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Fastenzeit: Zeit zum Ballast abwerfen – für Körper und Seele

Bunter Heißluftballon muss Ballast abwerfen, damit er wieder steigen kann.

Fasten: Werfen Sie Ballast ab!

Immer mal wieder im Leben, oft in regelmäßigen Abständen, ist es wieder soweit und der angesammelte Ballast sollte abgeworfen werden. Dazu zählt auch das "Gerümpel" im Geist.

Von: Hedwig Streifeneder

Fasten hat Tradition

Zum Ballast abwerfen gibt es neben physiologischen Zyklen u.a. auch religiöse Traditionen, wie z. B. in katholischen Gebieten die Fastenzeit. Sie beginnt nach dem Fasching mit dem Aschermittwoch und endet, nach 40 Tagen, am Ostersonntag. In diesem Zeitraum verzichten die Fastenden auf ‚unnötigen’ Konsum, wie z. B. verschiedene Luxus-Lebensmittel, Suchtmittel, seelischen/geistigen Ballast und anderes.

Dieser Brauch fällt zeitnah auf den Beginn des Frühjahrs – günstigst gelegen, um gleich eine Frühjahrskur daraus zu machen.

Befreien Sie Körper und Seele von unnötigem Ballast

Die physiologischen Hintergründe für die Notwendigkeit einer Frühjahrskur sind sicherlich u.a. beim ‚Ofen-Winter’ zu suchen, wenn man doch eher mal sich am Ofen gewärmt hat, anstatt sich in der Kälte zu bewegen. So, wie der Körper sich für die Nacht zur Ruhe begibt, so ist auch der europäische Körper oft auf den ‚Winterschlaf’ eingestellt. So mancher Sport wurde winterbedingt zurückgestellt und das eine oder andere Pölsterchen hat dann sein Plätzchen gefunden. Die Frühjahrsmüdigkeit ist dann vielleicht auch Ausdruck dafür, dass man angesichts der Schneeschmelze schneller gehen möchte, aber der Körper das noch nicht wieder so leicht kann. Schließlich muss er mit den längeren Tageslichtperioden auch noch sein Hormonsystem wieder umstellen, dazu verbraucht er erst einmal mehr Energie.

Aber jetzt geht die saisonorientierte Vorratshaltung langsam zur Neige und entsprechend den frischen Blättchen, die bald wieder mit ihrer ganzen Kraft aus dem Boden sprießen, um im Sommer reif zu sein, will auch der menschliche (wie übrigens auch der tierische) Körper wieder aufrüsten.

Die Devise lautet also: Ballast abwerfen, durchlüften, Endreinigung durchführen und dann die Grundfesten wiederaufbauen - und schon kann’s losgehen!

Für Leichtigkeit „in Kilogramm“ haben Sie möglicherweise Ihre ganz persönlichen Vorlieben schon gefunden oder probieren auch ‚einfach mal was anderes’ aus. Hinweise gibt es immer wieder in allen Medien. Suchen Sie sich die Methode aus, mit der Sie sich am wohlsten fühlen. Bitte denken Sie auch immer an ausreichenden und richtigen Wasserkonsum. (s.a. ‚Lebenselixier Wasser’)

Neben der Ernährung und der vermehrten gezielten Bewegung spielen aber noch andere Faktoren eine große Rolle.

Im Feng Shui z.B. wird das Entfernen von Gerümpel aus der Wohnung gleichgesetzt mit dem Befreien des Geistes; des Geistes, der die Persönlichkeit darstellt.

Als Gerümpel, von dem Sie jeden Tag etwas wegwerfen können, gilt somit außer den ‚Leichen’ in Keller, Speicher bis zum Kühlschrank natürlich auch das ‚Gerümpel’ im Geist: wie z.B. Streit (auch alter Streit) in der Familie, in den Wohnräumen, in der Nachbarschaft, in der Arbeit. Alles, was Sie im Geiste mit nach Hause genommen haben, hält sich auch bei Ihnen im Geist auf – respektive schleppen Sie als Ballast mit sich herum!

Sie können Ihren Ballast irgendwie nicht recht erkennen? Stellen Sie in ein paar ruhigen Minuten, die auch einiges länger sein dürfen, eine ‚Finde-ich-gut-an-mir-Liste’ auf. Was bleibt? Sehen Sie selbst. Am besten täglich und immer zur ähnlichen Zeit.

Zum ‚Durchlüften’ Ihres Körpers ebenso wie Ihres Geistes ist es dringend empfohlen, mal nach dem Säftegleichgewicht (Hildegard von Bingen) zu schauen, auch bekannt als Säure-Basen-Haushalt und dafür die wunderbaren Bitterstoffe und basisch wirkenden Kräuter Ihrer täglichen Nahrung zuzufügen. Als da wären wilder (sauberer) LöwenzahnZimt, Quendel, Bertram, Ysop, Galgant, u.v.m.

Eine ‚Endreinigung’ meint, dass Sie nach dem Entfernen des groben Ballastes auch die Erinnerung daran klären. Mit Bachblüten z.B. können Sie sich schnell und kostengünstig Klärung gönnen: Crab Apple ist hier das Mittel der Wahl. Auch das Nein-Sagen – zu einer Zigarette, zu einer Aufforderung, zu einer Gewohnheit ...- ist eine wunderbare Möglichkeit. Einfach mal ausprobieren!

Wenn aller Ballast weggeschafft ist, haben Sie Platz für Neues geschaffen. Das Neue passt aber nicht in die ‚ausgelatschte Kuhle’, passt nicht in die altgepresste Form? Bemühen Sie sich um den Wiederaufbau der tragfähigen Grundsubstanz, dann kann das Neue seine eigene Form prägen.

Sie haben schon viel probiert? Viel geholfen hat es aber noch nicht?

Fragen Sie doch mal wieder Ihren Heilpraktiker nach einem für Sie passenden Weg.

Wie auch immer Sie sich Ihr sommerliches Wohlgefühl wieder aufbauen – ich verbleibe mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für eine wundersame Leichtigkeit

Hedwig Streigeneder