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LOSLASSEN – oder: Ein leeres Blatt Papier

© stock.xchng

Lernen loszulassen

Loslassen für mehr Ruhe und Entspannung. So geht's!

Von: Hedwig Streifeneder

In der AlternativMedizin raten wir Heilpraktiker ja gerne mal, 'lassen Sie dieses Problem oder jene Erwartung am besten einfach los'.

Gut gesprochen, lieber Heilpraktiker! Und wie soll ich das jetzt machen?

Probleme loslassen, anstatt die Gedanken ständig darum kreisen zu lassen

Machen Sie sich doch einfach mal bewusst, welche Belastung Ihnen dieses Problem bereitet. Machen Sie sich bewusst, wie enorm viel Kraft und Energie Sie dieser Belastung widmen. Naajaa, und dann … ist es doch ganz einfach, zu sagen, 'danke - und tschüss, liebes Problem'.

Mit einem einzigen Mal ist es natürlich auch wieder nicht getan. Sie hängen sich diesen Satz am Besten schön geschrieben an Ihr Bett, damit Sie es kurz vor dem Einschlafen und dann wieder beim Aufwachen sehen und lesen können. Vertrauen Sie in die Wirkung der Regelmäßigkeit und lassen Sie sich einfach überraschen.

Super! Und im wirklichen Leben?

Im wirklichen Leben geraten Sie trotzdem manchmal ins Verzweifeln! Dann lesen Sie doch einfach meine weiteren Ausführungen zum Untertitel:

EIN LEERES BLATT PAPIER

"Denk mal nach" – sagt ein Gebet "ob du dir angewöhnt hast, nutzlose Dinge zu sammeln, weil du sie, vielleicht, ja eines Tages mal brauchen könntest?

Denk mal nach – ob du dir angewöhnt hast, Geld anzuhäufen aber nicht auszugeben, weil du es, vielleicht, irgendwann später brauchen wirst?

Denk mal nach – ob du dir angewöhnt hast, Kleidung, Schuhe, Möbel, Geräte und andere Haushaltsgegenstände zu lagern, obwohl du sie schon lange nicht mehr benutzt hast – weil du sie, vielleicht, irgendwann mal benötigen oder Jemandem schenken kannst?

Denk auch mal nach – ob du dir tief in deinem Inneren angewöhnt hast, auch Vorwürfe, Groll, Traurigkeit, Angst, gar Verzweiflung oder dergleichen bei dir zu belassen – weil sie, vielleicht, irgendwann mal, für eine Situation genau passend sein könnten?

Denk daran: auf diese Weise handelst du gegen dein Wachstum!"

Das Gebet meint:

''Mach' es in Zukunft anders! Gib deinem Wachstum Raum. Gib ihm die Möglichkeit, sich als Wachstum zu verwirklichen – also, eben, zu 'wachsen'!''
Denn: die Angewohnheit, alles heute nicht Gebrauchte, 'heute Nutzlose', behalten zu wollen, fesselt alles Lebendige.
Aber das Lebendige, all 'die Dinge', müssen fließen können!
Es sind allerdings nicht einfach bloß die aufbewahrten, behaltenen, Gegenstände, die das Leben stagnieren lassen - es ist die Einstellung zum „Behalten-wollen“ an sich.

Wenn wir nämlich festhalten, befinden wir uns im !Wollen! (die Kehrseite von 'Wollen = ich will' heißt übrigens: 'ich habe nicht'!), wir sehen uns also im Zustand eines Mangels: 'ach, mir geht’s so schlecht!' heißt auch: 'ich bin nicht Gesund'. Wir bestätigen uns damit selbst, dass wir unseren Mangel, unsere Bedürfnisse, in der Zukunft, morgen, nicht mehr werden stillen können.

Mit diesen Gedanken geben wir zwei Botschaften ans Gehirn - und auch ans Leben:

Dem 'Morgen' vertraue ich nicht.

Und: das Andere/Neue, das Bessere(!) sind nicht für mich gedacht.

Wenn Sie diese Einstellung ändern möchten, ist es wichtig, Raum zu schaffen, eine offensichtliche Lücke, eine Leere zu kreieren, um den neuen Dingen (um die Sie vielleicht schon lange bitten!) zu zeigen: 'Jetzt dürft ihr in mein Leben kommen! Jetzt braucht ihr keine Energie aufwenden, um euch einen Platz zu erkämpfen. Diese Lücke ist für euch!'

Dieser Gedankengang gilt übrigens auch für gewohnte Gefühle.

Schimpfen Sie auch mal auf 'die bösen Menschen' - die nie ein Lächeln für Sie übrig haben?

Die augenscheinlich lieber ihr eigenes Glück vergrößern wollen, anstatt den Mitmenschen, z.B. Sie, ein bisschen daran teilhaben zu lassen? Teilhaben lassen, indem sie Ihnen z.B. die Tür den entscheidenden kleinen Moment länger aufhalten, oder indem sie Ihnen bei gleichzeitiger Ankunft an der Kassenschlange den Vortritt anbieten, oder auch anders?

Da Sie ja (spätestens jetzt mit diesen Zeilen) wissen, dass es wichtig ist, die nutzlosen Dinge in seinem Leben und in sich selbst los zu lassen, um persönlichen, ideellen sowie vielleicht auch materiellen Wohlstand annehmen zu können … könnte es Ihnen plötzlich 'ganz normal' vorkommen, auch Gefühle wie z.B. Groll – einfach mal weg zu lassen.

Und die Leere zu füllen mit dem Gefühl, das Sie sich wünschen! Als da wären z.B. Zufriedenheit (vielleicht darüber, dass Sie recht hatten mit Ihrer persönlichen Wettervorhersage und den Schirm mitgenommen hatten), Freude (über das herzhafte Lachen eines Kindes im Kinderwagen oder den kleinen Fleck Sonnenlicht auf der Weinflasche im Ladenregal oder auch Freude über ein Eichhörnchen, das Sie am Wegesrand haben sitzen und knabbern sehen) - eben die vielen 'Gesichter' von 'Glück'.

Allein die Kraft der Leere ist es, die alle Ihre Wünsche aufnehmen und zu Ihnen heranziehen kann.

Wie auch ein leeres Blatt Papier eine ganz besondere 'Kraft' hat. Man möchte es mit Schönem füllen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen kreative Leere.

Herzlichst

hedwigStreifeneder