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Das erwartet Sie bei der Ozontherapie

Ozon ist gezielt aggressiv

Ozon ist als reaktives Molekül nicht gerade sanft zu seiner Umgebung. Im Augenblick schreit die Anti-Aging-Welle nach Antioxidantien. Aber ganz ohne Oxidantien können wir nicht überleben, das zeigen neue Forschungsergebnisse ganz deutlich. Der Körper selbst produziert oxidativen Stoffwechsel ganz gezielt, was zählt ist die exakte Regulation. Auch die Ozontherapie soll ganz in diesem Sinne wirken.

So wirkt die Ozontherapie

Ein kurzes zerstörerisches Signal bringt den Körper auf Trab. Er bemerkt den Schaden und beginnt die Systeme zur Schadensregulation hoch zu fahren. Im Endeffekt dürfte er davon profitieren, das zumindest vermutet man. Die Indizien zur Ozontherapie lassen vorerst aber nur begründete Spekulationen zu.

Desinfizierend

Ozon führt zu einer oxidativen Schädigung der Membranen, Erbsubstanz und Enzymen von Organismen. Es ist nachweislich giftig für Viren, Bakterien und Pilze. Da es sich um eine unspezifische Reaktion handelt, ist eine Resistenzbildung nicht möglich. So wäre es prinzipiell möglich, auch Bakterien, die gegen die gängigen Antibiotika resistent sind, mit dem Gas abzutöten. So kommt die Ozonbehandlung bei Fisteln, Verbrennungen, Vereiterungen, Pilzerkrankungen, wund gelegenen Hautbereichen und diabetischen Wunden zum Einsatz. Sogar bei virusbedingten Erkrankungen wie Lebererkrankungen (Hepatitis) und Herpes setzt man das Gas ein. Hier liegen vereinzelte Erfolgsmeldungen vor. Desgleichen wird ein Einsatz bei Malaria diskutiert. Fachleute sehen in diesem Gebiet der Ozontherapie ein Potential und fordern hier gezielte klinische Studien.

Häufig verwendet wird Ozon zur Trinkwasseraufbereitung. Im Gegensatz zum Chlor inaktiviert es auch diverse Virentypen (nicht alle). Man nutzt daher Ozon zur Aufbereitung von Schwimm- und Thermalwasser und zur Desinfektion von infizierten Abwässern. Das Abtöten von Viren in Blut und Blutkonserven wird jedoch als unsicher eingestuft. Eine Wirkung gegen Hepatitis und HIV ist nicht gesichert.

Ozon in der Reiztherapie

Oxidative Schäden sind für den Körper schädlich, so dass er sich davor schützten muss. Viele altersbedingte Krankheiten wie Diabetes, Krebs, ArthritisAlzheimer und Herzkrankheiten werden durch oxidative Schäden mit ausgelöst. Bei Infektionen und Entzündungen erzeugt der Körper selbst Oxidantien. Laufen diese Prozesse aus dem Ruder, sind schmerzhafte und degenerative Krankheiten die Folge (wie rheumatische und arthritische Beschwerden). Entzündungen lösen erheblichen oxidativen Schaden aus, der an der Zerstörung zellulärer Strukturen inklusive der Erbsubstanz beteiligt ist. 

Im Laufe der Evolution haben sich daher einige Schutzsysteme entwickelt, die im Körper diese Stoffe mehr oder weniger vollständig abfangen und entgiften helfen. Enzyme wie Katalase und Superoxiddismutase zersetzen gefährliche Sauerstoffverbindungen. Am Ende einer Reaktionskette entsteht unschädlicher Sauerstoff und Wasser. Im Sinne einer Reiztherapie soll die Ozontherapie gezielt diese Enzymsysteme aktivieren, die in der Entgiftung wirken. Da der Reiz nur akut wirkt, werden die antioxidativen Körperschutzsysteme nur kurz belastet. Schäden an Membranen und Proteinen werden schnell repariert. Nur bei den Veränderungen der Erbsubstanz kann nicht immer der alte Zustand hergestellt werden. In Laborversuchen wurde gezeigt, dass die antioxidative Fähigkeit in den roten Blutzellen den zugeführten oxidativen Stress sehr schnell ausgleicht. Die Ozontherapie soll hier helfen, wieder ein natürliches Gleichgewicht zwischen oxidierenden und antioxidierenden Prozessen im Sinne einer Regulation einzuleiten.

Ozontherapie stimuliert das Immunsystem

Laborversuche zeigen, dass durch Ozon zelluläre Signale ausgelöst werden. Sie führen am Ende zur Ausschüttung von immunaktivierenden und wundheilenden Botenstoffen. Allerdings kann man die Effekte im Blutplasma nicht immer nachweisen. Dennoch sollen Patienten mit Wunden, bakteriellen Infektionen und viralen Erkrankung profitieren.

Ozon gegen Krebs

Ebenso sei bei Patienten mit Tumoren, die sich als resistent gegen die Chemotherapie erwiesen haben, durch die Ozontherapie eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität zu beobachten. Das berichten die Anwender. Die Therapie soll dabei auf verschiedenen Ebenen wirken. Es unterstütze das Immunsystem und töte Krebszellen. Schnell wachsende Krebszellen sind gegen viele Stoffe empfindlich, so auch gegen aggressives Ozon. Das Gas ist auf der anderen Seite so reaktiv, dass nicht sicher ist, ob es den Tumor erreicht. Das diskutieren die Kritiker. Auch eine vorbeugende Wirkung der Ozontherapie auf Krebserkrankungen wurde bisher nicht schlüssig bewiesen.

Durchblutung und Sauerstoffversorgung

Ozon reagiert mit den Membranbestandteilen der Zellen, sodass ungesättigte Lipide oxidativ zerstört werden. Dadurch wird aber auch die Bildung eines Stoffes angeregt, der eine Weitung der Adern bewirkt (Stickstoffmonoxid). Darauf folgt eine verbesserte Durchblutung der Kapillaren. Die Membranreaktionen sollen darüber hinaus die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Das Gas soll außerdem bewirken, dass die roten Blutzellen den Sauerstoff leichter abgeben. Ein erhöhter Sauerstoffgehalt in den Arterien konnte gezeigt werden. Diese Effekte der Ozontherapie nutzt man bei Durchblutungsstörungen. Wie groß die therapeutischen Effekte (im Vergleich zu den Schäden) am Ende sind, kann nur schwer beziffert werden.

Die Anwender der Ozontherapie geben an, dass das Gas in den korrekten therapeutisch verabreichten Dosen die roten Blutzellen nicht schädige. Einige Befunde weisen darauf hin, dass die Aktivität des Stoffwechsels der roten Blutzellen gesteigert wird. Rote Blutzellen und das Blutplasma sind nachweislich in besonderem Maße mit Enzymsystemen zur Beseitigung von oxidativem Schaden und Radikalfängern ausgestattet. Ozon richte hier weniger Schaden an als in anderen Körpergeweben, wie etwa der Lunge.

Schmerztherapie

Ozon lindert Schmerzen, der genaue Mechanismus der Schmerzlinderung ist nicht bekannt. Vermutlich ermöglicht die verbesserte Mikrozirkulation und die gedämpfte Entzündung eine schnellere Heilung von Wunden und Verletzungen. Ozon verbessert die Sauerstoffversorgung komprimierter Nerven, was ebenfalls als Hypothese für die schmerzlindernde Wirkung herangezogen wird. Nach anderer Meinung könnte Ozon auch begrenzte Schäden an den schmerzleitenden Nerven hervorrufen. Sie sind dann nicht mehr in der Lage Schmerzreize zu melden. Daneben werden ähnliche Mechanismen propagiert, wie sie für die Akupunktur und Elektrotherapie diskutiert werden: Hier soll die Schmerzleitung über die Hemmung der Verschaltung auf Ebene des Rückenmarks gehemmt werden („chemische Akupunktur“).

Ablauf der Behandlung

Ozon, frisch hergestellt

Ozon entsteht oft ganz natürlich in der Umwelt, zum Beispiel bei einem Blitzschlag oder durch UV-Strahlung in der Atmosphäre. Dieses Gas ist aber nicht nutzbar. Das instabile Gas muss immer frisch hergestellt werden. Therapeutisch wird Ozon jeweils aus Sauerstoff durch Strom in speziellen Ozongeneratoren erzeugt. Weder als Gas noch in Wasser oder Blut hält sich das Molekül lange. Einzige Ausnahme: ozoniertes Olivenöl. Hier sind aber die Folgeprodukte der Reaktion aktiv und nicht das Gas selbst.

Erst abklären, dann handeln

Vor einer Ozonanwendung sollte ein Mediziner abklären, ob schwerwiegende Erkrankungen vorliegen. Ein notwendiger Behandlungsbeginn wegen einer akuten Erkrankung sollte nicht verzögert werden.

Ozontherapie in Serienbehandlung

Eine Ozonbehandlung wird in der Regel 5-30 Mal wiederholt: Je nach Erkrankung wird sie zweimal täglich bis zu einmal wöchentlich angewendet. Die Behandlung wird über mehrere Monate verteilt durchgeführt.

Kosten und Erstattung

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Ozontherapie üblicherweise wegen nicht nachgewiesenen Nutzens und der nicht gesicherten Nutzen-Schaden-Relation nicht. Auch bezüglich Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit sei keine Bewertung möglich, so der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen.

Ergänzende Maßnahmen

Alle Maßnahmen, die den Körper mit Sauerstoff versorgen und die Durchblutung fördern, sind geeignete Ergänzungen zur Therapie. Dazu zählt gerade Bewegung und Sport.

Antioxidativ wirkende Substanzen in der Nahrung helfen dem Köper das Schutzsystem gegen oxidierende Verbindungen aufrecht zu erhalten. Vitamine und zahlreiche Antioxidantien sind in frischem Obst und Gemüse enthalten. Im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sie ein viel breiteres Spektrum an antioxidativ wirksamen Verbindungen.

Oxidieren heißt altern

Bei allen Verbrennungsvorgängen und der Energiebereitstellung im Körper entsteht derselbe oxidative Schaden wie durch die Ozonauswirkungen. Je höher der Energiedurchsatz des Körpers, umso mehr Schaden entsteht. Im Laufe eines langen Lebens häufen sich diese Schädigungen an. Dies kann zu einer vorzeitigen Alterung führen. Schwere Verausgabung und Übergewicht zählen zu den problematischen Verhaltensweisen. Daneben setzten uns die Alltagsgifte zu (Nikotinkonsum, Abgase, Schwermetalle und andere Schadstoffe). Eine vernünftige Lebensführung und wertstoffreiche Ernährung sind die beste Vorbeugung gegen oxidative Schädigungen. So kann das kalendarische und biologische Alter im Alter deutlich auseinander klaffen, bis zu 5 Jahren, Tendenz zunehmend.