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Nebenwirkungen und Grenzen der Homöopathie

Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen?

Die Kritiker werfen der Homöopathie vor, sie hätte keine Wirkung und in der Folge auch keine Nebenwirkung. In der Praxis wird immer wieder von Nebenwirkungen berichtet. In klinischen Studien liegen die Rate und die Ausprägung der Nebenwirkungen bei ähnlichen Zahlen wie in konventionellen Medikamenten-Tests.

Homöopathie: Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Die homöopathische Therapierichtung kennt zahlreiche Nebenwirkungen, zum Teil auch solche, die durch das Mittel selbst ausgelöst werden. Diese Reaktionen sind sehr vom jeweiligen Patienten abhängig. Übersensitive Patienten reagieren besonders heftig. Viele dieser Erscheinungen sind für den Therapeuten wichtige Anhaltspunkte. Sie helfen bei der Wahl des Folgemittels oder der Dosierung. Sprechen Sie also alle Nebenwirkungen ihrem Homöopathen gegenüber immer an.

Was ist eine Erstverschlimmerung?

Abgesehen von diesen unspezifischen Begleit-Symptomen kennt die Homöopathie ganz spezifische Nebenwirkungen, bekannt ist das Phänomen als „Erstverschlimmerung“. Die Mittel verschlimmern zunächst das Problem, das sie bekämpfen sollen. Homöopathische Mittel sollen den Körper dort reizen, wo er entgleist ist. Diese Erscheinungen bestätigen nach Ansicht der Therapeuten das Konzept.

Die „Erstverschlimmerung“ oder „Erstreaktion“ sollte nur wenige Stunden dauern und nicht bedrohlich werden. Gleichzeitig empfindet man selbst dann bereits eine allgemeine Zustandsbesserung (vor allem der psychischen Symptome!). Danach entfaltet sich die „Nachwirkung“ und die Beschwerden bessern sich. Aber bei vielen akuten Erkrankungen muss es zu keiner Erstverschlimmerung kommen, damit die Behandlung anschlagen kann.

Was tun bei Erstverschlimmerung?

Erst einmal abwarten. Solange der Prozess anhält, sollte das Mittel nicht weiter genommen werden. In Rücksprache mit dem Therapeuten kann auch eine andere Verdünnung gewählt werden, die weniger stark wirkt.

Grenzen der Homöopathie: Wann darf ich die Methode nicht anwenden?

In den Medien wird immer wieder mit Schlagzeilen Homöopathie abgeurteilt und als gefährlich oder lächerlich verunglimpft. Das trifft meist sehr wenige bedauerliche Fälle, in denen Homöopathie missverstanden wird. Jeder sorgfältig ausgebildete Homöopath wird bei allen schweren Symptomen und Gesundheitsstörungen einen Arzt hinzuziehen. Er weiß die Selbstheilungskräfte einzuschätzen. Im Idealfall erfolgt die homöopathische Behandlung nach einer ärztlichen Untersuchung.

Das sind die Grenzen:

  • Keine Kraft: Schwer Kranke mit erschöpften Körperkräften sollten nicht behandelt werden.
  • Keine Heilversprechen: Homöopathie erhebt nicht den Anspruch alleine schwere Erkrankungen wie Krebs, Hepatitis oder Asthma behandeln zu können. Homöopathie kann keine nötige Operation ersetzen. Homöopathie kann kein zerstörtes Organ heilen oder degenerative Schäden beheben.
  • Kein Ersatz: Homöopathische Mittel können keine fehlenden Stoffe ersetzen (wie bei Vitamin- und Mineralienmangel oder Diabetes). Bei schweren Entzündungen (Sepsis, Rheuma, allergischer Schock) und Autoimmunerkrankungen (Multiple Sklerose, Diabetes Typ1) hat die Schulmedizin Vorfahrt.
  • Keine Hilfe bei Notfällen: In der Notfallmedizin (Herzinfarkt, Schlaganfall) darf die konventionelle Behandlung durch Homöopathie nicht verzögert werden.
  • Keine antibiotische Wirkung: Für chronische Infektionen (wie Tuberkulose, Malaria, Hepatitis und HIV) gibt es wirksame Medikamente, die nicht ersetzt werden können. Während die Schulmedizin Erreger abtöten kann, würde die Homöopathie den Körper nur auf die Symptome der Infektion hinweisen. Das ist in vielen Fällen zu schwach.

Das Verfahren wird lediglich begleitend zur Schulmedizin eingesetzt, um Symptome zu behandeln, gegen die die Schulmedizin machtlos ist. In Frage kommen hier etwa die Nebenwirkungen der Chemotherapie oder Operation.