Cantharidenpflaster
Ablauf
Zunächst sollte eine sorgfältige Anamnese und Überprüfung des Gesundheitszustands des Patienten erfolgen. Danach bestimmt der Therapeut die zu behandelnde Stelle. Das Pflaster wird in der Regel unmittelbar auf oder direkt neben die schmerzhafte/krankhafte Stelle aufgelegt. Die Haut sollte gesund sein und keine Veränderungen aufweisen. Meist wird eine Größe kleiner oder gleich 5 x 5 cm behandelt. Die Blasenbildung setzt etwa 2-4 Std. nach Pflasteranlage auf und ist schmerzhaft. Der Patient sollte unbedingt vorher aufgeklärt werden, dass ihm eine schlaflose und schmerzhafte Nacht bevorstehen kann. Es können auch leichte brennende Schmerzen von Harnröhre und Blase auftreten. Unter Umständen kann begleitend dazu ein Schmerzmittel gegeben werden. Das Pflaster bleibt 8 bis 12 Stunden auf der Haut. Dann wird die Flüssigkeit in der Blase steril abgenommen und die Cantharidensalbe sorgfältig entfernt. Die meisten Therapeuten belassen die abgehobene Haut der Blase als Wundschutz und legen einen sterilen Verband an. Ist der Inhalt der Blase nicht flüssig sondern sulzig-eingedickt, wird die Blasenhaut auf jeden Fall steril abgenommen. Alle Reste der Cantharidensalbe werden säuberlich entfernt.
Der Patient soll das Pflaster nicht vorzeitig abnehmen. Vorzeitiges Platzen der Blase verzögert Heilung.
Vor dem Anlegen eines weiteren Pflasters an derselben Stelle sollte die alte Wunde vollständig abgeheilt sein, frühestens in vier Wochen.
ergänzende Maßnahmen
Das Cantharidenpflaster wird häufig bei Gelenkbeschwerden eingesetzt. Es kann chirotherapeutische Maßnahmen ergänzen.
Die Behandlung kann mit Schröpfen und dem Baunscheidt-Verfahren kombiniert werden. Hier ist aber eine Wartezeit von mehreren Tagen einzuhalten.
Begleitend zur Behandlung sollte viel getrunken werden. Es kann auch vorbeugend ein Nierentee oder nieren-/blasenwirksames Medikament als "Blasenschutz" verordnet werden.
Andere Reiztherapien wie Kneippverfahren können ebenfalls die Selbstregulationskräfte des Körpers anregen.
Kosten
Das Pflaster kostet ca. 13€ - die Anwendung etwa 25 bis 50 Euro, je nachdem ob ein Arzt oder ein Heilpraktiker behandelt. Da das Cantharidenpflaster keine wissenschaftlich geprüfte Methode ist, werden die Kosten meist von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
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Gerard Huige
48529 Nordhorn -
Anja Pfannmüller
82418 Murnau -
Georg Wintzer
07936 Bad Klosterlausnitz -
Torsten Walbaum
10965 Berlin -
Anne Schneider
48165 Münster -
Anja Prigge
44137 Dortmund -
Jens Albrecht
16321 Bernau -
George Brasch
10247 Berlin -
Wolfgang Schmitz-Petri
81679 München -
Cornelia Labandowsky
24376 Hasselberg
Hauptanwendungsgebiete sind Gelenk- und Wirbelsäulenleiden.
- Gelenkleiden, Gichtarthritis, Gelenkarthrosen, rheumatische Erkrankungen
- HNO-Erkrankungen wie eine chronische Mittelohrentzündung.
- Halsentzündungen mit schmerzhaften Schluckbeschwerden, entzündete und vergrößerte Mandeln, Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen, Stimmbandentzündungen
- Kiefererkrankungen
- klimakterische Depressionen
- Tinnitus
- Pleuraergüsse (Flüssikeitsansammlung um die Lunge)
- Entzündungen, Neurodermitis, chronische Ekzeme, Gürtelrose
- Schleimbeutelentzündungen der Gelenke
- Tennisellbogen
- Tumorschmerzen (isolierte Knochenmetastasen)
- Wirbelsäulenleiden, Schulter-Arm-Syndrom, Hexenschuss (Lumbago), HWS-Syndrom
