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Lipidsenkende Medikamente senken auch Coenzym Q10

Vorsicht bei der Einnahme von Satinen

Lipidsenkende Medikamente haben einen Einfluss auf den Coenzym Q10 Haushalt, was besonders bei Herzinsuffizienz zu Problemen führen kann.

Von: Martina R. Wagner

Statine senken Coenzym Q10

In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass bei Einnahme sogenannter Statine (Lipidsenker) nicht nur das Cholesterin, sondern auch das körpereigene Coenzym Q10 gesenkt wurde. Besonders bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz wirkt sich das ausgesprochen ungünstig auf die Herzmuskulatur und die Pumpfunktion des Herzens aus.

Störung der Pumpfunktion des Herzens

Dafür wird hauptsächlich die Senkung des Q 10 verantwortlich gemacht. Es entsteht eine Störung des zellulären Energiestoffwechsels - die Zellatmung funktioniert nicht mehr richtig.
Es entstehen dadurch unerwünschte Nebenwirkungen bei Einnahme dieser Lipidsenker wie Müdigkeit, Myalgien und Myopathien. Coenzym Q10 ist verantwortlich für die Bildung von energiereichem ATP (Adenosintriphosphate = energiereiche Phosphate), die für die Energiebereitstellung notwendig und als Energielieferant für unseren Körper unentbehrlich sind. Eine gute Coenzym Q10 Versorgung führt somit zu einer besseren ATP-Versorgung der Organe und Muskelzellen. Eine Überdosierung von Statinen kann somit den myozytären Stoffwechsel komplett blockieren, wodurch es zu einer Auflösung der Muskulatur kommen kann. Wenn überhaupt Lipidsenker eingenommen werden (besser wäre u. a. die Substitution mit Omega-3-Fettsäuren und eine Überprüfung des Homocystein-Spiegels, bei einem erhöhtem Homocysteinspiegel ist noch die Einnahme von B-Vitaminen und Folsäure nötig), dann bitte nur unter gleichzeitiger Einnahme von Coenzym Q10. Außerdem scheinen die Statine ebenso die Bildung wichtiger Selenoproteine zu hemmen. Dies ist wieder ein Beispiel, wie durch gezielte Vitamin- und Nährstoffsubstitution ein guter Regelkreis wieder hergestellt werden kann.

Ganz wichtig wäre bei diesem Thema kritisch zu hinterfragen warum die Lipidsenker, trotz seit Jahren bekannter Nebenwirkungen, noch immer verordnet werden! Auch sind die Erkenntnisse nicht neu, dass ein erhöhtes Gesamt-Cholesterin nicht der Verursacher für Arteriosklerose ist. Hier sind das Verhältnis von HDL- zu LDL-Cholesterin, Homocystein, Magnesiummangel, Mangel an AntioxidantienSelen und Zink-Mangel, Mangel an Omega-3-Fettsäuren viel wichtiger einzustufen.


Ihre Heilpraktikerin


Martina R. Wagner

Literatur:

  1. Caso G, Kelly P, McNurlan MA, Lawson WE.: Effect of coenzyme q10 on myopathic symptoms in patients treated with statins, Am J Cardiol. May 15;99(10):1409-12 2007
  2. Golomb B.A., Marcella E.A. Statin Adverse Effects Am J Cardiovasc Drugs 2008; 8 (6) Am J Cardiovasc Drugs ; 8 (6): 1 1175-3277 2008
  3. Langsjoen P., Alleviating Congestive Heart Failure with
    Coenzyme Q10, Life Extension 57-63, Feb. 2008
  4. Look M.P. Ist die Depletion von Ubichinon (Coenzym Q10) ein
    kritischer Faktor bei Therapie mit Statinen? Arzneiverordnung in der Praxis 31(3): 64–65 2004