das nutzen Blumenzüchter auf der ganzen Welt. Das Wilde Stiefmütterchen dürfte auch bei der Züchtung des Gartenstiefmütterchens (V. wittrockiana) miteingeflossen sein, das heute in zahlreichen Farben und Formen die Blumenliebhaber fasziniert. Für pharmazeutische Präparate wird aber nur das getrocknete Kraut des Wilden Stiefmütterchens verwendet. Die Pflanze ist im gemäßigten Eurasien beheimatet, importiert wird sie häufig aus Holland und Frankreich.

Gezüchtete Formen

Die gezüchteten Formen des Gartenstiefmütterchens aus den Gärtnereien sollten nicht medizinisch verwendet werden, da ihre Inhaltsstoffe nicht notwendigerweise mit denen des Wilden Stiefmütterchens übereinstimmen.

Gewinnung

Das Stiefmütterchen ist eine sehr anspruchslose Pflanze, was Boden und Klima betrifft. Optimal ist eine Humusmischung mit Sand oder Lehm. Die Samen brauchen zur Keimung Licht, sie dürfen daher nicht zu tief gesät werden. Die blühende Pflanze kann unter optimalen Bedingungen zwei bis drei Mal geerntet werden.

Das Kraut wird in luftigem Schatten getrocknet. Erhöhte Temperatur beschleunigt den Vorgang.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen