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Nebenwirkungen und Grenzen von Elektrotherapie

Vorsicht bei Elektrotherapie

Bei einer Strombehandlung sind je nach Anwendungsart, Ort, Stärke und Dauer verschiedene Anwendungsbeschränkungen zu beachten.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Falsch dosierte Elektrotherapie kann zu schmerzhaften Muskelkrämpfen führen. In der Regel wird die Stromstärke mit dem Patienten zusammen abgestimmt. Bei Taubheitsgefühlen besteht die Gefahr von Verbrennungen und Gewebeschäden durch Elektrolyse. Dabei zersetzt die Kraft des Gleichstroms die Bestandteile des Gewebes, so dass es im extremen Fall abstirbt (Nekrose). Besondere Vorsicht gilt immer dort, wo Elektroden direkt das Gewebe berühren. Bei Behandlungen im Kopfbereich mit Elektrotherapie kann es zu einem metallischen Geschmack im Mund kommen. Die Reizung im Bereich der Augen erzeugt möglicher Weise das Gefühl von Lichtblitzen.

Gegenanzeigen

Die Auflagefläche der Elektroden sollte frei von Hautveränderungen und entzündlichen Hauterkrankungen sein. Nicht behandelt werden dürfen frische Frakturen, schwere Hautentzündungen, Blutungen, Gerinnungsstörungen, Emboliegefahr, Fieber, akute Entzündungsphasen, Anfallskrankheiten.

Daneben gibt es viele Krankheiten und Zustände, bei denen nur eingeschränkt behandelt werden darf (frische Thrombosen, Blutungsgefahr, Ödeme, Schwangerschaft, Herzerkrankungen, Tumore, Tuberkulose und ähnliches). Die Wachstumszonen der Knochen von Jugendlichen dürfen weder intensiv noch länger anhaltend erwärmt werden.

Wenn keine Hoffnung mehr besteht, dass der Muskel wieder durch einsprossende Nerven versorgt wird, ist auch eine Elektrotherapie nicht mehr sinnvoll.

Wechselwirkungen

Betäubungsstoffe vermindern den Durchblutungseffekt. Dann kann der Körper keine Warnzeichen geben.

Leitende Metalle dürfen sich nicht im Behandlungsgebiet befinden. Bei metallischen Implantaten (Nägel, Platten, Prothesen) sowie Herzschrittmachern, Insulinpumpen und Stimulationsgeräten für das Gehirn muss man gegebenen Falls darauf verzichten.