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Sauna

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Sauna: Wechsel von heiß und kalt ist das Geheimnis

Wer im November vor Erkältung geschützt sein will, muss im August mit dem Saunieren anfangen.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wüstenklima

„Heißluftbad mit Kaltapplikation“ lautet die knappe wissenschaftliche Beschreibung für Sauna. Mit 80-120°C Lufttemperaturen herrscht in der Sauna ein wahres Wüstenklima. Je trockener die Luft, umso weniger empfindet man die Hitze. Durch einen gezielten Wasserguss auf die Hitzequelle lässt sich der Saunaeffekt noch steigern. Ist der Körper maximal aufgeheizt, toleriert er auch einen heftigen Kältereiz im Anschluss. Die ganz Mutigen nehmen ein Tauchbad in kaltem Wasser. Weniger belastend für den Kreislauf wirkt ein Kaltluftbad.

Wer es schon einmal ausprobiert hat, weiß wie stimulierend ein Saunabesuch sein kann, vor allem in der unwirtlichen Jahreszeit. Das Sauna-Prinzip kennt man in allen kalten Ländern dieser Erde. Naturvölker schreiben der Sauna auch geheime Kräfte zu. Gemeinsam saunen stärkt Beziehungen und dient daneben dem klärenden Gespräch von Mensch zu Mensch. Und natürlich lässt ein Saunabesuch auch die Glückshormone fließen.

Welche Krankheiten werden behandelt?

Mit Sauna-Anwendungen werden alle Krankheiten behandelt, die auf Durchblutung und Entspannung ansprechen. Sauna bekämpft den Stress und senkt den Blutdruck. Häufige Saunagänge steigern den Stoffwechsel und verbessern das Hautbild. Bei regelmäßiger Anwendung fördert Saunen die Abhärtung, verringert die Anfälligkeit für Erkältungen und lindert chronische Atemwegserkrankungen. Daneben kann man bei Schmerzzuständen intensive Wärme versuchen, optimal ist Sauna bei Verspannungen und Muskelschmerzen, nützlich außerdem bei Arthritis und Arthrose. Bei allen akuten Entzündungen (Rheumaschub) und Infektionen (Grippe, Fieber) sowie Krebs ist ein Saunabesuch nicht anzuraten. Daneben braucht man ein gesundes Herz und eine intakte Durchblutung. Ob man bei schwerem Bluthochdruck und Herzerkrankungen sauen darf, muss vorher ein Arzt abklären.

Behandlungsprinzip

Um den Köper nicht zu sehr zubelasten, muss man sich beim Saunen an bestimmte Regeln halten:

  1. Der Körper soll vorher schon vorgewärmt sein. Traditionell beginnt die Anwendung mit einer gründlichen Körperreinigung. Wer die Sauna betritt soll in der untersten Stufe beginnen, dort ist die Temperatur am niedrigsten.
  2. Meist erfolgen mehrere Saunagänge. Dabei muss man sich immer am individuellen Wohlgefühl orientieren. Mehr als 10-15 Minuten sollte ein Saunagang nicht dauern, insgesamt nicht mehr als 30 Minuten.
  3. Sauna belastet den Kreislauf. Im Sitzen oder Liegen ist das leichter zu ertragen. Vorsicht bei plötzlichem Aufstehen, bei labilem Kreislauf löst das mitunter Schwindel aus.
  4. Der Körper verliert über Schweiß und Verdunstung in der Sauna viel Flüssigkeit. Zwischen den Gängen daher viel Trinken (Tee, Mineralwasser).
  5. Ein Saunagang schließt immer mit einem Kaltreiz ab. Direkt nach dem Saunagang den Körper erst mit Kaltluft vorbereiten. Danach empfiehlt man je nach Konstitution kalte Abreibungen, Schenkel-Arm-Guss, Schwalldusche oder Tauchbad.
  6. Nach der Sauna wird man müde, Zeit für eine Ruhephase (15-30 Minuten). Planen Sie nach der Sauna keine Höchstleistungen ein.

Wirksamkeit und Bewertung

Die stimulierende Wirkung der Sauna ist allgemein anerkannt. Intensive Wärme regt das vegetative Nervensystem an, das für alle unbewussten Körperfunktionen zuständig ist: Atmung, Verdauung, Herzschlag, Stoffwechsel, Drüsen und Blutgefäße reagieren auf die Wärme. Um sich zu kühlen, steigert der Körper das Herzschlagvolumen und den Puls, die Adern weiten sich und alle Gewebe werden effektiver durchblutet. Durch die Weitung verringert sich der Gefäßwiederstand, darum sinkt nach der Sauna auch der Blutdruck. Bei bester Durchblutung lassen Muskelkrämpfe nach. Daneben weiten sich die Bronchien und die Atmung fällt leichter. Feuchte Wärme lockert den Schleim und verbessert die Lungenfunktion bei Asthmatikern. Sauna lässt den Schweiß rinnen und kurbelt die Drüsentätigkeit an. So kommt auch die Entgiftungsfunktion nicht zu kurz. Auch das Immunsystem reagiert nachweislich. Insgesamt ist die Hitze ein heftiger Reiz für den Körper, der Umstimmungsprozesse anregt. Sauna kann man also der Regulationsmedizin zurechnen. Die Maßnahme erhöht die gesundheitliche Stabilität.

Kosten und Erstattung

Die Wirkung einer Sauna-Anwendung ist zwar allgemein anerkannt, dennoch zählt man sie zur Wellness. Die Kassen erstatten den Saunabesuch derzeit nicht.

Quellen

Links:

Deutscher Sauna-Bund e.V.

Literatur:

  1. Volger E. und Brinkhaus B.: Kursbuch Naturheilverfahren, 1. Auflage, Elsevier Verlag, München, 2013.
  2. Melchart, D. et al. (Hrsg.): Naturheilverfahren, Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung,1. Auflage, Schattauer, Stuttgart, New York, 2002.