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Aku-Taping

© HP Beate Sanladerer

Aku-Taping: Beschwerden einfach "wegtapen"

Aku-Taping ist eine Bindegewebsmassage mit klebenden Verbänden, deren Wurzeln in der chinesischen Medizin liegt.

Von: Dr. med. Martin Wörffel

Wurzeln liegen in der TCM

Aku-Taping ist ein neues Therapieverfahren, welches erst seit kurzer Zeit angewendet wird, jedoch auf altem Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin, insbesondere der Akupunktur basiert.

Aku-Taping geht auf das japanische Kinesiotaping zurück, das vom Arzt und Chirotherapeuten Kenzo Kaze in den 70er Jahren eingeführt wurde. Hier werden Verbände an bestimmten Stellen – vor allem an den Gelenken – angelegt, sodass diese bei Bewegung stabilisieren.

Welche Krankheiten werden mit Aku-Taping behandelt?

Wie Akupunktur kann Aku-Taping nicht heilen was zerstört ist, jedoch regulierend auf gestörte Funktionen eingreifen.

  • Durchblutungsförderung
  • Haltungskorrekturen
  • Immunmodulation
  • Präventivmaßnahme im Sport
  • psychovegetative (funktionelle) Störungen: Obstipation, Colon irritabile oder Asthma, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Blähbeschwerden
  • Schmerzstörungen: Linderung von Schmerzen in Gelenken und Muskeln, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Ischias, Polyneuropathie
  • Verletzungen (Muskelverletzungen, Verstauchungen)
  • Schwellung, Lymphödeme: Abschwellung
  • Verringerung von Gelenksbelastungen

Behandlungsprinzip

Beim Aku-Taping sind die Verbände nicht fest, sondern dehnbare Klebestreifen, die direkt auf die Haut geklebt werden. Dieses „Aku-Tape“ lässt natürliche („physiologische“) Bewegungsabläufe zu.
Die Bänder werden vor allem entlang der Meridianverläufe angebracht, wobei sich die Wirkung über die Bewegung ergibt. Es werden hierbei therapeutische Reize über die Haut einerseits auf Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke, andererseits auf Akupunkturpunkte übertragen. Schmerzen sollen so gelindert werden. Die Massagewirkung des Tapes sorgt außerdem für den Abfluss von Lymphflüssigkeit (Lymphdrainage).

Im Gegensatz zu den bisher bekannten Tape-Verbänden, die überwiegend zur Stabilisierung und Ruhigstellung von Gelenken eingesetzt werden, ist das Aku-Tape ein "bewegliches" Tape, mit dem problemlos gebadet, geschwommen und Sport getrieben werden kann.

Die aufgebrachten Tape-Streifen verbleiben zwei bis vier Tage auf der Haut und werden je nach Bedarf ein- bis zweimal in der Woche erneuert.

Das Verfahren kann eine Akupunkturbehandlung ergänzen und unterstützen und wird nicht nur bei Schmerzen in Gelenken und der Muskulatur angewandt sondern auch bei klassischen Akupunkturindikationen wie z. B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Blähbeschwerden usw.

Wie wirksam ist die Methode?

Da es sich um eine sehr neue Methode handelt, sind noch nicht sehr viele Daten über die Wirkung verfügbar. Ob Aku-Taping tatsächlich nach dem Akupunktur-Prinzip wirkt, ist noch nicht untersucht. Sicherlich wird durch die Bewegung mit den Tapes eine Art Bindegewebsmassage erreicht.

Fundierte Kenntnisse der Akupunktur, Triggerpunkt-Akupunktur und Chinesischen Medizin sind Voraussetzungen für einen seriösen Therapeuten. Ein Arzt sollte vor der Behandlung abklären, ob schwere Erkrankungen vorliegen, die klassisch behandelt werden müssen.

Kosten/Erstattung

Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, da es sich um ein neues Verfahren handelt. Bisher fehlen objektive Studien.

Quellen

Autor: Dr. Martin Wörffel in Zusammenarbeit mit PhytoDoc

Literatur
  1. Aku-Taping bei Schmerz und Darmproblemen, Ärztezeitung.de, 25.11.2004
  2. Deutsche Gesellschaft für Aku-Taping Stand November 10.11.2009
  3. Homepage von Dr. Martin Wörffel Stand November 2009
  4. K. Liebchen, H. U. Hecker: Aku-Taping – eine neue Methode zur funktionellen Therapie von Erkrankungen; Dt. Ztschr. f. Akup. 47, 2/2004