Kostenübernahme der Kassen für Homöopathen oder Heilpraktiker

© Claudia Hautumm/pixelio.de
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Freitag, 06.05.2011, 16:10

von Nina Rosin

Eine Krankenversicherung hat generell die Aufgabe, die Kosten für medizinisch notwendige Behandlung zu übernehmen. Das gilt allerdings nicht automatisch für alle Behandlungen, denn es hängt hier davon ab, ob die erfolgte Behandlung von den Kassen bzw. teilweise auch vom Gesetz her als "hilfreich" angesehen wird.

Während die Behandlung im Bereich der so genannten Schulmedizin fast immer bezahlt wird, sieht es zum Beispiel teilweise ganz anders aus, falls die Behandlung in der Sparte der Naturheilverfahren vorgenommen wird, also durch Homöopathen oder Heilpraktiker. Wenn es nun um die Frage geht, was die Krankenversicherungen bei Behandlungen durch den Heilpraktiker an Kosten übernehmen, so kann man dazu keine pauschale Aussage treffen. Zunächst muss nämlich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung (GKV und PKV) differenziert werden.

Die gesetzliche Krankenversicherung

Bei der GKV (http://www.gkv.info) wird es auch heute noch meistens so gehandhabt, dass die Kosten für Behandlungen im Bereich der Naturheilverfahren nicht übernommen werden. Es gibt jedoch auch Ärzte für Naturheilverfahren, die eine kassenärztliche Zulassung haben, und daher die Behandlungen auch mit der GKV abrechnen können. Ob und was die Krankenversicherung dann jedoch an Kosten übernimmt, ist im Prinzip teilweise abhängig von der Krankenkasse, sodass man sich als Versicherter hier stets bei seiner Krankenkasse erkundigen sollte. Bei der PKV ist die Regelung bezüglich der Erstattung für Behandlungskosten beim Heilpraktiker eindeutiger. Hier kommt es nämlich ausschließlich darauf an, ob es im gewählten Tarif als Leistungsbestandteil so ist, dass Kosten für Naturheilverfahren erstattet werden. Auch der exakte Umfang der Erstattung ist dann im jeweiligen Tarif geregelt, beispielsweise 50 Prozent der Kosten werden übernommen oder/und maximal 1.000 Euro im Jahr.

Die private Krankenversicherung
Gerade bei den privaten Krankenversicherern gibt es bezüglich der Kostenübernahme für Behandlungen beim Homöopathen oder beim Heilpraktiker ganz unterschiedliche Regelungen. Daher sollten Verbraucher hier ganz gezielt darauf achten, welche Kosten genau übernommen werden und ob es betragsmäßige Beschränkungen gibt, entweder vom Zeitraum her oder vom Erstattungssatz her. Falls man bei einer Krankenversicherung versichert ist, welche die Kosten für solche Behandlungen nicht übernimmt, so kann der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung sinnvoll sein. Neben Zahnzusatz- oder Krankenhaus-Zusatzversicherungen gibt es nämlich auch Krankenzusatzversicherungen für den Bereich Naturheilverfahren. Ob man eine solche Zusatzversicherung jedoch haben "muss" oder nicht, kann im Prinzip nur jeder Verbraucher für sich alleine entscheiden.

Weitere Informationen über die gesetzliche und private Krankenversicherung gibt es im Magazin von Krankenversicherung-Vergleich.de – Aktuelle Themen und Ratgeber zu den Regelungen, Tarifen und Änderungen.

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2 Kommentare
  • Freitag, 13.05.2011, 15:50 Uhr
    Biggy aus München schrieb:
    Das mit der Privaten Krankenkasse kann ich bestätigen, auch bei meiner gibt es die zusätzliche Kondition, bei der ich auch homöopahtische Behandlungen inbegriffen sind, was ich sehr begrüße. Warum sich die GKV da nicht mal ein bißchen kulanter ist mir ein Rätsel - schließlich unterstützen sie auch Placebos..?
  • Donnerstag, 23.06.2011, 12:51 Uhr
    Sabine schrieb:
    Das kann ich auch bestätigen. Meine PKV macht das auch. Allerdings kostet es monatlich was extra. Als ich vor einigen Monaten noch in der GKV war sagte man mir das sie nicht möglich. Selbst wenn man einen aufpreis zahlen will. Verstehe ich zwar nicht weil es doch eigentlich auch im interesse der Krankenkasse sein sollte aber bitte.