Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Allergien – Alarmstufe Rot im Immunsystem

© ABDA/Dietmar Gust

Allergietypen und Therapiemöglichkeiten

Nach Schätzung des Ärzteverbands Deutscher Allergologen leidet jeder dritte Deutsche unter allergischen Beschwerden. Welche ganzheitlichen Therapien es gibt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Was sind Allergien?

Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert. Häufig sind Allergene Proteine, oft Enzyme. Juckende Augen, triefende Nase, asthmaartiger Husten, Hautausschläge sind typische Anzeichen für allergische Reaktionen. Diese Programmfehler im Immunsystem können verschiedene Ursachen haben. Neben den Genen spielen Alltag und unsere Lebensweise eine entschei­dende Rolle: Fehlernährung, Bewegungsarmut, einseitige und übermäßige Belas­tungen in Beruf und Freizeit sowie psychische Belastungen schwächen unsere Abwehrkräfte. Auch die Form der Über­reaktion des Immunsystems ist nicht bei allen Allergien gleich. Manche Reaktionen erfolgen unmittelbar nach dem Kontakt mit einem bestimmten Allergen, andere mit zeitlicher Verzögerung von bis zu bis zu 72 Stunden. Die Symptome einer Allergie können mild bis schwerwiegend und in einigen Fällen sogar akut lebensbedrohlich sein. Expositionsbedingt kann es sein, dass die Symptome nur saisonal auftreten, etwa zurzeit des entsprechenden Pollenflugs, oder dass die Symptome ganzjährig auftreten, wie z.B. bei Allergie gegen Hausstaubmilben. Allergiker können an einer Krankheitsform leiden, aber auch an Mischformen. Während allergische Symptome an den Schleimhäuten typischerweise eher akut auftreten, können Symptome wie Asthma bronchiale und atopische Dermatitis einen chronischen Verlauf nehmen.

Allergic March oder Etagenwechsel

Unter dem Allergic March oder dem Etagenwechsel wird ein typischer Symptomwechsel im Laufe des Lebens verstanden. Ein Beispiel: Säuglinge mit Nahrungsmittelallergie (typische Symptome: Erbrechen, Durchfälle, atopische Dermatitis) „wachsen“ in den meisten Fällen bis zum 5. Lebensjahr aus dieser Allergieform „heraus“ und reagieren danach nicht mehr allergisch auf Nahrungsmittel. Es besteht dann die Gefahr, dass neue Sensibilisierungen gegen z. B. Pollenallergene entstehen und vielleicht eine Asthmaerkrankung beginnt.

Unterschiedliche Allergietypen

Mediziner unterscheiden vier Allergietypen, die sich durch unterschiedliche Reaktionen mani­festieren und bei denen jeweils unterschiedliche Zellen, Botenstoffe oder Antikörper der Immunabwehr beteiligt sind:

- Typ I: Sofortreaktion (IgE)

- Typ II: Zytotoxische Reaktion (Zellen mit Antigenen)

- Typ III: Immunkomplexreaktion (Immunkomplexe)

- Typ IV: Allergische Spätreaktion (T-Zellen)

Typ I: der Soforttyp

Ungefähr 90 Prozent aller Allergien entsprechen dem Soforttyp. Bei der allergischen Sofortreaktion treten die Symptome unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auf. Die allergische Reaktion beruht dabei vor allem auf einer gesteigerten Produktion des Antikörpers IgE. Besonders heftige Reaktionen sind bei Menschen zu erwarten, die genetisch dafür veranlagt sind, bei Kontakt mit einem Allergen vermehrt IgE zu produzieren (Atopiker). Typische Reaktionen des Sofortyps sind Heuschnupfen, allergisches Asthma, Insekten­giftallergie, Nahrungsmittelallergie und – im schlimmsten Fall – der anaphylaktische Schock.

Schaltstellen für die allergische Reaktion sind die Mastzellen. Diese speziellen weißen Blutkör­perchen gehören zu den Abwehrzellen, die im Knochenmark aus Stammzellen gebildet werden. Mit Ausnahme des Gehirns, befinden sich Mastzellen im lockeren Binde­gewebe aller Organe, auch im Bereich der Haut und der Blutgefäße. In Ihnen befinden sich kleine Bläschen, die mit Botenstoffen (so genannten Mediatoren) gefüllt sind, vor allem mit Histamin. Bei Kontakt mit einem Allergen produzieren bestimmte Abwehrzellen (B-Zellen) IgE-Antikörper, die sich auf den Mastzellen festheften. Diese Antikörper können, jeweils zu zweit, ein Allergenmolekül einfangen und neutralisieren. Dieser Vorgang beschreibt den Ablauf einer Antigen-Antikörper-Reaktion. Beim ersten Kontakt mit dem Allergen, der Sensibilisierung, werden nur wenige der auf der Mastzelle angehefteten IgE-Antikörper zur Neutralisation belegt.

Beim nächsten Kontakt mit dem gleichen Antigen kommt es dann zur eigentlichen allergischen Reaktion. Die vielen an den Mastzellen anhaftenden IgE-Antikörper (bis 50.000 auf einer einzigen Mastzelle) fangen die Moleküle des Allergens ein. Durch die heftige Reaktion platzt die Mastzelle auf und übermäßig viel Histamin wird freigesetzt.

Histamin und andere Entzündungsstoffe führen dazu, dass die Blutgefäße sich stark weiten. Innerhalb von Sekunden bis Minuten tritt Flüssigkeit aus und es kommt zur Bildung der typischen Ödeme und Blasen. Der Blutdruck sinkt. Die Betroffenen leiden unter Juckreiz und Atemnot. Häufig sind diese Reaktionen örtlich begrenzt. Beispiele dafür sind der Heuschnupfen und die Nesselsucht. Weitet sich die allergische Reaktion auf den ganzen Organismus aus, wie das bei einem anaphylaktischen Schock der Fall ist, kann es lebensgefährlich werden: Der Blutdruck fällt ab und kann bis zur Bewusstlosigkeit des Betroffenen

Typ II: Zytotoxischer Typ

Bei der zweiten Form der allergischen Reaktion werden die Zellen selbst geschädigt. Deshalb heißt sie auch zytotoxische Reaktion (zyto = Zelle, toxisch = giftig). Dabei lagern sich körperfremde Antigene direkt an eine körpereigene Zelle an. Als Folge verbinden sich Abwehr­stoffe des Immunsystems (IgG- und IgM-Antikörper – beide Antikörpergruppen werden bei einer normalen Immunreaktion gegen Krankheitserreger gebildet.) mit dem Fremdstoff, der auf der Körperzelle sitzt, und aktivieren dadurch das sogenannte Komplementsystem. Es ist ein Teil der unspezifischen Immunabwehr und besteht aus verschiedenen Plasmaproteinen, die körperfremdes Eiweiß angreifen, Zellwände auflösen und Fresszellen herbeilocken können. Bei dieser Abwehrreaktion werden "irrtümlich" eigene Zellen (zum Beispiel rote Blutkörperchen) zerstört, die mit körperfremden Antigenen markiert wurden.

Ein Beispiel für eine Typ II-Reaktion ist die Zerstörung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) nach einer Bluttransfusion mit einer falschen Blutgruppe. Typ II-Reaktionen liegen auch einigen Autoimmunerkrankungen sowie der Abstoßung von Organtransplantaten zugrunde.

Typ III: Immunkomplextyp

Diese Form der Allergie gehört wie die Typ II-Reaktion zu den antikörpervermittelten allergischen Reaktionen, bei denen IgG- und IgM-Antikörper beteiligt sind. Charakteristisch für die Typ III-Reaktion ist die Bildung von Immunkomplexen. Immunkomplexe sind Verbindungen aus frei löslichen Antigenen, die sich also nicht fest auf einer Zelloberfläche befinden, sowie aus Antikörpern. Solche Immunkomplexe werden normalerweise durch die Zellen der Immunabwehr beseitigt. Ist dies nicht der Fall, entstehen durch die Ablagerung der Komplexe Krankheiten, die zu Typ III gezählt werden. Es können drei große Gruppen innerhalb der Reaktionen unterschieden werden: Chronische Infektionen, Immunkomplexerkrankungen als Komplikation bei Autoimmunerkrankungen und exogene allergische Alveolitis, eine Entzündung des Lungengewebes nach Einatmen von Allergenen.

Typ IV: Spättyp

Die Allergie vom Typ IV nimmt unter den allergischen Reaktionen eine Sonderstellung ein, da sie nicht durch Antikörper, sondern durch T-Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, vermittelt wird. Über die Aktivierung dieser T-Zellen werden weitere Abwehrzellen angelockt und aktiviert. Als Folge davon entstehen die für die Typ-IV-Reaktion charakteristischen Veränderungen, die meist die Haut betreffen. Das wohl bekannteste Beispiel für eine Allergie vom Typ-IV ist die Kontaktallergie der Haut, etwa auf Chrom- oder Nickelverbindungen. Ein weiterer Unterschied zu den anderen Reaktionstypen besteht darin, dass die Typ-IV-Reaktion verzögert abläuft, das heißt frühestens nach zwölf Stunden auftritt. Daher wird sie auch als Überempfindlichkeitsreaktion vom verzögerten Typ bezeichnet. Es können aber auch Tage vergehen, bis eine Reaktion sichtbar wird.

Therapiemöglichkeiten

Um bei einer Allergie die überschießende Reaktion des Immunsystems einzudämmen, arbeiten Ärzte mit verschiedenen Verfahren. Dabei stützen sie sich meist auf die drei Säulen der Allergietherapie: Auslöser meiden (Allergenkarenz), Beschwerden lindern (Medikamente und andere Verfahren) und Ursachen angehen (beispielsweise Immuntherapie).

Ursachen angehen

Epidemiologisch ist in den letzten Jahrzehnten eindeutig ein Anstieg der Häufigkeit von allergischen Erkrankungen zu verzeichnen. Eine befriedigende Erklärung für diese Zu­nahme gibt es bis heute nicht. Eindeutig belegt ist ein erhöhtes Allergie-Risiko für Kinder, bei denen entweder ein oder beide Elternteile Allergiker sind. Offensichtlich spielen aber mehrere genetische Faktoren zusammen, es gibt also nicht das eine „Allergie-Gen“, und es scheinen auch die unterschiedlichen Krankheitsformen (Asthma, Atopische Dermatitis, etc.) unter­schiedlich genetisch determiniert zu sein. Es gibt eine Vielzahl von Kandidatengenen, die möglicherweise oder wahrscheinlich an der Entstehung von allergischen Erkrankungen beteiligt sind. Zu anderen, „äußeren“ Ursachen gibt es viele Theorien. So finden sich auf der Liste der Verdächtigen die zunehmende Umweltverschmutzung und übertriebene Hygiene, aber auch Impfungen und andere medizinische Maßnahmen werden in Zusammenhang mit der steigenden Zahl an Allergikern genannt. Veränderungen in der natürlichen Flora könnten ebenfalls das Immunsystem beeinflussen und im Zusammenhang mit dem vermehrten Auftreten von Allergien stehen. Gleiches gild für eine gestörte Darmflora die durch Antibiotika und denaturierte Nahrungsmittel wie Zucker oder raffiniertes Mehl entstehen kann.

Dass Leberschäden und geschädigte Darmflora bei bestimmten Allergieformen wie beispiels­weise Psoriasis und Neurodermitis zum Tragen kommen, davon ist auch Dr. Mansmann überzeugt. Er erklärt, was zu ihrer Heilung beiträgt:

Was hilft bei Psoriasis?

Die Psoriasis oder sogenannte Schuppenflechte ist eine nichtansteckende Hautkrankheit mit Erbfaktor, die gekennzeichnet ist durch übermäßiges Wachstum von Hautzellen und den damit einhergehenden rötlichen Hautverfärbungen und Schuppungen. Bei der Psoriasis, wird ein Zellschaden in der Leber von einem Elternteil vererbt. die Gene vom andere Elternteil sind meist gesund “, erklärt Dr. Mansmann. „Erst wenn die gesunde Hälfte der Leber durch Entzündung oder eine zusätzliche Leberüberlastung geschädigt wird, bricht das Erscheinungsbild auf der Haut aus. Dabei kommen als leberbelastende Faktoren in Frage: Virusinfekte, Umweltgifte, Chemie in Kosmetika, ungesunde Ernährung oder Dauerstress und Ärger. Dabei schaffen die gesunden Leberzellen es nicht mehr, genügend Nährstoffe für die Haut zu bilden. Folge: Schuppenflechte. Die Haut trocknet aus, rötet sich und schuppt und schuppt.“ Auch die Psyche spielt bei dieser Erkrankung eine gewisse Rolle: Konsequente Gegenspieler sind sportliche Bewegung, regelmäßige Spaziergänge und Meditationsübungen zur Stärkung des seelischen Gleichgewichts. Am besten ist eine spezielle Ursachendiagnose, nach der die Therapie exakt den individuellen Krankheitsursachen angepasst werden kann. Nur wer an der richtigen Stelle behandelt, kann mit schnellen Erfolgen rechnen.

Neurodermitis: Was tun, wenn’s juckt?

Neurodermitis ist ein allergisches juckendes Hautekzem. Der medizinisch korrekte Name: lautet atopisches Ekzem. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes sind drei bis vier Millionen Menschen von Neurodermitis betroffen. Dr. Mansmann hat nach 26 Jahren Praxiserfahrung dazu seine eigene Theorie entwickelt: „Unbestritten gibt es eine gewisse erbliche Vorbelastung. Andererseits hat diese Krankheit etwas mit dem Abwehrsystem zu tun, das bei den Kleinkindern durch zu viele Impfungen massiv überlastet ist und allergisch überreagiert. Drittens hat sie mit der Darmflora zu tun. Viertens verursachen chemische Medikamente wie Antibiotika Leberschäden, die zu einem Austrocknen der Haut mit Juckreiz führen.“ Entsprechend komplex ist somit die Therapie. Beispiele:

Die Allergiebehandlung erfolgt mit z.B. Ameisensäure-Spritzen und Homöopathie nach individueller Zusammenstellung, die Darmflora-Therapie: z.B. mit Colibiogen Saft, die Leber­ent­giftung, z.B. mit Chorella-Algen, Mariendistel, Nux vomica D6