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Gua Sha - Chinesische Massage mit erstaunlichen Erfolgen

© wikipedia

Gua Sha lindert Schmerzen in Muskelpartien

Gua Sha kann Schmerzen in Muskelpartien durch eine traditionelle Schabetechnik lindern. Häufig jedoch verhindern Vorurteile die Anwendung, trotz erstaunlicher Erfolge.

Von: Dr. med. Martin Wörffel

Viele Methoden sieht man in China mit anderen Augen

Wer sich viel mit chinesischer Medizin und den kulturellen Hintergründen beschäftigt, weiß, dass die Akzeptanz vieler Methoden bei den Menschen in China eine ganz andere als in unserem Kulturkreis ist. Das betrifft natürlich die Verwendung von Nadeln, aber auch den Genuss von für unser Empfinden übel schmeckender Kräuterteemischungen.

Gua Sha - eine traditionelle Massagetechnik

Heute möchte ich das Gua Sha vorstellen. Es handelt sich um eine traditionelle Massagetechnik, bei dem schmerzhafte Muskelpartien, v. a. im Bereich der Schulter und des gesamten Rückens mit „Schabern“ aus Horn oder ganz „traditionell“ mit Schraubdeckeln verschiedener Größe von Twist-Off Gläsern oder Münzen behandelt werden. Es geht bei dieser Behandlung darum, durch Ausstreichen der Schmerzbereiche „Schlacken“, also Ablagerungen zwischen Muskeln und Bindegewebe, zu mobilisieren und an die Oberfläche zu befördern.

Wer die Methode anwendet, weiß, dass im Bereich der größten Schmerzen die meisten Schlacken verborgen sind. Diese zeigen sich schnell bei der Behandlung durch Rötung und Verfärbung der darüber liegenden Haut. Die Behandlung ist schmerzhaft, führt aber zu erstaunlichen Erfolgen. Die behandelten Patienten müssen zwar 3-4 Tage die Verfärbung der Haut erdulden, werden dafür aber mit einer mehrere Wochen anhaltenden Schmerzlinderung belohnt und kommen gerne freiwillig wieder, da ihnen gut geholfen wurde.

Würde man vorher Fotos von schon behandelten Personen zeigen, würde sich in Deutschland wohl keiner freiwillig behandeln lassen. Vor einiger Zeit habe ich das Verfahren im Kreise Akupunktur erfahrener Ärzte vorgestellt und bei einem Freiwilligen ausgeführt. Sogar in dieser Runde waren alle eher skeptisch und wenig geneigt, es selber bei ihren Patienten anzuwenden.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es schade ist, dass solche wirklich wirksamen Verfahren so wenig angewendet werden und trotz des Siegeszuges der Akupunktur in Deutschland auf Vorurteile und Ablehnung stoßen. Insofern hoffe ich, dass dieser Blogpost dazu beiträgt, die Akzeptanz und Bekanntheit von Gua Sha zu erhöhen.


Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. Martin Wörffel