Chirotherapie

Von  Dr. Helmut Stahlhofer, Fachlicher Leiter Bayerisches Ärzteseminar für Manuelle Medizin, Deutsche Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie e. V. (DGCO), http://chirotherapie.net in Zusammenarbeit mit dem Team von PhytoDoc

Wechselwirkungen

Bei Patienten, die unter einer Antikoagulantientherapie stehen, wurde ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall berichtet. Ein solches plötzliches Auftreten von Lähmungen, ein sog. Apoplex tritt hier bei zu heftiger Behandlung an der Halswirbelsäule durch einen Einriss der Gewebsschicht, die die Halsarterien im Inneren auskleidet (Intima). Auftretende Einblutungen verschlechtern oder verhindern die Durchblutung im Hirn.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Die Chirotherapie ist eine bei korrekter Indikationsstellung nebenwirkungsarme Behandlungsform mit hervorragender Sofortwirkung unter gleichzeitigen Fehlen von Medikamentennebenwirkungen. Leichte lokale Missempfindungen können jedoch vorkommen.

Aufgrund der allgemein gültigen Lehrmeinung soll Chirotherapie bei einer manifesten Osteoporose mit Brüchen (Spontanfrakturen), ausgeprägten Bandscheibenleiden mit Nervenschädigungen, Tumorleiden, entzündlichen Veränderungen der Wirbelsäule und frischen Brüchen (Frakturen) nicht eingesetzt werden. Bei Blutgerinnungsstörungen sowie einer Behandlung mit Gerinnungshemmern sollte sicherheitshalber auf eine chirotherapeutische Behandlung verzichtet werden. Auch bei sehr alten Personen, oder Patienten mit Kontaktangst ist Vorsicht geboten, da dies Verspannungen verstärken kann.

Achten Sie darauf, dass keine unnötigen Röntgenaufnahmen gemacht werden.

Vor einer Behandlung der Halswirbelsäule (HWS) ist jedoch für verantwortliche Therapeuten eine Röntgenaufnahme der HWS Pflicht.

Anwendungsgebiete und Erkrankungen
Therapeut
Chirotherapie
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Anwendungsbeispiele:

  • Schulter- Armschmerzen, Tennisarm
  • Lumbalgien (Schmerzen in der Lenden-Kreuzbeinregion)
  • Hüftschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Tortikollis (muskulär bedingter Schiefhals)
  • Von der Gelenkstörung ausgehende Beschwerden: Schwindel, Kopfschmerz, Migräne, Schleudertrauma

 

Die von den Patienten erfahrenen Symptome sind Verspannungszustände, Blockierungsgefühle der Wirbelsäule und daraus resultierende Fehlhaltungen, welche den Beschwerdedruck unterhalten. Die Schmerzen entstehen oft nicht durch Ausrenkungen von Wirbeln und Gelenken, wie früher angenommen, sondern durch Störungen in der Steuerung des Gelenkspiels. Dies geschieht aufgrund einer reflektorischen Beeinflussung durch äußere und innere Störfaktoren auf Ebene des Rückenmarkes, der Nervenbahnen und des Zentralnervensystems. So ist erklärbar, dass sowohl durch mechanische Faktoren wie ungewollte Bewegungsveränderungen, als auch durch psychische Stressfaktoren Blockierungsgefühle an der Wirbelsäule und den Gelenken ausgelöst werden können, welche dem Patienten den Eindruck vermitteln, Wirbel seien herausgesprungen oder Nerven seien eingeklemmt.

Links zu den Erkrankungen, bei denen Chirotherapie helfen kann