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Meditation

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Kraft sammeln durch Meditation

Verschiedenste Übungen zur Konzentration und Achtsamkeit sollen Körper und Geist zur Ruhe bringen. Meditation hilft bei einigen Beschwerden nachweislich.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Meditatives Nachsinnen

Meditation ist eine uralte Praktik zur Sammlung und Konzentration. Sie wurde in vielen Kulturkreisen unabhängig voneinander in Zusammenhang mit Weltanschauung und Religion entwickelt. Meditation wird als bewusstseinserweiternde Übung oder als ein Mittel zum unmittelbaren Erfahren des Göttlichen praktiziert. Sie betrifft nicht nur den Geist, sondern kann auch die Kontrolle des Körpers oder die Kommunikation mit dem Körper verbessern.

Im Zentrum der Meditation steht zum Beispiel:

  • eine gegenständliche Betrachtung
  • eine gegenstandsfreie Anschauung (absichtsloses Dasein im „Hier und Jetzt“, ohne Gedanken, Empfindungen oder Gefühle)
  • Loslösen vom Körper, Distanz vom Ich
  • körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder Kommunikation mit dem Köper

Das indische Yoga, die Zen-Meditation und Qi-Gong sind bekannte Beispiele für die körperliche Seite der Meditation. Hier soll die Seele den Bewegungen des Körpers folgen. Es stellt sich eine bestimmte Geistes- und Körperhaltung ein.

Welche Krankheiten werden mit Meditation behandelt?

  • Stress: Rückzug, Ruhe und Entspannung
  • teilweise oder hauptsächlich psychosomatisch bedingte Erkrankungen wie Bluthochdruck oder chronische Magen-Darm-Beschwerden, Asthma bronchiale, Fibromyalgie
  • psychische Störungen, Depressionen, Selbstwertproblematik, Angstzustände, Phobien, (keine schweren psychischen Erkrankungen!)
  • Suchtverhalten
  • Leistungsschwäche: Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit und Konzentration
  • Lebenskrisen: Distanz, neue Sichtweisen, Lösungswege

Behandlungsprinzip

Wie wirkt die Meditation?

Im Zustand der Meditation sollen die aktuellen Gedanken und Nöte für eine kurze Zeit abgeschaltet werden. Danach wird es möglich, die Welt mit neuen Augen zu betrachten. Meditation fördert das Gefühl innerer Ruhe und Gelassenheit. Daneben kann man mit medizinischen Methoden eine Reihe von psychosomatischen Veränderungen messen, wie bei Blutdruck und Atmung.

Heute hat man Meditation auch bei uns neu entdeckt: Sie soll helfen Alltagsstress und Hektik abzubauen. So nutzen die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training meditative Elemente. Inhalt sind nicht nur Entspannung, sondern auch die achtsame Haltung zum Körper.

Wie wirksam ist die Methode?

Klient

Bis sich ein meditativer Zustand einstellt, ist viel Übung notwendig. Das bewusste Wollen ist hier eher hinderlich. Diese Fähigkeit wird in unserem Kulturkreis nicht gepflegt. Regelmäßiges Üben in Monotonie und Ruhe unter fachkundiger Anleitung ist daher nötig.

Achten Sie auf die weltanschauliche oder religiöse Ausrichtung des Anbieters, um nicht ungewünschten Einflüssen ausgesetzt zu sein.

Schulmedizin

Die Wirkung der Meditation lässt sich tatsächlich nachweisen, wie man an der Veränderung des Musters der Hirnwellen messen kann. Auch körperliche Veränderungen sind je nach Übung nachweisbar. Der Herzschlag wird zum Beispiel verlangsamt, die Atmung vertieft und Muskelspannungen werden reduziert. Kleine Studien bestätigen die Wirkung der Meditation bei Angstzuständen und Asthma. Auch Beschwerden durch Fibromyalgie konnten durch Meditation etwas gebessert werden.

Kosten/Erstattung

Weil viele Methoden weltanschaulich gebunden sind, wird Meditation von den Kassen als Gesundheitskurs nicht bezahlt.

Im Gegensatz dazu können Kosten für Entspannungsverfahren mit einer „meditativen Komponente“ – wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung – übernommen werden, wenn die Kurse unter Aufsicht von anerkannten ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt werden.

Quellen

  1. AOK, Gesundheit, Meditation, Erstattung, Homepage, Stand Februar 2010
  2. Edzard, E. et al. (Hrsg.), in der Übersetzung von Falkenburg, P.: Praxis Naturheilverfahren, 1. Auflage, Springer Verlag, 2001
  3. Melchart, D. et al. (Hrsg.): Naturheilverfahren, Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, 1. Auflage, Schattauer, Stuttgart, New York, 2002
  4. Techniker Krankenkasse: Erstattung der Meditation, Homepage, Stand Februar 2010