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Heuschnupfen homöopathisch behandeln: Diese Globuli helfen

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Heuschnupfenzeit

Bei den einen hebt sich die Stimmung, bei den anderen tränen die Augen. Neben der Schulmedizin gibt es auch gute, sanfte Möglichkeiten aus der Naturheilkunde, um Heuschnupfen zu behandeln.

Von: Christiane Lamers

Bei den einen hebt sich die Stimmung, bei den anderen tränen die Augen und jucken die Nasen. Der Frühling ist da – die Pflanzen fangen an zu blühen und der Pollenflug setzt ein – kurz gesagt: Heuschnupfenzeit.

Allergien machen uns, aber vor allem auch unseren Kindern, in unserer industrialisierten Welt in zunehmendem Maße zu schaffen. Überall, nicht nur in der Natur in Form von Pollen, lauern Allergene und die geplagten Patienten leiden an Beschwerden, die von lästigem Juckreiz, Niesen, Husten, Hautausschlag bis zu schwerwiegenden Atemnotanfällen gehen.

Beschwerden lindern, Immunsystem modulieren

Neben den schulmedizinischen Behandlungsstrategien, wie die Gabe von Antihistaminika, Dinatriumcromoglicinsäure, Cortison und Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten oder einer speziellen Hyposensibilisierung, gibt es auch gute, sanfte Möglichkeiten naturheilkundlich, bzw. homöopathisch vorzugehen. Ziel dabei ist es einerseits, das Immunsystem zu modulieren und andererseits gezielt gegen die vorhandenen Beschwerden vorzugehen.

  1. Hypoallergene Kost, bzw. Allergenkarenz ist die wirksamste Methode, die jedoch bei vielen Auslösern an ihre Grenzen stößt, da man ihnen ohne allzu großen Aufwand kaum gänzlich aus dem Weg gehen kann. Pollen schwirren teilweise kilometerweit durch die Luft und dringen selbst in die Atemluft gut abgeschirmter Räume ein. Und nicht jeder hat die Möglichkeit die Saison in pollenarmen Gefilden wie den Kanaren, an Nord- und Ostsee oder im Hochgebirge zu verbringen.
  2. Histamin Abbau und Beruhigung des Immunsystems z. B. durch zusätzliche Gaben von Vitamin C, E, Magnesium und Zink.
  3. Individuelle, konstitutionelle homöopathische Behandlung, um den gesamten Organismus zu stärken.
  4. Gezielte Behandlung der allergischen Symptome mit den passenden Mitteln aus der Homöopathie. Die Differenzierung der Arzneimittel erfolgt durch die exakte Beobachtung der Symptome, ihrer Modalitäten und Begleitsymptome.

Diese Globuli haben sich in der Heuschnupfen-Behandlung bewährt

Einige der wichtigsten homöopathischen Arzneimittel, die in der Heuschnupfentherapie zum Einsatz kommen, sind mit ihren charakteristischen Leit-Symptomen nachfolgend aufgeführt.

Dosierung

Die Mittel können jeweils zwei- bis dreimal täglich genommen werden, z. B. jeweils drei Globuli in der Potenz D 12. Allgemein hilfreich bei den typischen Heuschnupfen-Symptomen sind häufig auch noch Euphrasia Augentropfen und Luffa Nasenspray.

Allium cepa:

Starker, gewöhnlich milder Tränenfluss, während das Nasensekret reichlich, wässrig, scharf und wundmachend ist. Eventuell sind auch Nase und Oberlippe wund. Der auf dieses Mittel ansprechende Heuschnupfen ist am schlimmsten im August, oft mit heftigem Niesen. Eine Verschlimmerung bemerkt der Patient im warmen Zimmer und abends .Oft begleiten Kopfschmerzen die anderen Symptome. Die Nase ist oft wegen eines Schleimhautödems völlig verstopft.

Arum triphyllum:

Ein Mittel gegen allergische Beschwerden die hauptsächlich Haut und Schleimhaut betreffen. Rissige Lippen mit rotem, gereiztem Aussehen, eventuell gar aufgesprungen. Heftiges Kribbeln oder Jucken von Nase und Lippen. Der Sekretfluss aus der Nase ist reichlich und wundmachend, besonders linksseitig. Die Lidränder sind geschwollen mit ständigem Tränen der Augen. Die Nase ist völlig verstopft und sondert dennoch ständig eine wässrige Flüssigkeit ab. Beim Schnäuzen tritt eventuell blutiger und zäher Schleim zutage.

Euphrasia:

Wird gegeben, wenn der Schnupfen mit mildem Nasensekret aber scharfem, profusem Tränenfluss, brennenden, gereizten Augen, einer Photophobie und allergischem Asthma einhergeht. Das Jucken ist am schlimmsten in den Augen. Die Bindehäute können sehr rot und geschwollen sein und sind morgens oft verklebt. Morgens befindet sich ebenfalls oft viel Schleim in der Luftröhre.

Sabadilla:

Heuschnupfen mit extremen Niesen, das fast die Hauptbeschwerde ist. Niesanfälle mit 10 bis 20 Attacken hintereinander. Starkes Jucken und Kitzeln in der Nase. Dünne und reichliche Nasensekrete, häufig wundmachend. Starker Tränenfluss, die Lider brennen und sind rot, das Gesicht ist warm.

Wyethia:

Dieses Globuli kommen zum Einsatz bei gewaltigem Juckreiz in Nase, Hals und am Gaumen, manchmal bis hin zu den Ohren. Oft muss die Zunge über den Gaumen reiben, um den Juckreiz zu lindern. Der geschwollene und gereizte Hals führt zu ständigem Räuspern. Die Allergie beschränkt sich hauptsächlich auf Nase und Rachen. Der Patient hat das Gefühl, als ob das Blut zu Gesicht oder Kopf steigt.

Luffa operculata:

In der Homöopathie oft das Mittel der Wahl, wenn der Patient unter starker Trockenheit der Schleimhäute leidet. Das Nasensekret ist zähflüssig und gelblich. Die Schleimhäute brennen stark. Eventuell kommen Stirnkopfschmerz, Nasennebenhöhlenentzündung und asthmatischen Beschwerden hinzu, begleitet von Heißhunger, Schwindel und Erschöpfung.

Galphimia glauca und Cardiospermum:

Beide Arzneimittel haben eine desensibilisierende und antiallergische Wirkung und können jeweils zu dem spezifischen Mittel dazu genommen werden.

Die Autorin
Christiane Lamers ist seit fast 20 Jahren als Heilpraktikerin in der Nähe von Münster in Westfalen niedergelassen. Ihre Schwerpunkte sind Klassische Homöopathie und Akupunktur.