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Repha GmbH Biologische Arzneimittel

Das Logo von Repha.

Repha GmbH

Sitz: 30855 Langenhagen
Gründung: 1925
Produkte: 13
Produktkategorien: pflanzliche Präparate, Mikrobiotika, Homöopathika und Mikronährstoffe

Service-Telefon: 0511 / 78610-0
E-Mail: info@repha.de
Internet: http://www.repha.de

Das Unternehmen

Firmengebäude von Repha.
© bss architektur Benjamin Schmidt-Strohschnieder

Repha wurde 1925 gegründet und ist seither spezialisiert auf biologische Arzneimittel und deren nachhaltige Erforschung. Das deutsche Familienunternehmen, das demnächst 100-jähriges Jubiläum feiert, stellt das medizinische Erfahrungswissen vergangener Generationen auf ein wissenschaftliches, evidenzbasiertes Fundament, das heute und in Zukunft den hohen Ansprüchen moderner Forschung standhält.

Die Philosophie

Rephas Unternehmensphilosophie lautet: „Erfahrungsmedizin trifft Wissenschaft“. Damit ist folgendes gemeint: Zahlreiche pflanzliche Arzneimittel werden seit Jahrzehnten von Ärzten und Heilpraktikern erfolgreich eingesetzt – und zwar primär auf Basis ihrer guten medizinisch-therapeutischen Erfahrungen. Denn oftmals liegen nur wenige bis keine wissenschaftlichen Studien vor, die die Wirksamkeit des Arzneimittels mit den heutigen, hohen Standards belegen. Und genau hier wird die Unternehmensphilosophie von Repha gelebt:

Die Wirksamkeit und Sicherheit zahlreicher Arzneimittel wird kontinuierlich durch neue Studien überprüft und weiterentwickelt. Repha investiert in Wissenschaft und erforscht seine Präparate auch hinsichtlich neuer Anwendungsgebiete. Alle Studien werden an deutschen Universitäten und Instituten durchgeführt, die der Langenhagener Phytospezialist mit der Erforschung seiner Wirkstoffe und Präparate beauftragt.

Damit Sie das Unternehmen noch besser kennen lernen, hat die Redaktion von PhytoDoc mit den beiden Geschäftsführern, Björn Bradtmöller und Dr. Karl-Heinz Goos, gesprochen:

PhytoDoc: Was ist das Besondere an Ihrer Firma?
Björn Bradtmöller ist einer der beiden Geschäftsführer des Familienunternehmens Repha.

Bradtmöller: Wir sind in vierter Generation noch immer ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf pflanzliche Arzneimittel spezialisiert hat, die im deutschen Markt in ihrer Zusammensetzung einzigartig sind. Und diese Präparate erforschen wir kontinuierlich weiter – auch das ist im Bereich pflanzlicher Produkte eher die Ausnahme als die Regel.

In welchen Bereichen der Naturheilkunde engagiert sich Repha besonders?
Dr. Karl-Heinz Goos, zweiter Geschäftsführer von Repha.

Dr. Goos: Unsere Schwerpunkte sind Infektionsabwehr und Magen-Darm-Erkrankungen. In diesen Bereichen führen wir in Kooperation mit deutschen Universitäten und Kliniken das Gros unserer wissenschaftlichen Untersuchungen durch. Unsere Studien werden durch internationale unabhängige Publikationen gestützt, die beispielsweise Senföle und Myrrhe erforschen. Repha forscht nicht nur selbst, sondern unterstützt auch Wissenschaftler im Bereich der Naturheilverfahren, die eine vergleichbare Philosophie verfolgen: die Förderung der Naturheilverfahren und deren Integration in eine moderne ganzheitliche Medizin.

Verraten Sie uns, woran Sie gerade forschen?

Dr. Goos: Wir haben einige sehr spannende Studienprojekte im Fokus: Einerseits überprüfen wir die antiviralen Eigenschaften der Senföle - gegen Grippe ist vielleicht doch ein Kraut gewachsen. Darüber hinaus stehen bakterielle Biofilme im Fokus der Forschung, denn auch deren Zerstörung könnte zur Reduktion von Antibiotikaresistenzen beitragen. Des Weiteren wird die Stabilisierung der Darmbarriere durch Myrrheextrakt allein und in Kombination mit anderen Arzneipflanzen untersucht. Das ist insofern „mit therapeutischem Weitblick“ interessant, da zahlreiche Darmerkrankungen mit einer geschwächten, also für schädliche Stoffe durchlässigen Darmbarriere in Zusammenhang stehen, beispielsweise Reizdarm aber auch das „Leaky-Gut-Syndrom“.

Gab es in der 90-jährigen Firmengeschichte besondere Ereignisse?

Bradtmöller: Nach der Gründung 1925 in Hannover wurde, auf Grund der Zerstörungen durch den 2. Weltkrieg, der Firmensitz nach Langenhagen (nahe Hannover) verlegt. Mit diesem Standort sind wir noch heute verbunden, auf einem alten Gutshof, der von Grund auf modernisiert wurde. In den 50er Jahren – zu Zeiten des Wirtschaftswunders – wurde der Grundstein für unseren heutigen Erfolg gelegt: Die Einführung der Produkte ANGOCIN® Anti-Infekt N und MYRRHINIL-INTEST®, entwickelt von meinem Urgroßvater. In den Jahren danach wurde das damalige Produktportfolio verschlankt und wir fokussierten uns auf die wichtigsten Produkte. So haben wir uns über die Nachzulassung unseres wichtigsten Arzneimittels ANGOCIN® Anti-Infekt N – von dem heute viele Patienten profitieren – im Jahr 2005 sehr gefreut.

Wo sehen Sie Herausforderungen für die Zukunft im Bereich pflanzlicher Mittel?

Dr. Goos: Eine der größten Herausforderungen für den Patienten auf der Suche nach wirksamen Phytopharmaka ist es, aus der Flut an Informationen diejenigen herauszufiltern, die seriös und glaubwürdig sind. Hier möchten wir mit transparenten Produktwebsites und gesicherten Informationen eine ehrliche Entscheidungshilfe bieten – und zwar auch derart, dass wir aktuelle Studienergebnisse laienverständlich darstellen. So kann der Patient noch besser einschätzen, bei welchen Beschwerden unsere Arzneimittel – wissenschaftlich überprüft – wirksam sind.

Gibt es noch andere Herausforderungen, bei denen Phytopharmaka eine besondere Rolle zur Problemlösung zukommt?

Dr. Goos: Ja, eine weitere große Herausforderung ist die Eindämmung von Antibiotikaresistenzen. Hier engagieren wir uns in der Aufklärung medizinischer Fachgruppen und informieren darüber, dass es insbesondere bei milden bis moderaten Infektionen wirksame pflanzliche Alternativen gibt, die keine Resistenzbildungen verursachen. Mit der gezielten Anwendung dieser passenden Therapiestrategien kann so jeder einen Beitrag zur aktiven Reduktion von Antibiotikaresistenzen leisten.

Welche neuen unternehmerischen Ziele verfolgen Sie mit Repha in naher Zukunft?

Bradtmöller: Wir expandieren 2018 in die Schweiz, Österreich wird folgen. Denn auch unsere deutschsprachigen Nachbarn sollten bei Infektionen der Harn- und Atemwege sowie bei Darmerkrankungen unsere gut wirksamen und bewährten Arzneimittel einsetzen können. Darüber hinaus ist ein gemeinsames Projekt mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den afrikanischen Anbauländern der Myrrhe geplant. Das wird auf jeden Fall sehr spannend - über Details können wir uns gerne erneut unterhalten, wenn alles spruchreif ist.

PhytoDoc: Besten Dank für das Gespräch!