Mutaflor

Anzeige
Mutaflor
Erkrankungen und Beschwerden Enthaltene Heilpflanze bzw. Vitalstoff Kategorien Produktgruppe
Mutaflor:

bei Neurodermitis und Reizdarm

Als Wirkstoff enthält dieses probiotische Arzneimittel lebensfähige Bakterien des Stammes Escherichia coli Nissle 1917, die dickdarmwirksam sind. Mutaflor ist laktosefrei.

++ Aus aktuellem Anlass wegen EHEC ++

Mutaflor ist als Prävention und zur Reduktion der Toxin-Spiegel auch zur unterstützenden Therapie bei EHEC-Infektion einsetzbar > mehr

Herkunft und überlieferte Anwendung
Der im Mutaflor® enthaltene Stamm von Escherichia coli wurde 1917 – also während des ersten Weltkrieges – durch Professor A. Nissle aus den Fäzes eines Kriegsteilnehmers isoliert, der in der damals stark verseuchten Dobrudscha im Gegensatz zu allen seinen Kameraden vollkommen darmgesund blieb. Deshalb wird dieser Stamm auch heute noch als E. coli Stamm Nissle 1917 bezeichnet.
Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit von Mutaflor® sind in mehreren klinischen Studien bei verschiedenen Indikationen nachgewiesen worden. Sehr gute Ergebnisse zeigten sich in der Remissionserhaltung der Colitis ulcerosa, der Behandlung des Morbus Crohn und der Verstopfung. Auch bei dem sehr häufigen Krankheitsbild des Reizdarmsyndroms sowie bei der pseudomembranösen Kolitis und der Diversionskolitis werden gute Erfolge erzielt.

Da Mutaflor seine Wirkung vor allem im Dickdarm entfaltet, stellt eine Kombination mit dem dünndarmwirksamen Paidoflor eine ideale Ergänzung zur Stabilisierung und Regeneration der natürlichen Darmflora und damit der Darmfunktion dar.

Patienteninformation des Herstellers

Zusammensetzung:

Arzneilich wirksamer Bestandteil: 1 magensaftresistente Hartkapsel enthält:
Mutaflor®: E.coli Stamm Nissle 1917 entsprechend 2,5 – 25 x 109 vermehrungsfähigen Zellen (KBE) 8,74 – 43,68 mg

Sonstige Bestandteile: Maltodextrin, Talkum, Poly(methacrylsäure-co-methylacrylat), Macrogol (4000), Triethylcitrat, Glycerol 85%, Titandioxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O, Gelatine, Gelbes Wachs, Carnaubawachs, Schellack, Gereinigtes Wasser.

Darreichungsform und Inhalt:

Packungen mit

 20 magensaftresistenten Hartkapseln, N1

 50 magensaftresistenten Hartkapseln, N2

100 magensaftresistenten Hartkapseln, N3

Wirkungsweise:

Das therapeutische Wirkprinzip von Mutaflor® beruht auf der biologischen Wertigkeit, der Lebensfähigkeit und der hohen Keimzahl der verabreichten Keime.

Eine effektive Therapie von Darmerkrankungen verschiedener Genese ermöglichen Wirkqualitäten wie Antagonismus gegen pathogene Keime, Milieubereitung, Unterstützung des Kolonozytenstoffwechsels, Immunmodulation sowie Vitamin-K-Produktion.

Mutaflor® exprimiert Mikrozine und wirkt dadurch antagonistisch gegen Fremdkeime. So werden pathogene Keime aus dem Darm verdrängt. Durch die antagonistische Aktivität werden gasbildende Darmbakterien als Ursache von Blähungen wirksam bekämpft.

Anwendungsgebiete:

Chronische Obstipation, Colitis ulcerosa in der Remissionsphase.

Gegenanzeigen:

Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Erwachsene und Jugendliche:
Standarddosis: Vom 1. bis 4. Tag 1 Kapsel MUTAFLOR® pro Tag, danach 2 Kapseln MUTAFLOR® pro Tag. Bei hartnäckiger Verstopfung kann die tägliche Einnahme von bis zu 4 Kapseln MUTAFLOR® sinnvoll sein. Die Standarddosis soll zu einer Mahlzeit, möglichst zum Frühstück, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Zur Vermeidung von initial auftretenden Blähungen kann die Therapie einschleichend mit MUTAFLOR® mite begonnen werden. Bei auftretenden Blähungen sowie bei einer Tagesdosis, die die Standarddosis übersteigt, kann die Tagesdosis auch gleichmäßig über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Bei Colitis ulcerosa liegen Erfahrungen aus kontrollierten Studien über eine Anwendungsdauer über 12 Monate vor. Zur Rezidivprophylaxe sollte MUTAFLOR® kontinuierlich eingenommen werden. Bei Obstipation kann MUTAFLOR® bis zu 6 Wochen angewendet werden. Bei einer schon jahrelang bestehenden Erkrankung sollte MUTAFLOR® kurmäßig angewendet und die Therapie in gewissen Zeitabständen wiederholt werden.

Nebenwirkungen:

Gastrointestinale Nebenwirkungen: Initial treten häufig Blähungen auf. Sehr selten wurden Veränderungen der Stuhlkonsistenz oder Stuhlfrequenz, Abdominalschmerz, Borborygmus, Meteorismus, Übelkeit oder Erbrechen beobachtet.

Dermale Nebenwirkungen: In sehr seltenen Fällen wurden Hauteffloreszenzen, Erytheme oder Hautschuppungen beobachtet.

Zentralnervöse Nebenwirkungen: Sehr selten wurden Kopfschmerzen beobachtet.

Stand der Information:01.09.2004