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Wunderdroge Resveratrol

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Lebenselixier Rotwein?

Ist Resveratrol, enthalten im Rotwein, die langersehnte Wunderdroge zur Lebensverlängerung und Kampf gegen die Alterserscheinungen?

Von: Dr. rer. nat. Ernst Grondal

Resveratrol soll verantwortlich für "französisches Paradoxon" sein

Resveratrol ist Bestandteil des Rotweins und soll für das "französische Paradoxon" verantwortlich sein (weniger Herzinfarkte trotz Nikotin und relativ cholesterinreicher Ernährung). Mittlerweile hat man das Resveratrol isoliert und an unterschiedlichen Tierspezies ausgetestet. Wenn man den Ergebnissen trauen kann, hat man hier das langgesuchte Lebenselixier gefunden

Ein Glas Rotwein am Abend?

Es soll nicht nur DiabetesArteriosklerose und Fettleber verhindern, nein, nichts weniger als eine lebensverlängernde Wirkung wird dem Resveratrol zugeschrieben. Zusätzlich wirkt es als Antioxidanz, das auch in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, es hemmt Entzündungen, wirkt vorbeugend vor Alzheimer und hat natürlich auch noch eine antikanzerogene Wirkung.

Und das alles mit einem Glas Rotwein am Abend? Das wäre toll! Leider nicht. Eine im Tierversuch bzw. in Zellkulturen gefundene Wirkung trat nur ab einem Äquivalent von etwa 10 Flaschen Rotwein pro Abend. Und ob das noch angenehm ist, wage ich zu bezweifeln.

Es gibt Kapseln, die die entsprechende Menge (8 bis zu 400mg) enthalten. Aber ist deswegen das Glas Rotwein (weniger als 2 mg Resveratrol) als Medizin gestorben?

Hier steht wieder ein isolierter Stoff dem Gemisch aus der ganzen Traube gegenüber. Noch ist nämlich nicht gewiss, ob Resveratrol der einzige Stoff in der Traube ist, der diese Wirkung vermittelt, vielmehr ist es wahrscheinlich, dass das gesamte Spektrum an sekundären Pflanzenstoffen hier zusammenspielt und für die Wirkungen verantwortlich ist. Da andere Rotweinpolyphenole wie Quercetin oder Catechin synergistische Wirkungen zum Resveratrol entfalten und dessen Metabolisierung positiv beeinflussen, sollten diese ebenfalls in den Präparaten enthalten sein. Und dann bedarf es vielleicht gar nicht mehr dieser Mengen an Resveratrol und das Glas Rotwein darf wieder genossen werden.