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Gua Sha

© wikipedia/j.loder

Die Bindegewebsmassage "Gua Sha"

Gua Sha ist eine aus China kommende Bindegewebsmassage, bei der Blut in die Haut gezogen wird.

Von: Dr. med. Martin Wörffel

Tradition aus dem Osten

Gua Sha ist eine "schabende" (= Gua) Bindegewebsmassage, die mit speziellen Werkzeugen ("Schabern") und Ölen durchgeführt wird. Sie erzeugt eine Hautrötung mit punkt- oder strichförmigen geringfügigen Hautblutungen. Die Haut selbst wird zwar gereizt, aber nicht verletzt. Die Hautrötungen klingen nach 2-5 Tagen wieder ab. Behandelt werden entweder Rücken, Arme, Beine, Muskeln oder auch Meridiane.

Welche Krankheiten werden mit Gua Sha behandelt?

  1. Erkältung und Fieber, Husten, Bronchitis
  2. Gelenkserkrankungen, Muskel-, Bänderverletzungen und Steifheit
  3. Rücken-, Nackenschmerzen, Erkrankungen der Wirbelsäule
  4. Kreislaufschwäche
  5. Schmerzstörungen, Migräne, Kopfschmerzen, Fibromyalgie
  6. Urologische Erkrankungen und Frauenleiden
  7. Magen-Darmstörungen, Verstopfung
  8. Vergiftungen durch Lebens- und Rauschmittel, Schadstoffausleitung
  9. Erkrankungen der Atemwege
  10. Sportverletzungen

Behandlungsprinzip

Schmerzlinderung, Entspannung

Wie beim Schröpfen wird bei Gua Sha Blut in die Haut gezogen. Als Folge wird der Blutfluss zu Haut, Muskeln und dem Bindegewebe stimuliert. Gua Sha gehört zu den Reflextherapien. So nimmt man an, dass nicht nur der Stoffwechsel in der Haut, sondern auch in den mit den entsprechenden Hautbereichen assoziierten inneren Organen gefördert wird. Gua Sha reduziert Muskelsteifheit und Schmerzen. Die Patienten empfinden darüber hinaus eine wohltuende Entspannung.

Wie wirksam ist die Methode?

Bisher liegen zu der Methode nur wenige Anwendungsbeobachtungen und Studien vor.

Gua Sha fördert nachweislich die lokale Durchblutung. Es stellt sich lokal – möglicherweise auch weiter entfernt – eine Entspannung ein. Es wurde des Weiteren ein schmerzlindernder Effekt gezeigt.

Quellen

Autor: Dr. Martin Wörffel in Zusammenarbeit mit PhytoDoc

Literatur

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  2. Edzard, E. et al. (Hrsg.), in der Übersetzung von Falkenburg, P.: Praxis Naturheilverfahren, 1. Auflage, Springer Verlag, 2001
  3. Gerok, W., Huber, C., Meinertz, T., Zeidler, H., (Hrsg.): Die innere Medizin, 10. Auflage, Schattauer, Stuttgart, New York, 2000
  4. Hildebrandt, H. (Leitung): Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 260. Auflage, de Gruyter, Berlin, New York, 2004
  5. Institut für Naturheilkunde und Traditionelle Chinesische Medizin, Kliniken Essen-Mitte, Knappschafts-Krankenhaus: GuaSha-Methode, Homepage, Stand November 2009
  6. Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Universität Düsseldorf, Traditionelle Chinesische Medizin, Einverständniserklärungen für die naturheilkundliche Praxis: Aufklärung über Gua Sha, Homepage, Stand November 2009
  7. Melchart, D. et al. (Hrsg.): Naturheilverfahren, Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, 1. Auflage, Schattauer, Stuttgart, New York, 2002
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  10. Schilcher, H., Kammerer, S.: Leitfaden Phytotherapie, 2. Auflage, Urban & Fischer Verlag München-Jena, 2003
  11. Schmiedel, V. und Augustin, M.; Das große Praxisbuch der Naturheilkunde, Gondrom Verlag, Bindlach, 2004