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Schwermetall-Ausleitung mit Chelat-Therapie

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Die Chelat-Infusions-Therapie wird nicht nur bei Arteriosklerose, sondern auch bei bestimmten Schwermetall-Vergiftungen angewandt.

Von: Dr. Kurt Wagner

Die Chelat-Therapie ist ein ambulantes Heilverfahren zur Therapie von Durchblutungsstörungen. Dabei wird dem Körper u.a. eine Infusioslösung zugeführt, die verschiedene Mineralien und Vitamine enthält und vor allem aber den Wirkstoff EDTA = Ethylen-Diamin-Tetra-Azetat. Diese Verbindung kommt in ähnlicher Zusammensetzung in eiweißreichen Nahrungsmitteln vor.

Dieses EDTA in Form eines Natriumsalzes (Dinatrium-EDTA) besitzt die Eigenschaft Schwermetalle, wie Blei, Eisen, Nickel, Cadmium, sowie Kalzium im Blutkreislauf zu binden und über die Nieren auszuscheiden.

Deshalb wird die Chelat-Infusions-Therapie nicht nur bei Arteriosklerose, sondern auch bei bestimmten Schwermetall-Vergiftungen angewandt.

Das EDTA verhindert die Produktion überschüssiger freier Radikale, indem es die katalytischen Metallionen bindet und mit ihnen ausgeschieden wird. Somit wirkt EDTA ausgeprägt entzündungshemmend an der Gefäßwand und beugt so weiteren schädigenden Entzündungen vor, die letztlich für Ablagerungen und Verkalkungen an der Gefäßinnenwand (Intima) verantwortlich sind.

Dadurch wird Arteriosklerose aufgehalten und die Zellfunktionen werden wieder hergestellt.

Ursprünglich kommt die Chelat-Therapie aus den USA und wird in Deutschland schon seit 1983 angewandt. Viele Millionen Infusionen sind seitdem verabreicht worden, mit viel Erfolg und ohne schwerwiegende Nebenwirkungen, leichte Nebenwirkungen wie Brennen an der Einstichstelle, frösteln (vorübergehend), Blutdruckabfall, Müdigkeit können in seltenen Fällen auftreten. Bei gut geschulten Therapeuten und sachgerechter Anwendung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Die positiven „Nebenwirkungen“ sind die Senkung des Gesamtcholesterins, Verbesserung von vaskulärem Tinnitus, Verbesserung der Sehleistung, sukzessive Blutdrucksenkung (Verminderung antihypertensiver Medikamente), Verbesserung pectanginöser Beschwerden.

Die Laborparameter wie Nierenfunktion und Elektrolythaushalt sind vor und während der Therapie zu kontrollieren, damit es durch entsprechende Substitution erst gar nicht zu einer Elektrolytverschiebung kommt und die Nieren werden auf ihre Aussscheidungsfähigkeit und Entgiftungsleistung kontrolliert, damit die gebundenen Schwermetalle ausgeschieden werden können.
Da nicht jedes Chelat jedes Schwermetall oder auch Leichtmetall binden kann, gibt es verschiedene Chelatoren, die entsprechenden der toxischen Belastung eingesetzt werden.

Um die Schwermetall-Belastung im Organismus erst einmal zu erfassen sind sogenannte Provokations-Tests nötig. Hierbei wird der 1. Morgenurin aufgefangen und zur Schwermetall-Untersuchung in ein Spezial-Labor geschickt. Am gleichen Tag wird eine Infusion gelegt, die entsprechende Chelat-Substanzen enthält. Zwei Stunden nach der Infusion wird erneut der Urin aufgefangen und zur Testung ins Labor geschickt. Mit der 2. Messung kann man dann die Schwermetallebelastung erfassen.

Mit diesem Provkationstest hat man auch schon die 1. Schwermetall-Ausleitungs-Infusion erhalten. Nach 10 Infusionen wird der gleiche Provokationstest wiederholt. Damit kann man dann die noch verbliebene oder nicht mehr vorhandene Belastung erfassen.

Die Chelat-Therapie kann bei arteriosklerotisch bedingten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, der Beinschlagadern oder der Hals- und Gehirnschlagadern helfen, sowie zur Prophylaxe bei Stresssymptomatik, sowie bei Autoimmunerkrankungen und bei Metallbelastungen durchgeführt werden, wobei hier immer eine Metall-Analyse durchgeführt wird, um die richtigen Chelatoren zur Behandlung auswählen zu können und den Ausleitungserfolg zu dokumentieren.

Dr. med. Kurt K. Wagner