Was ist denn eigentlich das Leaky-Gut-Syndrom?

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Mittwoch, 20.10.2010, 16:53 Martina R. Wagner

Darmprobleme vielfältiger Art sind in unserer Praxis sehr häufig anzutreffen. Auch bei Krankheiten, die augenscheinlich nichts mit dem Darm zu tun haben, hat man das „Leaky-Gut-Syndrom“ letztlich als Krankheitsursache.

Dazu gehören also nicht nur Verstopfung, Durchfall, Blähungen sondern auch Rheuma, Schwermetall-Belastung, Allergien, Neurodermitis, Akne und Infektanfälligkeiten.

Was ist denn eigentlich das „Leaky-Gut-Syndrom“?

Übersetzt heißt das „durchlässiger Darm“ und man hat das früher als „intestinale Autointoxikation“ oder als „Selbstvergiftung über den Darm“ bezeichnet.

Die Aufgaben der intakten Darmschleimhaut sind vielfältig.

Dazu gehören:

  • Grenzt den Darminhalt zum Körper ab
  • Transportiert Nahrungsbestandteile in den Körper
  • Bilden Abwehrzellen in den Peyer`schen Plaques
  • Bilden Schleim in den Mucosazellen
  • Rückresorption des Wassers im Dickdarm 

Es ist nun so, dass die Darmschleimhautzellen mit Eiweißbrücken verbunden sind, die sich je nach Bedarf lockern um z.B. Abwehrzellen durchzulassen und sich anschließend wieder schließen, wenn der Vorgang abgeschlossen ist.

Dieser Vorgang bedarf viel Energie und kann durch übermäßige Entgiftungsarbeit schädlicher Stoffe oder durch mangelhafte Energiebereitstellung gestört werden.

Die Eiweißbrücken schließen sich nicht mehr und es entsteht eine Funktionsstörung der Darmschleimhaut – sie ist durchlässig geworden für allerlei Substanzen. Nahrungspartikelchen lösen dann eine Nahrungsmittelallergie aus. Das können z.B. Allergien auf Kuhmilcheiweiß oder Weizen in Form einer Neurodermitis sein.

Schädliche Substanzen gelangen über die Lymphe in den Blutkreislauf und in die Körperzellen und Matrix zurück und man hat eine Selbstintoxikation, die mit allerlei Beschwerden und Krankheitsbildern einhergehen kann.

Dazu gehören:

Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Rheuma, Kreislaufstörungen, schlechtes Hautbild, Infektanfälligkeit, Osteoporose, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Intoleranzen auf Milchzucker, Fruchtzucker und Gluten.

Wie Sie ein Leaky-gut-Syndrom vermeiden oder wieder eine gesunde Darmschleimhaut herstellen können, schreibe ich Ihnen im nächsten Blog.

Ihre

Heilpraktikerin Martina R. Wagner

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Ein Kommentar
  • Mittwoch, 21.09.2011, 16:37 Uhr
    Marina Bratengeier aus 1210 Wien schrieb:
    Wie Sie ein Leaky-gut-Syndrom vermeiden oder wieder eine gesunde Darmschleimhaut herstellen können, schreibe ich Ihnen im nächsten Blog. Habe schon 3 Jahre Leaky Gut wie bekomme ich wieder eine neue Schlemhaut. Habe schon sehr viel propiert aber nichts hat geholfen.

    Ihre Marina Bratengeier