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Warum wir auf manches allergisch oder mit Stress reagieren

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Lernen zu entspannen

Ein Lebewesen, das unter Dauerstress steht, wird krank. Darum sollten wir unsere Gefühle nicht außer Acht lassen und lernen, uns zu entspannen.

Von: Martina Coldewey

Gefühle und Wünsche sollten mehr Beachtung finden

Jeder Mensch ist ein aus vielen Teilen und Prinzipien zusammengesetztes Wesen, üblicherweise mit Körper, Geist und Seele.

Die meisten Menschen kennen ihren physischen Körper noch ganz gut, Gefühle und Emotionen werden oft schon nicht mehr so bewusst wahrgenommen und Gedanken und Wünsche auf der Seelenebene oft noch viel weniger. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich werden wir alle durch vielerlei Zwänge und Bestimmungen täglich beeinflusst oder beeinflussen uns selber.

Energetische und seelische Betrachtungen

Es wird von einem Leben in Reichtum und Konsum geträumt, von Gesundheit und Glück. Vieles davon gelingt und verschafft so Zufriedenheit und Freude. Manches misslingt und führt in die Verkrampfung und Anspannung und letztlich vielleicht auch in die Krankheit.

Mit jedem negativen Gedanken verhärtet sich unsere Seele weiter und entweder wird die „äußere Kruste“, unser Schutzschild nach außen, immer dicker und alles prallt an uns ab (was ja sogar noch von Vorteil sein kann) oder wir nehmen alles auf und „ziehen“ das Leid und die Frustration dann nach innen und der Körper reagiert mit Stress oder einer Autoaggression, d.h. er richtet seine Ängste/Zweifel und seine ungelebten Wünsche (Anteile) gegen sich selber und entwickelt Allergien und ggf. weitere Autoimmunerkrankungen.

Würden wir uns nun bemühen, jeder einzelne von uns, unsere Gedanken zu „zähmen“ und künftig nur noch positive, hilfreiche und aufbauende Gedanken zu zulassen, so könnten wir unsere Welt und unser Leben alleine damit schon zum Guten verändern. Leider bekommen die meisten von uns das heute nicht mehr hin oder können es sich auch einfach nicht vorstellen.

Die Folge: Das Leben wird zunehmend als stressiger empfunden und alles erscheint uns damit auch anstrengender.

Warum eigentlich? Dies wird verständlich, wenn wir uns anschauen, was bei Stress im Körper geschieht:

Zum Einen, als Sofortreaktion, die „Mobilmachung“ des Körpers nach dem Motto: Es ist Gefahr in Verzug, wir müssen „Kämpfen oder Wegrennen“. Auf der körperlichen Ebene führt das dazu, dass das Gehirn mehr durchblutet wird, Puls und Atmung werden beschleunigt, das Adrenalin steigt, das Schmerzempfinden sinkt, die Blutgerinnungsfaktoren nehmen zu (für den Fall, dass wir uns verletzen). Die Immunabwehr steigt kurzzeitig an, damit sich eventuell entstandene Wunden nicht entzünden. Die Muskeln spannen sich an und die Reflexe steigen, zum schnellen Weglaufen oder zum Kämpfen. Unsere Verdauungsaktivitäten werden runter geregelt. Wer will in so einer Situation auch noch an Essen denken, dafür stellt der Körper eingelagerte Zucker und Fettreserven als Energielieferanten zur Verfügung.

Wenn jetzt tatsächlich ein Kampf (verbal oder tatsächlich) stattfindet, ob auf dem Schulhof mit den Klassenkameraden oder mit dem Chef im Büro, findet diese Sofortstressreaktion meist ein schnelles Ende und der Körper beruhigt sich. Das Adrenalin wird dabei im Blut wieder abgebaut.

Zum Anderen wenn es zu keiner Lösung, also weder Kampf noch Flucht kommt (wer traut sich heute in der „Wirtschaftkrise“ noch mit dem Chef zu „kämpfen“/streiten), beginnt der Körper nach ca. 15-20 Minuten mit einer weiteren Stress-Reaktion auf der so genannten Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse. Und hier kann die Stressreaktion schnell in die chronische Variante abrutschen, der Körper beginnt quasi sich auf einen Dauerkampf einzurichten.

Hierzu wird die Weiterleitung der Stressfaktoren dann über das Hormonsystem, speziell auch über die Nebennieren (Cortisol) gesteuert, dies geschieht langsamer aber kontinuierlicher, mit dem Ziel auch dauerhaft den Körper einsatz- und kampfbereit zu halten.

Das heißt aber auch, nicht mehr das Gehirn steuert die Stressreaktion, sondern dort wird der Stress nun ab- bzw. zwischengelagert, dies verändert die Reaktionsbereitschaft von Nervenzellen und Immunabwehr. Es kommt zu Konzentrations- und Schlafstörungen, zur erhöhten Infektanfälligkeit oder durch Überreizung zu Allergien, die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig, von Reizdarm bis Durchfall und Verstopfung. Das Herz-Kreislaufsystem reagiert mit Unruhe, Herzrasen, Durchblutungsstörungen und Atemnot. Die Muskulatur bleibt angespannt, (Stress macht auch sauer und verändert auch den pH-Wert), es gibt Muskelschmerzen, RückenschmerzenKopfschmerzen, Gelenkerkrankungen, die Schmerztoleranz verringert sich.

Das heißt nun nicht, dass Stress per se schlecht ist, es ist eine normale Körperreaktion. Wir brauchen auch den Wechsel zwischen Aktivität und Passivität, damit unser Körper im Training bleibt und nicht einfach nur träge wird. Nur Stress als Daueranspannung sollte vermieden werden.

Wir müssen auch wieder lernen zu entspannen und auf unser „Bauchgefühl“ zu hören, oft sagt uns dieses sehr genau, wo unsere Grenzen liegen.

Beachten Sie einmal, wenn Sie die Nase voll haben vom Alltag, der Arbeit, der Familie etc. Bekommen Sie dann nicht leichter einen Schnupfen vielleicht sogar eine allergische Reaktion?

Wenn Sie ein Essen, ein Nahrungsmittel nicht mögen, wird Ihnen dann nicht leichter davon übel oder Sie bekommen Blähungen, Verstopfung, Durchfall?

Vielleicht reicht ja auch nur der Gedanke, das mag ich nicht oder das will ich jetzt nicht und Ihr Körper, Ihre Gefühle, Ihre Seele beginnen bereits in „Alarmbereitschaft“ zu gehen und sich mit Unwohlsein etc. zu melden.

Achten Sie doch einfach mal mehr darauf und spüren rein, was da in Ihnen passiert. Es könnte die beste und sinnvollste und dabei einfachste Investition sein, Ihrem Körper und sich selber mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

Denn wie sagte schon Hippokrates „die beste Medizin ist immer noch die natürliche Heilkraft im Inneren eines jeden Menschen“.

Nutzen Sie beispielsweise den Frühling auch als gedanklichen Neuanfang zur geistigen, emotionalen und seelischen Reinigung von allem Alten und Belastenden.

Und gönnen Sie sich mindestens jeden Morgen ein Lächeln für sich selber im Spiegel und wenn Sie rausgehen mindestens ein Lächeln pro Tag für Ihre Mitmenschen und verbinden es mit positiven und netten Gedanken und Sie werden erstaunt sein, welche positive Resonanz Sie damit erzeugen können.