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Irisdiagnose

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Irisdiagnose - Erkrankungen spiegeln sich im Auge wieder

Bei der Irisdiagnose werden Erkrankungen oder Krankheitsneigungen durch Analyse der Iris bestimmt. Die Methode ist bisher weder wissenschaftlich belegt noch theoretisch begründet.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Das Auge ist nicht nur der Spiegel der Seele

Seelische Vorgänge zeigen sich ganz besonders in der Augenregion. Aber nicht nur das. Seit langen Zeiten glaubt man, dass auch körperliche Zusammenhänge in den Augen ihren Niederschlag finden: Die Irisdiagnose soll bereits im alten Ägypten und China Anwendung gefunden haben. In der Neuzeit hat der ungarische Arzt Ignaz von Peczely als erster eine Iriskarte publiziert (1886). Darauf folgten zahlreiche Therapeuten und Schulen, welche die Irisdiagnose verfeinerten.

Die Irisdiagnose geht davon aus, dass sich organische Erkrankungen im Auge auf der bunten Regenbogenhaut zeigen. Relevant sind daneben auch die Augenfarbe und die Haut um die Augen herum. Es sollen Nervenverbindungen sein, die den Kontakt zwischen dem Organ und Auge herstellen.

Welche Krankheiten werden mit Irisdiagnose behandelt?

  • Erkennen der primären Krankheitsursache
  • Ererbte Konstitution, anfällige/schwache Organe, Krankheitsneigung
  • erworbene organische Schäden, chronischer entzündlicher oder degenerativer Natur
  • Reaktionsbereitschaft auf Medikamente

Erkrankungen, bei denen Irisdiagnose helfen kann

Behandlungsprinzip

Landkarten für die Augen

Die aktuellen Iriskarten teilen das Auge in Sektoren und konzentrische Kreise um die Pupille auf. Pigmente und Strukturveränderungen an bestimmten Stellen werden mit Organen in Verbindung gebracht. Dabei spiegelt sich bei der Irisdiagnose die linke Körperseite im linken Auge, die rechte im rechten Auge. Die inneren Organe (wie Magen und Darm) haben ihren Platz nahe der Mitte (Pupille), die äußeren Organe (Haut) liegen am Rand.

Des Weiteren liefere die Augenfarbe sowie die Strukturen der Regenbogenhaut ("Strahlen", "Lakunen", "Flocken") wichtige Informationen für den körperlichen Zustand.

So soll es möglich sein, mit Hilfe der Irisdiagnose sowohl ererbte als auch erworbene Krankheiten abzulesen. Dabei können die Schwachstellen des Körpers erkannt werden, also Organe, die durch Belastungen wie Stress/Toxine/Infektionen als erstes beeinträchtigt sind. Die Informationen der Irisdiagnose nutzt man zur Heilung aber insbesondere auch für vorbeugende Behandlungen.

Wie wirksam ist die Methode?

Bei der Irisdiagnose werden Erkrankungen oder Krankheitsneigungen durch Analyse der Regenbogenhaut (=Iris) bestimmt. Es liegen keine wissenschaftlichen Belege für diese Zusammenhänge vor.

Patient:

Für die Klienten ist die Irisdiagnose ein an sich wenig belastendes und schnelles Verfahren. Dabei werden die Augen lediglich mit vergrößernden optischen Instrumenten untersucht.

Therapeuten:

Die Therapeuten räumen oft ein, dass die Irisdiagnose nicht exakte Diagnosen liefert. Es sei viel Erfahrung notwendig und die Iris würde häufig nur "Anfälligkeiten für Krankheiten" aufzeigen, die nicht zwangsläufig zum Ausbruch kommen würden. Desweiteren sei es möglich, die Ursachen von Krankheiten aufzuklären. Beispielsweise liegt bei Gelenkschmerzen die Ursache nicht unbedingt im Gelenk, sondern eventuell in einem erkrankten Darm. So komme es zu einer Diskrepanz der Diagnosen von Schulmedizin und Irisdiagnose.

Schulmedizin:

Sie lehnt die Irisdiagnose ab.

Lässt man eine Iris von verschiedenen Therapeuten von unterschiedlichen Schulen bewerten, so erhält man sehr verschiedene Diagnosen. Auch gesicherte Diagnosen werden mit der Irisdiagnose nicht zuverlässig erkannt. In Studien waren die Therapeuten mit Irisdiagnose nicht in der Lage, Nieren- oder Gallenblasenerkrankungen anhand von Fotos zu erkennen. Allerhöchstens kann die Irisdiagnose Hinweischarakter haben.

Problematisch ist die Methode, wenn dem Patienten "Krankheiten" unterstellt werden, die er nicht hat. Er macht sich Sorgen und es werden unnötige Abklärungen von "kranken Organen" eingeleitet. Teilweise werden in Folge dessen Hausärzte gedrängt, Untersuchungen auf Kosten der Krankenkasse durchzuführen. Dies belastet die Finanzen und nutzt dem Patienten nicht.

Kosten/Erstattung

Die gesetzlichen Krankenkassen halten die Irisdiagnose für unzuverlässig und zahlen daher nicht. Bei ernsthaften Beschwerden sollte man keine Zeit vergeuden und schulmedizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Literatur

  1. AOK, Homepage, Alternative Therapien, Irisdiagnose, Stand Februar 2010
  2. Bierbach, E. (Hrsg.): Naturheilpraxis Heute; 3. Auflage, Elsevier Urban & Fischer, München, Jena, 2006
  3. Ernst E.: Iridology: not useful and potentially harmful. Arch Ophthalmol. 118(1):120-1, 2000