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Akupunktur

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Akupunktur: Mit Nadeln heilen

Akupunktur ist das wohl beliebteste alternative Heilverfahren. Der positive Effekt bei Knie- und Rückenschmerzen ist durch klinische Studien belegt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Traditionelles Heilverfahren des Ostens

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und hierzulande wohl ihr bekanntester Repräsentant. Haupteinsatzgebiet bei uns ist die Schmerztherapie. Neben der Akupunktur schließt die TCM noch weitere Therapieverfahren wie Moxibustion, Tuina (Massage), Qigong und Tai-Chi mit ein. Auch die Pflanzenheilkunde ist fest in der traditionellen Medizin Chinas verankert.

Ziele der Akupunktur

Die Akupunktur reizt unter Zuhilfenahme von Nadeln bestimmte Punkte der Haut. Dazu werden diese nach überlieferten Erfahrungswerten unter Dreh- und Auf- und Abbewegungen an bis zu 25 Stellen des Körpers gesetzt. In der Theorie der TCM reguliert Akupunktur die Lebensenergie (Qi). Bei Krankheiten ist der Fluss gestört oder blockiert. Akupunktur kann dies lösen und die Energie stimulieren oder auch beruhigen.

Welche Krankheiten werden mit Akupunktur behandelt?

Für chronische Rücken- und Knieschmerzen sowie für Beschwerden des gesamten Bewegungsapparats, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Heuschnupfen liegen Studien vor, die eine positive Wirkung der Akupunktur belegen. Traditionell wird Akupunktur bei weitaus mehr Beschwerden erfolgreich eingesetzt. Darunter Depressionen und Angstzustände, Tinnitus, Magen-Darm- und Hauterkrankungen. Dabei gilt die Faustregel: Akupunktur kann Störungen beseitigen, „Zerstörtes“ aber nicht ersetzen.

Behandlungsprinzip

Akupunktur - Heilung durch Piksen?

Die westliche Erklärung für die Wirkweise der Akupunktur ist, dass die gezielte Punktierung eine biologische Körperreaktion im Sinne eines Reizes auslöst. Dabei – so ein Erklärungsversuch – könnte es sein, dass regulierende Nervenfasern das Schmerzempfinden des Körpers beeinflussen. Eine andere Erklärung wäre die Freisetzung von körpereigenen beruhigenden Botenstoffen wie Endorphinen, die schmerzlindernde und entspannende Wirkungen besitzen.

Körper- und Geistesreaktionen während der Behandlung

Akupunktur-Behandlungen sind überwiegend gut verträglich. Der Nadelstich in die Haut wird von vielen Patienten als heller, oberflächlicher Schmerz wahrgenommen, der kurze Zeit nach dem Einstechen verblasst. Selten wird ein elektrisierendes Gefühl verspürt. Körperreaktionen können sich durch Kälte- oder Hitzegefühl äußern, auch ein Kribbeln, Schwindel oder leichtes Zittern kann auftreten. Spontane Reaktionen des Gemüts können sich während einer Akupunktursitzung in Angst, Unruhe, Traurigkeit oder Wut äußern.

Was es vor einer Akupunkturbehandlung zu beachten gilt

Bevor man sich für eine Akupunkturbehandlung entschließt, sollte der Grund der Störung wie auch der Gesundheitszustand allgemein erfasst werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass ein dringend notwendiger Behandlungsbeginn verschleppt wird.

Wie wirksam ist die Methode?

Dass Akupunktur wirkt, belegen erste objektive Studien. Warum sie wirkt, ist nicht schlüssig geklärt. Die Akzeptanz gegenüber der Traditionellen Chinesischen Medizin und insbesondere gegenüber Akupunktur wächst nicht nur bei den Bundesbürgern. Rund 60 Prozent gaben während einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie an, eine Kombinationsbehandlung von Schulmedizin und Traditioneller Chinesischer Medizin einer einseitigen Behandlung zu bevorzugen.

Kosten/Erstattung

So gut, dass es von den Kassen erstattet wird

Je nach Aufwand und Dauer muss man bei einer Akupunktursitzung mit Kosten zwischen 30 und 70 Euro rechnen. Tatsächlich überzeugen aktuelle Studien auch gesetzliche Krankenkassen von der Wirksamkeit der Akupunktur, sodass die Kosten zur Behandlung von chronischen Rücken- und Knieschmerzen übernommen werden. Private Krankenversicherungen oder private Zusatzversicherungen erstatten je nach Vertrag noch mehr Indikationen (wie Migräne-, diverse Gelenk- und Menstruationsschmerzen).

Einen umfangreichen Artikel zur Akupunktur, in dem alles Wissenswerte vertiefend dargestellt wird, finden Sie auf unserer Partnerseite www.Die-Heilpraktiker.de/Akupunktur.

Quellen

  1. Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V. DAAAM: Homepage, Stand Mai 2007
  2. Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.: Homepage, Stand Mai 2007
  3. Edzard, E. et al. (Hrsg.), in der Übersetzung von Falkenburg, P.: Praxis Naturheilverfahren, 1. Auflage, Springer Verlag, 2001
  4. Melchart, D. et al. (Hrsg.): Naturheilverfahren, Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, 1. Auflage, Schattauer, Stuttgart, New York, 2002