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Herdtestung

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Krankheitsursachen erkennen durch Herdtestung und Störfelddiagnostik

Ein medizinischer Herd ist in der klassischen Interpretation eine chronische entzündliche Erkrankung. Er hält die allgemeine Abwehrreaktion durch die ständige Auseinandersetzung in Schach.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Schachmatt

Ein medizinischer Herd ist in der klassischen Interpretation eine chronische entzündliche Erkrankung. Er hält die allgemeine Abwehrreaktion durch die ständige Auseinandersetzung in Schach. Daneben belastet ein medizinischer Herd mit absterbendem Gewebe mitunter die Entgiftungsorgane Leber und Niere. Des Weiteren können vom Herd Erreger in den Körper streuen.

In der Regel ist ein medizinischer Herd lokal begrenzt, doch er kann den gesamten Organismus beeinträchtigen. Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, funktionelle Beschwerden an Gelenken und Muskeln, Neuralgien, Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, Ekzeme und Hauterkrankungen und Müdigkeit sind nur einige der zahlreichen Folgen. Ein Herd versteckt sich oft in den Zähnen, Mandeln, Nebenhöhlen und im gynäkologischen-urologischen Bereich.

Welche Krankheiten werden mit Herdtestung behandelt?

  • chronische Müdigkeit
  • Muskel- und Skelettschmerzen ohne Befund
  • Narbenstörungen
  • Unverträglichkeiten und Allergien
  • Rheuma
  • Neuralgien
  • Herzbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Ekzeme und Hauterkrankungen
  • Verdauungsbeschwerden

Behandlungsprinzip

Unsichtbar oder sichtbar?

Die Schulmedizin sucht einen versteckten Herd mit bildgebenden Verfahren (Röntgen, MRT, CT, Szintigramm, Ultraschall), die Zahnmedizin röntgt und testet die Zähne auch mit Vitalitätsproben. Dennoch sind diese Verfahren nicht zu 100 % treffsicher und nicht jeder Herd ist über diese Verfahren darstellbar.

Die Komplementärmedizin fasst diesen Begriff weiter. Ein medizinischer Herd kann auch eine „unsichtbare“ Energieblockade sein. Beschwerden lösen auch Orte mit unzureichender Durchblutung, fehlender Entgiftung, Minderernährung oder funktioneller Fehlbeanspruchung aus. Ebenso können Narben, Tätowierungen oder Piercings zum Herd werden. Auch rechnet man die Belastung mit Umweltgiften und Schwermetallen, zum Beispiel aus dem Zahnbereich, zu den Störfeldern. Daneben zählt man umstrittene Begriffe wie geopathische Störfelder oder Elektrosmog dazu. Die Komplementärmedizin erkennt explizit auch „psychische Störfelder“ an.

Allerdings: Offiziell anerkannt sind nur sichtbare Bindegewebsveränderungen als medizinischer Herd.

Ein Herd schwächt und stört

Ein medizinischer Herd schwächt den Körper. So kommt es zu Müdigkeit, Leistungsschwäche und Krankheitsanfälligkeit. Dabei ist eine akute Krankheit die Folge der allgemeinen Schwäche, nicht aber deren Ursache. So würde auch eine Behandlung der akuten Erkrankung die gesundheitliche Störung durch den Herd nicht beheben. Es kommt zu Rückfällen und einer Chronifizierung.

Ein medizinischer Herd ist also insofern eine Krankheitsursache, indem er die natürlichen Selbstregulationsmechanismen stört. Der Körper kann dann nicht von sich aus adäquat auf eine Störung reagieren und eine Krankheit zur Ausheilung bringen. Ebenso verliert der Körper die Fähigkeit auf Reiztherapien wie Akupunktur, Kneippsche Verfahren oder Neuraltherapie zu reagieren.

Die primäre Aufgabe des Therapeuten ist daher das Auffinden eines Herds sowie dessen Sanierung. Erst wenn diese Störfaktoren beseitigt sind, können die klassischen und alternativen Therapieverfahren anschlagen.

Suchen und finden

Um einen versteckten medizinischen Herd sichtbar zu machen wurden in der Komplementärmedizin besondere – bisher nicht wissenschaftlich belegte – Methoden entwickelt, wie

  • Kinesiologie: Hier wird eine Unverträglichkeit über Muskeltests bestimmt.
  • Elektroakupunktur: Sie will mit elektrischen Messungen/Reizungen an Akupunkturpunkten Aufschluss über gestörte Organfunktionen gewinnen.
  • Neuraltherapie: Der Therapeut spritzt versuchsweise betäubende Stoffe in den Körper. Ein Treffer zeigt sich mit sekundenschneller Beschwerdefreiheit.
  • Bioresonanztherapie: Die Methode hat sich aus der Elektroakupunktur entwickelt. Der Körper des Patienten wird mit beispielsweise Homöopathika oder Nosoden konfrontiert. Die Reaktion des Körpers gibt dem Therapeuten die Hinweise auf Ort und Art der Störung und das geeignete Heilmittel.
  • Aurikulomedizin oder Ohrakupunktur: Ähnlich wie bei der Elektorakupunktur werden Störfelder durch elektrische Messungen am Ohr identifiziert und behandelt.
  • Nach Messung der durch Zahnmetalle verursachten Ströme im Mund kann eine Sanierung eingeleitet werden.

Wie wirksam ist die Methode?

Der Körper verliert durch die Bekämpfung eines Herds viel Kraft und wird dadurch umfassend in Mitleidenschaft gezogen. Diese Erkenntnis ist unstrittig.

Schulmedizin:

Die Ansichten darüber, was ein medizinischer Herd oder ein Störfeld ist, gehen in der Schulmedizin und der Komplementärmedizin weit auseinander.

Dies ist für viele Patienten mit ungeklärten Beschwerden und Schmerzen keine ausreichende Hilfe. Der Bescheid, dass trotz Beschwerden keinerlei krankhafte Veränderungen auszumachen seien, ist und bleibt für den Betroffenen keine Lösung.

Alternative Medizin:

Die Komplementärmedizin hält daher weitere Verfahren zur Störfelddiagnostik bereit wie Kinesiologie, Elektroakupunktur, Neuraltherapie, Bioresonanztherapie oder Aurikulomedizin (Ohrakupunktur). Diese Verfahren sind weder zur Diagnose noch zur Heilung anerkannt und naturwissenschaftlich geführte Beweise für die Wirksamkeit dieser Verfahren fehlen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie dennoch im Einzelfall helfen, einen Herd zu entdecken oder über psychosomatische Effekte eine Heilung zu erzielen. Ein therapeutisches Gespräch kann oft eine Lebensumstellung bewirken.

Patient:

Oft wird auf der Suche nach einem Herd, das Ziehen mitunter auch von augenfällig gesunden Zähnen angeraten. Man sollte hier kritisch bleiben und im Zweifelsfall weitere Meinungen einholen.

Kosten/Erstattung

Die Krankenkassen haben sich überwiegend der Sichtweise der Schulmedizin angeschlossen und zahlen nur bei einem „sichtbaren“ Herd die Standardtherapie.

Literatur

  1. Strittmatter, B.: Der Störherd und seine Entstörung: Wege aus der Therapieresistenz (Taschenbuch), Hippokrates, Stuttgart, 2. Auflage, 2005
  2. Bierbach, E. (Hrsg.): Naturheilpraxis Heute; 3. Auflage, Elsevier Urban & Fischer, München, Jena, 2006